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Neue EZB-Chefin Lagarde sollte Ökonomen-Warnungen ernst nehmen

newsroom | Veröffentlicht am 23.10.2019
Ralf W. Barkey
Vorstandsvorsitzender

Anfang November löst Christine Lagarde Mario Draghi an der Spitze der Europäischen Zentralbank ab. Aller Voraussicht nach wird sie die Negativzinspolitik ihres Vorgängers zunächst fortsetzen. Als ehemalige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) sollte sich Lagarde jedoch Warnungen ihrer früheren Kolleginnen und Kollegen sowie anderer international renommierter Ökonomen zu Herzen nehmen. Langfristig negative Zinsen können zur ernsthaften volkswirtschaftlichen Belastung werden.

In seinem Mitte Oktober veröffentlichten Finanzstabilitätsbericht warnt der IWF vor steigenden Risiken an den internationalen Finanzmärkten, ausgelöst durch die langanhaltende Niedrig- und Negativzinspolitik vieler Notenbanken. Staats- und Unternehmensanleihen mit einem Volumen von weltweit rund 15 Billionen Dollar weisen inzwischen negative Renditen auf. Das belastet nicht nur Sparerinnen und Sparer, sondern laut IWF vor allem auch institutionelle Investoren wie Pensionsfonds und Versicherer.

Negative Zinsen machen es auf Dauer aber auch den Banken schwerer, ihrer volkswirtschaftlichen Rolle gerecht zu werden. Das bestätigt eine Studie der norwegischen Zentralbank. Zu den Autoren der Studie gehört der ehemalige US-Finanzminister und heutige Harvard-Professor Lawrence Summers. Die Studie untersuchte die Effekte der Zinspolitik in Schweden und gelangte zu dem Ergebnis, dass negative Zinsen dort zu spürbar teureren Krediten und einem geringeren Wirtschaftswachstum führten – auch, weil die Banken nur begrenzt dazu in der Lage waren, die negativen Zinsen an ihre Einlagenkunden weiterzugeben. Die Studienergebnisse sind besonders relevant, weil das Zinsniveau in Schweden schon vor einigen Jahren so niedrig war, wie es heute in der Eurozone ist.

Zur Erinnerung: Vor rund fünf Jahren legte die EZB erstmals negative Zinsen auf kurzfristige Einlagen von Banken bei ihr fest. Seitdem senkte die Zentralbank den Einlagensatz immer weiter auf den im September 2019 beschlossenen rekordniedrigen Wert von minus 0,5 Prozent. Je länger der Negativzins anhält und je tiefer er ist, desto wahrscheinlicher werden jedoch schädliche Folgen. Lagarde sollte die Zeichen der Zeit erkennen und eine Rückkehr zu marktgerechten Zinsen einläuten.

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