14.06.2019

Genossenschaftsverband kritisiert Verschärfung der Düngeverordnung durch Bundesregierung

Vorsitzender Ralf W. Barkey: „Der wirtschaftliche Schaden, den unsere landwirtschaftlichen Mitgliedsbetriebe erwarten müssen, ist beträchtlich.“
Die am Donnerstagabend (13. Juni) veröffentlichten neuen Vorschläge der Bundesregierung zur Düngeverordnung stoßen beim Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V. auf heftige Kritik. „Die beschlossenen weiteren Verschärfungen der Düngeverordnung haben massive negative Auswirkungen auf unsere Mitgliedsbetriebe“, beklagte Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen e.V..

„Aus genossenschaftlicher Sicht sind die vorgesehen Maßnahmen zu weitgehend und verfrüht. Es wäre stattdessen richtig und sinnvoll gewesen, die aktuell geltende und in 2017 bereits verschärfte Düngeverordnung zunächst anzuwenden und die Auswirkung auf den Grundwasserschutz auszuwerten“, so Barkey. Betroffen von den neuen Düngeregeln, die unter anderen eine Reduktion des ausgebrachten Düngers um pauschal 20 Prozent unter dem Bedarf der jeweiligen Kulturpflanzen vorsieht, sind besonders Veredelungsbetriebe in viehstarken Regionen – in NRW insbesondere das Münsterland, in Niedersachsen insbesondere die Weser-Ems Region –, aber auch Gemüsebauern in Gegenden mit geringen Niederschlagsmengen oder sehr durchlässigen Böden.

„Der wirtschaftliche Schaden, den unsere Mitgliedsbetriebe erwarten müssen, ist beträchtlich. Hier erwarten wir seitens der Bundesregierung und der Länder Ausgleichszahlungen nach dem Vorbild des Kohlekompromisses. Die in ihrer Region eingebundenen genossenschaftlichen Unternehmen, die von der Düngeverordnung betroffen sind, haben ein ureigenes Interesse daran, dass das Grundwasser und damit die Umwelt besser vor Nitrateinträgen geschützt werden. Dies darf jedoch nicht zu einer Überreaktion führen und eine bereits nachhaltig betriebene Landwirtschaft in den Regionen in ihrer Existenz bedrohen“, erklärte Ralf W. Barkey abschließend.

Ansprechpartner

Asmus Schütt

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Politische Interessenvertretung
Bereichsleiter

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