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Doppelt so rentabel wie der Markt: Genossenschaftliche Banken profitieren von Kreditwachstum und Kostendisziplin

newsroom | Veröffentlicht am 25.09.2019
Ralf W. Barkey
Vorstandsvorsitzender

Eine solide Eigenkapitalrendite nach Steuern von 5,5 Prozent haben die Volksbanken und Raiffeisenbanken 2018 erzielt. Ähnlich wie in den Vorjahren waren sie damit doppelt so rentabel wie der Branchendurchschnitt, wie Zahlen aus dem aktuellen Bundesbank-Monatsbericht zeigen. Mitgliederorientierung, Kundennähe und solides Wirtschaften zahlten sich für die Genossenschaftsbanken damit erneut aus – auch vor dem Hintergrund des Niedrigzinsumfeldes, das zu branchenweit rückläufigen Ergebnissen führte. Dank ihrer Kostendisziplin bei wachsendem Kreditgeschäft hielten die Volksbanken und Raiffeisenbanken das Verhältnis zwischen Kosten und Ertrag konstant bei 67 Prozent. Sie wirtschafteten damit effizienter als der Durchschnitt der deutschen Banken mit 76 Prozent.

Dass die herausfordernden Rahmenbedingungen dennoch bestehen bleiben, zeigt eine aktuelle Umfrage von Bundesbank und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Laut dieser Umfrage rechnen die meisten kleinen und mittelgroßen Kreditinstitute in Deutschland mit weiter rückläufigen Ergebnissen für den Fall, dass das Zinsniveau stagniert oder weiter sinkt. Für die Genossenschaftsbanken sind vor diesem Hintergrund neben einem soliden Kreditgeschäft die Steigerung zusätzlicher Ertragsquellen sowie Kostensenkungen unverzichtbar. Gleichzeitig müssen sie in den weiteren Ausbau ihrer digitalen Angebote investieren.

Um diese Herausforderungen meistern zu können, benötigen die Volksbanken und Raiffeisenbanken geschäftspolitischen Spielraum. Durch ein Negativzinsverbot würde dieser unangemessen eingeschränkt.

Zunächst die Debatte um Negativzinsen im Kundengeschäft und nun die aktuellen Umfrageergebnisse der Bankenaufsichtsbehörden: Beide zusammen verdeutlichen das Dilemma, das die Europäische Zentralbank (EZB) geschaffen hat. Ihre negativen Zinsen sind auf Dauer belastend sowohl für die Sparerinnen und Sparer als auch für auch solide wirtschaftende Kreditinstitute. Da extrem niedrige Zinsen zudem das Risiko von Spekulationsblasen am europäischen Finanzmarkt erhöhen, sollte die EZB endlich eine Zinswende und Rückkehr zu vernünftigen Zinsen einläuten.

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