07.11.2018

Eröffnungsveranstaltung der Winterschulung im Zeichen der Zukunft der Agrarpolitik

Während der Eröffnungsveranstaltung der Winterschulung für die Agrargenossenschaften bildete die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) den thematischen Schwerpunkt. Über ihre Ausgestaltung und die Zukunft der Landwirtschaft diskutierten gestern unsere Mitglieder unter anderem mit dem parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Michael Stübgen.

Paaren im Glien – In seinem Eingangsstatement verdeutlichte Vorstand Marco Schulz die Position des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen e.V. hinsichtlich der Gemeinsamen Agrarpolitik: „Wir wollen den Erhalt und eine Fortführung des sich grundsätzlich bewährten Zwei-Säulen-Modells. Besonders in ökonomisch unsicheren Zeiten ist Planungssicherheit für Agrargenossenschaften von zentraler Bedeutung. Die Benachteiligung von Agrargenossenschaften als kooperativen Mehrfamilienbetrieben muss in der EU-Agrarpolitik beseitigt werden.“

Staatssekretär Michael Stübgen sprach sich ebenfalls für den Erhalt einer starken GAP aus: „Die ambitionierten Ziele können wir nur mit einer ausreichenden Finanzierung erreichen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass das Haushaltsvolumen möglichst gleich bleibt, um beide Säulen finanziell gut auszustatten und so solide und nachhaltige Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Positiv hob Stübgen die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Landwirtschaftsbetriebe hervor: „Seit meinem Amtsantritt habe ich zahlreiche Betriebe besuchen und dabei feststellen können, wie modern und innovativ dort Landwirtschaft betrieben wird. Deshalb gilt es, diese zukunftsfähigen Strukturen zu erhalten. Dazu muss die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik nach 2020 ihren Beitrag leisten.“

Zu den Direktzahlungen machte Matthias Klippel, Vorstand des Agrarunternehmens Wöllmisse eG, in der anschließenden Diskussion deutlich, dass eine nachhaltige Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Unternehmen ohne die Direktzahlungen extrem eingeschränkt wäre. Zu den aktuellen Plänen der EU-Kommission erklärte Dr. Andreas Eisen, Bereichsleiter des Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V.: „Degression und Kappung bei den Direktzahlungen wie auch die Förderung der ersten Hektar ohne die Anerkennung der Mitglieder als Mit-Unternehmer, würden die Benachteiligung der Agrargenossenschaften weiter verfestigen.“ Dr. Thomas Memmert, Geschäftsführer beim Deutschen Raiffeisenverband ergänzte hierzu: „Starre Regelungen bei den Direktzahlungen stehen dem Ziel der EU-Kommission von mehr Subsidiarität entgegen. Die EU-Staaten brauchen ausreichenden Spielraum, um den vielfach historisch bedingt unterschiedlichen Betriebsformen angemessen Rechnung zu tragen“.

Neben wünschenswerten Ansätzen einer zukünftigen GAP lenkte Moderator Kay Tönnsen die Aufmerksamkeit auch auf die Frage, welche weiteren Rahmenbedingungen notwendig sind, damit sich Agrargenossenschaften positiv entwickeln können. Aus der Sicht des Direktors des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) liegt ein Schlüssel im richtigen Umgang mit den Auswirkungen des demografischen Wandels. „Dieser wird in den kommenden 10 bis 15 Jahren zu einem erheblichen intersektoralen und interregionalen Wettbewerb um jüngere Arbeitskräfte führen. Lösungsansätze für den Arbeitskräftemangel liegen in der Rationalisierung und Digitalisierung sowie in einer Erhöhung der Attraktivität der Dörfer. Notwendige Rahmenbedingungen sind effektive und intelligente Infrastrukturen, welche die Perspektiven der Digitalisierung auch für ländliche Regionen erschließen helfen sowie eine Willkommenskultur, die den Zuzug jüngerer Menschen auch aus dem Ausland erleichtert.“

Einer gelungenen Eröffnungsveranstaltung folgt nun das Angebot der Winterschulung für Agrargenossenschaften. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Strategieentwicklung sowie in den Themenfeldern Steuerrecht, Bilanzierung und Prüfung.

Eindrücke von der Eröffnungsveranstaltung auf unserem Twitterkanal @GenoverbandL

Twitter (GenoverbandL) | 06.11.2018

Eine diskussionsfreudige Eröffnungsveranstaltung der #Winterschulung der #Agrargenossenschaften in Paaren endet nun mit dem Schlusswort unseres Vorstands Marco Schulz. Einen ausführlichen Beitrag gibt’s dann morgen hier: https://t.co/ImLiydmFQ1 https://t.co/QPi0T2wHFF

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Wunschszenario #Landwirtschaft 2030 der Podiumsteilnehmer: #Planungssicherheit, GAP Reform positiv gestaltet, Wertschöpfung aus #Innovationsförderung, #Digitalisierung vorantreiben, Verbesserung der #gesellschaftlichen Akzeptanz & Anerkennung, effektive Nachwuchsförderung https://t.co/DEOrevoQcE

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Kay Tönnsen begrüßt auf dem Podium Prof. Dr. Alfons Balmann, Direktor des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, Dr. Thomas Memmert, Geschäftsführer des DRV, Matthias Klippel Vorstand der „Wöllmisse“ Schlöben eG & Dr. Andreas Eisen, GV Bereichsleiter https://t.co/dcADDTBDLX

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Nach der Mittagspause folgt nun die Podiumsdiskussion zu der Frage: Welche Zukunft hat die Gemeinsame Agrarpolitik #GAP der EU? Was erwartet uns nach 2020? Moderiert wird die Diskussion von Kay Tönnsen https://t.co/4TmWRGgNNT https://t.co/2zCHROYIDL

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Twitter (GenoverbandL) | 06.11.2018

Gleiche Wettbewerbsbedingungen in Europa sind Voraussetzung für eine moderne #Landwirtschaft. Die klare Haltung und Position von Matthias Klippel erntet viel Applaus. Nun ist #Mittagspause bei der #Eröffnungsveranstaltung der #Winterschulung der Agrargenossenschaften!

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Als nächstes ergreift ein #Praktiker das Wort. Matthias Klippel ist Vorstand des Agrarunternehmens „Wöllmisse“ Schlöben eG sowie Geschäftsführer der Rinderproduktion „Wöllmisse“ GmbH. Sein Vortrag beleuchtet die betrieblichen Auswirkungen der bisherigen GAP Vorschläge. https://t.co/7QeWFDQKGE

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Staatssekretär Stübgen äußert sich auch zur Stärkung des Risikomanagements der Betriebe im Zuge der #Dürre. Maßnahmen werden derzeit geprüft. Aus unserer Sicht gehört die Einführung einer steuerfreien Risikorücklage dazu!

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Stübgen zur #GAP : "Degression & Kappung der Direktzahlungen würden fast ausschließlich die ostdeutschen Betriebe treffen. Die diesbezüglichen Vorschläge der EU lehnt die Bundesregierung entschieden ab. Kappung oder Degression darf maximal fakultativ für die EU-Staaten sein."

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Es folgt der Vortrag vom parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Herrn Michael Stübgen MdB. Sein Thema: Was kommt nach 2020? Positionen und Einschätzungen der Bundesregierung. https://t.co/6nI2f16WS4

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Neben der #Dürre ist für unsere Agrargenossenschaften die Zukunft der #GAP #GAP2020 das bestimmende Thema! Bereichsleiter Dr. Eisen gibt einen Überblick zu Inhalten, Ausrichtung und Verfahren und unterstreicht unsere Kernforderungen @bmel @EU_Commission https://t.co/JgtSiPD8JW

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Zum #Markt und zur #Politik zählen natürlich auch die #Dürrehilfen! Für künftige #Krisensituationen in der #Landwirtschaft ist die Position klar: Risikovorsorge und Risikomanagement müssen unterstützt werden! https://t.co/1iAqtSSB4E

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Zum Thema „Agrargenossenschaften zwischen Markt und Politik“ hält nun unser Bereichsleiter für die Betreuung und Beratung von #Agrargenossenschaften Dr. Andreas Eisen seinen Vortrag.

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Unser #Vorstand Marco Schulz hält sein Eingangsstatement und begrüßt die ca. 70 Teilnehmer und Gäste. Unter Ihnen auch: Michael Stübgen, Staatssekretär im @BMEL, Prof. Dr. Alfons Balmann, Direktor des @iamoLeibniz, Dr. Thomas Memmert, Geschäftsführer des @Raiffeisen_DRV https://t.co/QhV2qTZs4U

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Traditionell steht während der Eröffnungsveranstaltung ein politisches Thema im Mittelpunkt. Heute dreht sich alles um die Frage: Welche Zukunft hat die Gemeinsame Agrarpolitik #GAP #GAP2020 der EU? Hierzu gibt es später auch eine Podiumsdiskussion.

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Gleich beginnt die Eröffnungsveranstaltung der #Winterschulung der #Agrargenossenschaften in Paaren in #Brandenburg mit vielen interessanten Gästen. Die letzten Vorbereitungen laufen, wir sind gespannt! Es twittert @elbuferh

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Ansprechpartner

Kristof Jurinke

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Politische Interessenvertretung

0511 9574-5583 kristof.jurinke@­genossenschaftsverband.de