Genossenschaft als Rechtsform

Genossenschaften stehen für Gemeinschaft, demokratische Kultur, Sicherheit und Stabilität. Die eingetragene Genossenschaft (eG) bietet überzeugende und vielfältige Modelle, die Zukunft in Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig und für die Menschen zu gestalten.

Schon drei Personen können eine eG gründen. Damit eignet sich die eG auch für die Zusammenarbeit von kleinen und mittelständischen Unternehmen und Freiberuflern sowie die Unternehmensnachfolge im Mittelstand.

Durch ihren demokratischen Charakter und ihre besonderen Werte sind genossenschaftliche Unternehmen in Wirtschaft und Gesellschaft auch heute ein bedeutender Faktor. Jeder vierte Deutsche profitiert von ihnen als Mitglied. Weltweit gibt es 700 Millionen Genossenschaftsmitglieder. Und: Die Genossenschaftsidee wurde bei der UNESCO für die Internationale Liste des Immateriellen Kulturerbes nominiert.

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Auf einen Blick

Mindestens drei natürliche und/oder juristische Personen, die eine schriftliche Satzung festlegen.

Förderung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Zielsetzung der Mitglieder mittels gemeinschaftlichen Geschäftsbetriebes.

Die Firma einer Genossenschaft muss die Bezeichnung „eingetragene Genossenschaft“ oder Abkürzung „eG“ enthalten. Es ist ratsam, die Zulässigkeit der Firma im Vorhinein mit der zuständigen Industrie- und Handelskammer abzuklären, weil eine unzulässige Firma ein Eintragungshindernis darstellen kann.

Der Vorstand leitet die Genossenschaft in eigener Verantwortung. Soweit ein Aufsichtsrat besteht (fakultativ, bei kleineren Genossenschaften übernimmt diese Aufgabe die Generalversammlung) überwacht dieser die Tätigkeit des Vorstandes. Die Generalversammlung ist oberstes Willensbildungsorgan der Genossenschaft. Sie wählt den Aufsichtsrat. In der Satzung ist festzulegen, ob die Generalversammlung oder der Aufsichtsrat den Vorstand bestellt.

Das Gesellschaftsvermögen ist eigenes Vermögen der Genossenschaft als juristische Person.

Den Gläubigern haftet das Vermögen der Genossenschaft, eine weitergehende Haftung der Mitglieder kann per Satzung ausgeschlossen werden.

Die Genossenschaft kann sich ein Mindestkapital geben, das Gesetz schreibt jedoch kein festes Kapital vor. Jedes Mitglied zeichnet einen oder mehrere Geschäftsanteile, deren Höhe in der Satzung festgelegt ist.

Vorstand, Aufsichtsrat, General-bzw. Vertreterversammlung.

Die eingetragene Genossenschaft ist juristische Person und damit Träger von Rechten und Pflichten.

Jedes Mitglied hat, unabhängig von seiner Kapitalbeteiligung, nur eine Stimme.