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Aus der Theorie in Düsseldorf in die Praxis in Beckum

News | Veröffentlicht am 24.06.2021

Beckum. Der Strukturwandel in der Landwirtschaft schreitet rasant voran. Zudem fallen in diesen Tagen in Brüssel, Berlin und Düsseldorf wichtige Entscheidungen in Sachen europäischer Agrarreform (GAP) zur Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft und Tierhaltung. NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser machte sich am Mittwoch bei einem Besuch auf dem Hof von Egbert Wißling vor Ort persönlich ein Bild von der aktuellen Situation in der heimischen Landwirtschaft. „Aus der Theorie in Düsseldorf in die Praxis in Beckum“, beschreibt Ursula Heinen-Esser ihren Besuch auf dem Hof von Egbert Wißling.

Den Auftakt machte ein Rundgang durch das weitläufige Betriebsgelände. „Wir machen hier Landwirtschaft pur“, brachte es Egbert Wißling auf den Punkt. Der Betrieb nimmt seit 2017 an der Initiative Tierwohl teil und bietet seinen Tieren einen höheren Komfort (Zuchtsauen mit angeschlossener Ferkelaufzucht). So wurde in 2020 ein neuer Wartestall mit 550 Plätzen errichtet. Das hier umgesetzte Ein-Raum-Konzept besticht durch ein großes Raumluft- und Lichtangebot und 30 Prozent mehr Platzangebot. Stroh zur Beschäftigung wird den Sauen permanent über eine Strohfördertechnik zugeleitet. Außerdem verfügt der Hof über 380 Hektar Ackerfläche. Bis auf Raps werden alle Feldfrüchte im Betrieb verwertet. Zusätzlich betreibt Wißling eine Biogasanlage mit 550 Kilowatt Leistung sowie Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern zur nachhaltigen Stromerzeugung. „Wir stehen für verantwortungsvolles Handeln gegenüber Tier, Mensch und Umwelt“, betonte Wißling.

„Als Landwirt hat man oft schon den Eindruck, in der Öffentlichkeit einseitig dargestellt zu werden. Man traut sich schon gar nicht mehr, die wirklich guten Themen, die wir bearbeiten – Tierwohl, Nachhaltigkeit, innovative Anbauformen – zu präsentieren“, erklärte Egbert Wißling in der Diskussionsrunde nach dem Rundgang. „Landwirtschaft soll und muss für die kommende Generation weiterhin Spaß machen. Deshalb darf Bürokratie nicht überhandnehmen.“

Das Tierwohl sei der Leitgedanke ihres Handelns, erklärte Ministerin Heinen-Esser in der anschließenden Diskussion, bei der viele aktuelle Themen – vom Baurecht und den Vorschlägen der Borchert-Kommission bis zu Tiertransporten und dem Preisbewusstsein von Lebensmitteln bei den Verbrauchern angesprochen wurden. „In Ländern wie Frankreich und Belgien haben Lebensmittel eine andere Bedeutung und einen anderen Wert“, konstatierte Heinen-Esser. Hier in Deutschland betrachte man es dagegen als „soziale Errungenschaft, so wenig wie möglich vom Einkommen für Lebensmittel auszugeben. Das hat zu einer Preisspirale nach unten geführt.“ Zum Nachteil der deutschen Landwirte. „Der Deutsche gibt rund zehn Prozent seines Einkommens für Ernährung aus, andere Länder wie zum Beispiel Frankreich, in denen es vielerorts eine andere Esskultur gibt, liegen deutlich darüber“, ergänzte Peter Götz, Vorstandsmitglied des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen.

Der Besuch in Beckum auf dem Hof Wißling hat Vorgeschichte: „Sie sind herzlich eingeladen“, hatte Betriebsleiter Egbert Wißling, im Ehrenamt Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Beckum eG und Aufsichtsratsvorsitzender der Westfleisch Finanz AG, beim virtuellen Meinungsaustausch bei der Veranstaltungsreihe „Politik trifft Praxis“ des Genossenschaftsverbandes am 1. März erklärt. Ministerin Heinen-Esser hatte damals spontan zugesagt. Jetzt, angesichts der stark rückläufigen Inzidenzzahlen der Corona-Pandemie, war es so weit und der Präsenztermin unter Beachtung der aktuellen Corona-Regeln auf dem Hof Wißling in Beckum möglich.

Mit dabei: Peter Götz, Vorstandsmitglied vom Genossenschaftsverband, Hubertus Beringmeier, Präsident des WLV, Henning Rehbaum, CDU-Mitglied des Landtages NRW, und Markus Höner, Vorsitzender Landesagrarausschuss der CDU (CDU-Vorsitzender in Beckum.)

„Ich finde es gut, dass die Ministerin es sich vor Ort angesehen hat. Wenn wir Fachthemen haben, kann man sich immer darauf beziehen. Und dass sie hier noch einmal die Sorgen der praktischen Landwirte vor Ort erlebt hat“, erklärte Hubertus Beringmeier.

„Sie haben wirklich einen tollen Betrieb, Herr Wißling“, lobte Ministerin Heinen-Esser abschließend. „Es hat mir gutgetan, mal wieder rauszukommen.“

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