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Deutschland-Puls 2017: Sicherheit und Freiheit sind die mit Abstand wichtigsten Werte der Deutschen

Umfrage belegt Zustimmungsraten von jeweils mehr als 70 % – Streben nach Gemeinschaft: Soziale Netzwerke sind kein Ersatz für Familie und Freunde

Neu-Isenburg, 13.01.2017 – In der Hierarchie der wichtigsten Werte genießen Sicherheit und Freiheit für die Deutschen die mit Abstand höchste Priorität. Mit Zustimmungsraten von 72 % bzw. 71 % liegen sie weit vor Demokratie (39 %), Gemeinschaft (33 %), Wohlstand (31 %) und Fortschritt (9 %). Dies ist das Fazit des „Deutschland-Puls 2017“ des Genossenschaftsverbands. Er basiert auf einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov. Befragt wurden 2.040 Personen im Alter von mindestens 18 Jahren.

Die Angst vor Terroranschlägen hat nicht dazu geführt, dass das Sicherheitsbedürfnis dominiert: „Sicherheit und Freiheit sind gleichermaßen bestimmend für unsere Gesellschaft“, kommentiert Michael Bockelmann, Verbandspräsident des Genossenschaftsverbands. „Wir brauchen einen rechtlichen Rahmen für alle Lebensbereiche, der die erforderliche Balance dieser beiden Grundwerte ermöglicht“, ergänzt Bockelmann. Zusätzlich zur Hierarchie der wichtigsten Werte wurde im Rahmen des Deutschland-Puls auch erhoben, was die Menschen jeweils vor allem damit verbinden. Den Befragten wurde eine Liste mit Möglichkeiten vorgelegt, aus denen sie bis zu drei auswählen konnten. Darüber hinaus konnten sie auch eine eigene Angabe dazu machen. Damit ergibt sich ausdifferenziertes Gesamtbild der Wertvorstellungen der Deutschen zu Beginn des Jahres 2017.

Sicherheit: Notwendigkeit für private Altersvorsorge in Mitte der Gesellschaft angekommen

Wenig überraschend wird Sicherheit vor allem mit „Schutz vor Kriminalität, Gewalt und Terror“ assoziiert (70 % Zustimmung). „Keine Kriegsgefahr“ (54 %) folgt mit deutlichem Abstand auf Platz 2. Immerhin auf Platz 3 (45 %) und mit fast 20 Prozentpunkten Vorsprung auf weitere in Frage kommende Aspekte rangiert die „Absicherung des Lebensstandards im Alter“. „Darin kommt die Sorge zum Ausdruck, bis zum Beginn des Ruhestands nicht ausreichend Vermögen aufbauen zu können“, analysiert Verbandspräsident Michael Bockelmann. „Das ist auch eine Konsequenz der EZB-Nullzinspolitik auf Erspartes.“ Umgekehrt zeige dieses Ergebnis, dass die Notwendigkeit, private Vorsorge zu treffen, in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei.

Freiheit: Hoher Stellenwert der Selbstverwirklichung

Bei dem, was die Menschen konkret mit Freiheit verbinden, liegt das Recht auf freie Meinungsäußerung weit vorn (68 % Zustimmung). „Meinen eigenen Lebensstil verwirklichen“ (55 %) und „finanzielle Unabhängigkeit“ (49 %) folgen deutlich vor „Freie Wahlen“ (37%). In dieser Priorisierung dürfte sich der hohe Stellenwert der Selbstverwirklichung des Individuums in der modernen Gesellschaft spiegeln.

Demokratie: Volksentscheide wichtiger als Wahlen

Von besonderem Interesse dürfte zu Beginn des Superwahljahres 2017 sein, was der Bürger dem Thema „Demokratie“ zuordnet. Dass hier „Direkte Demokratie durch Volksentscheide“ (55 % Zustimmung) noch vor „eigene Beteiligung an Wahlen zum Bundestag etc.“ (53 %) genannt wird, weist auf den stark ausgeprägten Wunsch nach unmittelbaren Einflussmöglichkeiten hin. Dazu passt, dass „Mitgestaltung der Lebensumstände vor Ort“ (50 %) auf Platz 3 folgt. Darüber hinaus kommt die „Stärkung der Region gegenüber Bund und Ländern“ auf 22 % Zustimmung. „Dezentralität sowie konkrete Angebote für den Einzelnen, sich einzubringen und mitzuentscheiden, müssen ausgebaut werden“, interpretiert Michael Bockelmann.

Gemeinschaft: Reale schlägt virtuelle Welt

Trotz Facebook, Instagram, Snapchat & Co: Beim Streben nach Gemeinschaft dominieren in der Vorstellung der Menschen eindeutig die Klassiker: Während „Meine eigene Familie“ (78 % Zustimmung) und „Enger Freundeskreis“ (67 %) ganz vorne liegen, landet „Freunde auf sozialen Netzwerken“ (9 %) weit abgeschlagen auf Platz 6. „Ganz offensichtlich ist der direkte persönliche Kontakt durch digitale Angebote in keiner Weise zu ersetzen, sondern nur sinnvoll zu ergänzen“, sagt Michael Bockelmann.

Wohlstand: Bodenständiges Leben statt „Saus und Braus“

In Punkto Wohlstand wird der Erfüllung konkreter Wünsche wie Freizeitaktivitäten/Hobbies (75 % Zustimmung), Eigenheim (49 %) und Mobilität (47 %) eindeutig ein höherer Stellenwert zugemessen, als allgemein ein hohes Einkommen zu haben (31 %) oder Luxus zu genießen (16 %). Der großen Mehrheit der Deutschen scheint also eher ein bodenständiges Leben vorzuschweben als „Saus und Braus“.

Fortschritt: Medizin vor Soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz

An sechster Stelle in der vom „Deutschland-Puls 2017“ ermittelten aktuellen Wertehierarchie rangiert der Fortschrittsgedanke. Die weitaus höchste Zustimmung (62 %) erhält „Medizinischer Fortschritt“ vor „Mehr soziale Gerechtigkeit in Deutschland“ (47 %). Gleichauf folgen „Entwicklung von neuen Technologien und Produkten“ sowie „Besserer Schutz der Umwelt“ (je 42 %). Im hohen Stellenwert der Medizin dürfte sich der Wunsch einer alternden Gesellschaft nach optimalen Behandlungsmöglichkeiten spiegeln.

Umfassende Erhebung zu den Wertvorstellungen der Deutschen

Im Mittelpunkt des „Deutschland-Puls 2017“ des Genossenschaftsverbands stehen die Einschätzungen der Deutschen zu zentralen Werten wie Sicherheit, Freiheit und Demokratie. Folgeerhebungen in den kommenden Jahren sollen Aufschluss über Veränderungen im Zeitverlauf geben. Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov, an der 2.040 Personen zwischen dem 04.01.2017 und 06.01.2017 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.



Der Genossenschaftsverband e.V. vertritt die Interessen von rund 2.200 Mitgliedsunternehmen in 13 Bundesländern, die zusammen rund 4,5 Millionen Mitglieder haben. Zudem ist er für seine Mitgliedsgenossenschaften Prüfungs- und Beratungsverband sowie Bildungsträger. Als moderner Dienstleister betreut der Verband Unternehmen aus den Bereichen Kreditwirtschaft, Landwirtschaft, Handel, Gewerbe und Dienstleistungen sowie Energie, Versorgung und Immobilien. Die Mitgliedsunternehmen stehen für rund 93.000 Arbeitsplätze. Der Genossenschaftsverband blickt auf eine mehr als 150-jährige Geschichte zurück und hat Verwaltungssitze in Neu-Isenburg und Hannover. Dazu kommen die Geschäftsstellen in Baunatal (Nordhessen), Berlin, Leipzig, Rendsburg (Schleswig-Holstein) und Schwerin. Der Genossenschaftsverband wird vertreten durch den Verbandspräsidenten Michael Bockelmann sowie die Vorstandsmitglieder Klaus Bellmann, Horst Kessel, René Rothe, und Marco Schulz.

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