07.09.2018

Dürrehilfen des Verbandes für Agrargenossenschaften

Ein Beitrag von…

Ralf W. Barkey

Friedrich Wilhelm Raiffeisen hat die genossenschaftliche Idee aus einer Krisensituation heraus entwickelt. Es war die Not der Bauern und der Hunger der Landbevölkerung nach schlechten Ernten, die ihn – der vor 200 Jahren geboren wurde – handeln ließen. Heute haben wir in Deutschland keine derart katastrophale Situation wie damals zu bewältigen, aber trotzdem: Der diesjährige trockene Sommer und der daraus folgende Ernteausfall sind für große Teile unserer Landwirtschaft existenzbedrohend. Auch unsere Agrargenossenschaften sind betroffen, und deshalb unterstützen wir sie mit einem verbandlichen Maßnahmenpaket, das aus drei Hilfen besteht:

Durch die Dürre fehlen Einnahmen, die Futtergrundlage ist häufig nicht gesichert. Vor einigen Wochen haben wir deshalb eine Futtermittelbörse im Mitgliederbereich unserer Internetseite eingerichtet.

Für viele Agrargenossenschaften bedeuten die Dürre und ihre Folgen erhebliche Belastungen bei der Liquidität. In Absprache mit den anderen Fachvereinigungen haben wir deshalb beschlossen, das Zahlungsziel für die Prüfungsgebühren der Agrargenossenschaften bis zum 31. Dezember 2018 auszuweiten.

Wir begrüßen die Entscheidung der Bundesregierung und der Landesregierungen zur Dürrehilfe. Wir stellen hierzu ein Budget von 100.000 Euro zur Verfügung, um unsere Agrargenossenschaften bei der Antragstellung und bei der Erstellung von Liquiditätsplänen zur Beantragung von Liquiditätskrediten durch unsere Agrarberater zu unterstützen.

Wir wissen, Sie alle tragen diese solidarische Aktion mit.