Wirksamer Wolfsschutz für genossenschaftliche Weidetierhalter erforderlich!

Ein Beitrag von…

Ralf W. Barkey

Der Wolf ist zurück. Nachdem das Tier Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland als ausgerottet galt, leben laut der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf rund 40 Rudel vorwiegend in Bayern, Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt sowie in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Den zunächst positiven Meldungen über die Verbreitung folgten zuletzt vermehrt Negativschlagzeilen, die über die Folgen von Wolfsangriffen auf Weidetiere berichteten. Zu den Betroffenen zählen auch Agrargenossenschaften mit Weidetierhaltung.

Hierzu stelle ich fest: Probleme und Befürchtungen der Weidetierhalter und der Menschen im ländlichen Raum müssen ernst genommen und dürfen nicht einfach abgetan werden. Die von vielen Teilen der Bevölkerung gewünschte Weidetierhaltung wird durch zunehmende Wolfsschäden grundsätzlich in Frage gestellt. Was wir brauchen ist ein Schutz unserer Mitglieder vor dem Wolf und eine unbürokratischen, finanziellen Schadensausgleich, der auch von den Versicherungen anerkannt wird. Neben einem effektiven Wolfsmanagement in den Bundesländern gilt es in Deutschland eine konsequente Bestandsregulierung zu ermöglichen und ein bewährtes Reviersystem umzusetzen, wie es auch schon in anderen europäischen Ländern der Fall ist.