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Genossenschaften: Starke Wirtschaftspartner in der Hansestadt Hamburg

News | Veröffentlicht am 25.11.2019

Vor welchen konkreten Herausforderungen stehen die Genossenschaften aus den Bereichen Kreditwirtschaft, ländliche und gewerbliche Ware in Hamburg und was sind potenzielle Handlungsfelder der Zukunft? Zu diesen Fragen tauschten sich Genossenschaftsvorstände mit Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg, bei „Politik-trifft-Praxis“ am 22. November am Hauptstandort der DZ HYP AG in Hamburg aus.

Hamburg. „Genossenschaften haben in der Hansestadt Hamburg eine lange Tradition. Sie sind sowohl in der Verfassung verankert und prägen auch heute auf vielfältige Weise das Hamburger Wirtschafts- und Stadtleben“, erklärte Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender vom Genossenschaftsverband – Verband der Regionen, in seinem Eingangsstatement. Und weiter: „Die Mitgliedervielfalt in Hamburg ist ein Beweis dafür, dass das Genossenschaftsmodell auf dem Land ebenso wie in einer Großstadt wie Hamburg funktioniert und auf sehr unterschiedliche Anforderungen Antworten findet.“

Das trifft möglicherweise auch auf ein wichtiges Projekt von Wirtschaftssenator Michael Westhagemann zu. Von der im November gegründeten norddeutschen Allianz für eine gemeinsame Wasserstoffstrategie erhofft sich der Senator wichtige Impulse: „Für Hamburg als großes Industrie- und Verkehrszentrum im Norden bietet Wasserstoff große Chancen, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unserer Stadt und ihre Lebensqualität weiter zu stärken“, verdeutlichte Westhagemann. Es sei eines der Zukunftsthemen im Norden, bei denen Genossenschaften künftig zum Partner werden könnten. Über eine konkrete Zusammenarbeit in diesem Bereich muss noch gesprochen werden. Fest steht aber: Genossenschaften bieten auf diesem Feld – beispielsweise als Produzent und Lieferant erneuerbarer Energien oder als Dienstleister und Träger von Verkehrs- und Logistikkonzepten – einiges an Erfahrung und Know-how.

Darüber hinaus wurden während „Politik-trifft-Praxis“ auch kritische Themen angesprochen. So äußerte Dr. Reiner Brüggestrat, Vorstandssprecher der Hamburger Volksbank, Bedenken gegenüber unangemessen steigenden, regulatorischen Anforderungen an die Mittelstandsfinanzierung. Aus seiner Sicht sei es nicht mehr gewährleistet, dass Regionalbanken bei einem konjunkturellen Abschwung als verlässliche Finanzierungspartner für den Wirtschaftsstandort Hamburg zur Verfügung stehen. Ein hervorragendes genossenschaftliches Lösungsangebot sieht er bei einer bürgerorientierten, sicheren und fairen Verwaltung und Verwendung von Daten in einer breit getragenen Datengenossenschaft. „Die Erträge aus dem Datenreichtum kämen damit endlich den Datenproduzenten und Dateneigentümern zugute", so Dr. Brüggestrat.

Für den Vorstandsvorsitzenden der Grossmarkt Hamburg Verwaltungs-Genossenschaft eG, Hans-Joachim Conrad, und die Gewerbetreibenden des Grossmarkts - Obst-, Blumen-, Lebensmittelhändler -, spielt die zukünftige Logistik- und Infrastrukturplanung insbesondere und aufgrund der Innenstadtlage der Genossenschaft eine wichtige Rolle. Für das – wenn auch ferne – Politikziel einer autofreien Stadt gilt es, Logistik- und Verkehrskonzepte vorzulegen, E-Mobilität voranzubringen und intelligente B2B-Sharing-Modelle zu entwickeln. Hier besteht seitens der Genossenschaft der Wunsch eines engen Austauschs mit dem Hamburger Senat, den Michael Westhagemann zusagte.

Ansprechpartner
Contact
Kristof Jurinke
Bereich Kommunikation & Change
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