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Warum die Fed-Chefin kleine Banken lobt

newsroom | Veröffentlicht am 14.09.2017
Ralf W. Barkey
Vorstandsvorsitzender

Kleine Banken sind wichtig für die Finanzierung kleiner Unternehmen, und sie sollten nicht durch übermäßig komplexe regulatorische Vorgaben belastet werden. Das hat Janet Yellen, die Chefin der Federal Reserve Bank, auf einem Notenbanktreffen gesagt. Hier ist das wörtliche Zitat:

"Small business formation is critical to economic dynamism and growth. Smaller firms rely disproportionately on lending from smaller banks, and the Federal Reserve has been taking steps and examining additional steps to reduce unnecessary complexity in regulations affecting smaller banks"

Warum schenkt die Notenbankchefin eines Landes, das vor allem für seine "Wall Street" bekannt ist, kleinen Kreditinstituten solche Beachtung? Wenn man das US-Finanzsystem betrachtet, wird der Grund offensichtlich. Unter den rund 6.000 Banken der USA befinden sich Tausende von kleinen, regionalen Instituten mit Bilanzsummen zwischen wenigen 100 Millionen und knapp 10 Milliarden Dollar.

Zwar haben diese "Community Banks" nur einen Anteil von etwa 14 Prozent an der Bilanzsumme der US-Geschäftsbanken, doch sie vergeben fast die Hälfte aller Kredite an kleine Unternehmen. Zudem sind US-Mittelständler mit kleinen Banken deutlich zufriedener als mit Großbanken oder Online-Kreditplattformen (siehe Grafik).

Wer mit dem deutschen Bankensystem vertraut ist, erkennt Parallelen. Auch hier in Deutschland sind kleine Kreditinstitute, beispielsweise die Volksbanken und Raiffeisenbanken, weit überproportional in der Finanzierung kleiner und mittelgroßer Betriebe aktiv. Dass der Mittelstand von einem kleinteiligen Bankenmarkt klar profitiert, zeigt auch ein aktuelles Arbeitspapier der EZB.

Leider aber gibt es in vielen anderen EU-Ländern – anders als in den USA oder in Deutschland – nur noch wenige kleine, regionale Kreditinstitute. Und die Anzahl kleiner Banken in Europa ist weiter rückläufig. Ein zentraler Grund ist die europäische Bankenregulierung, die kaum zwischen großen und kleinen Instituten differenziert. Damit werden kleine Banken überproportional belastet.

Hier sind die USA weiter. In vielen Bereichen der Bankenregulierung unterscheiden sie bereits deutlich zwischen systemrelevanten, internationalen Großbanken und kleineren, regionalen Instituten. Das zeigt eine vor kurzem veröffentliche Studie des Financial Stability Institute.

Die EU sollte von diesem Vorbild lernen – und ebenfalls die regulatorische Bürde von kleinen, risikoarmen Kreditinstituten erleichtern, beispielsweise durch die Einführung einer "Small Banking Box". Das würde der Finanzstabilität nicht schaden – und den kleinen Banken und damit der mittelständischen Wirtschaft klare Vorteile bringen.

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