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Kreditwachstum 2019: Genossenschaftsbanken profitieren von ihrem Markenkern

newsroom | Veröffentlicht am 02.01.2020
Ingmar Rega
Vorstandsvorsitzender

In den ersten neun Monaten 2019 haben die deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken im Kreditgeschäft erneut Marktanteile gewonnen – insbesondere beim Mittelstand. Laut Bundesbank steigerten sie ihre Finanzierungen für inländische Unternehmen und Selbständige von Januar bis September um 5,6 Prozent. Die deutsche Bankenbranche insgesamt erzielte ein Wachstum, das im Schnitt um einen Prozentpunkt niedriger lag.

Das überdurchschnittliche Plus bestätigt erneut, was den Markenkern der Volksbanken und Raiffeisenbanken ausmacht: die flächendeckende Versorgung mit Finanzdienstleistungen mit besonderem Fokus auf der mittelständischen Wirtschaft. Unter ihren Kunden findet man regional ausgerichtete Betriebe ebenso wie „Hidden Champions“, die – begleitet durch die international aufgestellte genossenschaftliche Finanzgruppe – weltweit aktiv sind.

Auch im digitalen Zeitalter profitieren die Volksbanken und Raiffeisenbanken von ihrer regionalen Nähe. Mit erheblichen Investitionen in die Co-Existenz verschiedener Vertriebswege – persönlich über die Filialen ebenso wie telefonisch und digital – machen sie ihr über 150 Jahre altes Erfolgsmodell zukunftsfest.

Dass regionale Banken gerade im Online-Zeitalter verstärkte Beachtung verdienen, legt eine aktuelle Erhebung der US-Notenbank Federal Reserve nahe: Bei kleineren US-Unternehmen, die Kredite über FinTech-Plattformen aufnahmen, belief sich die Zufriedenheitsrate nur auf 35 Prozent. Bei den Unternehmenskunden von kleinen regionalen Banken betrug die Zufriedenheit dagegen 75 Prozent.

Trotz solch ermutigender Erkenntnisse stehen die Volksbanken und Raiffeisenbanken vor Herausforderungen. Hier ist insbesondere die seit der Finanzmarktkrise zunehmende Bürokratie infolge regulatorischer Vorgaben und Meldepflichten zu nennen. Bislang unterscheiden Bankenregulierer und -aufseher nur unzureichend zwischen systemrelevanten Großbanken einerseits und risikoarmen regionalen Instituten andererseits. Dies führt bei Instituten wie den Volksbanken und Raiffeisenbanken zu überproportionalen Belastungen.

Im Rahmen der jüngsten Novelle der Capital Requirements Regulation (CRR) will die Politik das bankaufsichtliche Regelwerk nun proportionaler gestalten und das Geschäftsmodell von risikoarmen regionalen Instituten adäquat berücksichtigen. Doch Nachbesserungsbedarf besteht weiterhin. Exemplarisch seien die derzeit diskutierten Anforderungen der europäischen Bankenaufsicht EBA an Kreditvergabe und -überwachung genannt. Der hier eingeschlagene Weg sieht enge und engste Vorgaben beispielsweise an einzusetzende Prozesse und Kennzahlen vor. Auch hier sollten Politik und Aufsicht eine dem Geschäftsmodell angepasste Regulierung schaffen, um eine Benachteiligung von verlässlichen regionalen Mittelstandsfinanzierern zu vermeiden.

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