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Genossenschaftliches System verdient Lob - und Schutz

Politische Positionen | Veröffentlicht am 22.06.2017

Am 30. November hat das internationale Komitee für die Erhaltung des immateriellen Kulturerbes in Addis Abeba die Genossenschaftsidee auf die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO gesetzt. Eine Ehre, die die genossenschaftliche Organisation mit Stolz, aber auch großem Verantwortungsbewusstsein aufgenommen hat.

Es ist einerseits bemerkenswert, dass eine Unternehmensform auf einen solchen Rang gehoben wird. Die Begründung des unabhängigen Expertenkomitees für die Nominierung macht andererseits deutlich, dass sich Genossenschaften durch eine Unternehmenskultur auszeichnen, die weit über die Unternehmensgrenzen hinaus wirken kann: „Genossenschaften orientieren sich an sozialen Werten und bauen auf ideellen Grundsätzen wie Solidarität, Ehrlichkeit, Verantwortung und Demokratie – das heißt auf Prinzipien des kulturellen Selbstverständnisses menschlicher Gemeinschaften – auf.“

Wenn Bürgerinnen und Bürger in Hamm von der Kommune und mit ihrer Unterstützung eine defizitäre Eishalle übernehmen und dank Eigenleistung, klugen unternehmerischen Entscheidungen sowie selbstbewusstem Marketing es schaffen, schon im ersten Jahr einen kleinen Gewinn einzufahren, dann zeigt es sich, welchen Wert die Genossenschaft entfalten kann: Sie ist in einer auf dem Prinzip der Subsidiarität basierenden politischen Ordnung ein wesentliches Scharnier zwischen der individuellen Verantwortung und einer staatlichen Versorgung. Darüber hinaus bietet sie solidarischem Handeln eine institutionelle und ökonomisch abgesicherte Ordnung.

Kein Wunder also, dass die eingetragene Genossenschaft in Deutschland eine so gute Reputation genießt und immer häufiger genutzt wird, um die Lebenswirklichkeit zu gestalten. Ob Mittelständler, die eine Kita als eG initiieren oder ein Breitbandnetz aufbauen wollen, ob Bürgerinnen und Bürger, die eine Dorfkneipe führen oder ihre Energie erzeugen, ob Kommunen, die ihren Einkauf bündeln oder gemeinsam mit Bildungsträgern und Unternehmen das Fort- und Weiterbildungsangebot einer Region entwickeln: Überall werden Defizite in Eigenverantwortung korrigiert.

Aber die Rechtsform ist in Gefahr: Trittbrettfahrer nutzen sie, um windigen Geschäftsmodellen den Anschein des Seriösen zu vermitteln. Aktuell gibt es einige Fälle, in denen Spekulanten ihre Aktivitäten in das Gewand von Wohnungsbaugenossenschaf­ten hüllen, die ihren Sitz im Ausland haben oder keinem seriösen Genossenschaftsverband angehören. In der politischen Debatte stoßen immer wieder Versuche auf Resonanz, das bewährte System institutioneller und sozialer Kontrolle in Genossenschaften zu verändern. Beides wird vom RWGV kritisch gesehen.

Der RWGV fordert:

  • Das bewährte, im Genossenschaftsgesetz verankerte genossenschaftliche System sollte geschützt und erhalten werden.
  • Ministerien und politische Parteien sollten sich intensiv mit den Möglichkeiten von Genossenschaften beschäftigen, um Lösungen zwischen individueller Verantwortung und staatlichen Regelungen initiieren zu können.
  • Verbraucherschutzministerien und Verbraucherzentralen sollten eine mit den Genossenschaftsverbänden abgestimmte Aufklärungskampagne starten, in der Bürgerinnen und Bürger Handreichungen erhalten, wie seriöse und unseriöse Genossenschaften unterschieden werden können.
Ansprechpartner
Contact
Asmus Schütt
Bereich Kommunikation & Change
Bereichsleiter
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