07.09.2018

Streuen, streuen, streuen – Anlegertipps von der Tatort-Kommissarin und dem Fonds-Strategen

Rendite erwirtschaften bei niedrigen Zinsen und in unsicheren Zeiten – Schauspielerin Maria Furtwängler, in ihrer Rolle als Charlotte Lindholm Deutschlands beliebteste Tatort-Kommissarin, und Alexander Schindler, Vorstand der Fondsgesellschaft Union Investment, präsentierten dafür beim Wirtschaftsforum der saarländischen Volksbanken erstaunlich ähnliche Rezepte. Vor 550 Teilnehmern aus der mittelständischen Wirtschaft sagte Furtwängler: „Ich investiere relativ konservativ.“ Darunter versteht sie auch eine breite Streuung von Vermögenswerten auf verschiedene Anlagen, um einerseits Rendite zu erwirtschaften und andererseits Risiken zu begrenzen. Die studierte Medizinerin, die auch kurz als Ärztin gearbeitet hat, warb für die von ihr 2016 gemeinsam mit ihrer Tochter gegründete MaLisa Stiftung. Diese bietet Betroffenen Schutz vor Zwangsprostitution und Kinderpornografie. Als Folge der Niedrigzinsphase können die Mittel dafür nicht aus Kapitalerträgen erwirtschaftet werden. „Deshalb haben wir eine neue Form der Stiftung, eine ‚Verbrauchsstiftung‘ “, erläuterte Furtwängler im Gespräch mit Moderatorin Sandra Maischberger. „Wir stiften immer hinterher, wenn zusätzliches Geld benötigt wird.“

Schindler berät bei einer der größten deutschen Fondsgesellschaften mit einem Volumen von aktuell 333 Milliarden Euro große Vermögen. Das Vorstandsmitglied der Union Investment machte zu den niedrigen Zinsen ein Rechenexempel auf: „Früher war eine Verzinsung von vier Prozent normal. Damit konnte man sein Erspartes in 20 Jahren verdoppeln. Bei den heutigen Zinsen würde man dafür 170 Jahre benötigen.“ Für die Altersvorsorge sollte man nach seiner Einschätzung zusätzlich zur gesetzlichen Rente und Betriebsrente 150.000 Euro auf der hohen Kante haben. Für das Management von Wertpapierfonds sieht er als größten neuen Unsicherheitsfaktor in den letzten 18 Monaten die Geopolitik: „Tweets von Trump bekommt man nicht vorher.“ Seit Mai bestünden auf der Kapitalanlegerseite auch wachsende Sorgen wegen Italien: „Das wird uns noch Jahre begleiten.“ Größtes Risiko für Verwerfungen an den Finanzmärkten seien zurzeit Staatsanleihen.

Carlo Segeth, Vorstandsvorsitzender der Bank 1 Saar eG, betonte zu Beginn des Wirtschafsforums im Weltkulturerbe Völklinger Hütte den Zusammenhang zwischen Geld und Leben: „Die saarländischen Volksbanken sehen ihre Aufgabe darin, die Kunden bei der Verwirklichung ihrer Ziele und Wünsche zu beraten. Hier im Saarland sorgen sieben Volksbanken mit acht Milliarden Euro Bilanzsumme für eine flächendeckende Infrastruktur mit qualitativ hochwertigen Finanzdienstleistungen.“

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