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YouGov-Umfrage: So denken die Deutschen über Genossenschaften

Newsroom | Veröffentlicht am 07.02.2022

YouGov-Umfrage belegt: Genossenschaften gelten als Unternehmen mit Zukunftspotenzial und genießen hohe Akzeptanz unter den Deutschen

  • In einer bundesweiten repräsentativen Online-Befragung des Genossenschaftsverbandes Verband der Regionen wird eine hohe Zustimmung zum genossenschaftlichen Prinzip in der Bevölkerung deutlich.
  • 76 Prozent der Deutschen stimmen zu, dass Genossenschaften einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten.
  • 60 Prozent können sich vorstellen, Mitglied in einer Genossenschaft zu werden.

Neu-Isenburg. Genossenschaften erfreuen sich nicht nur einer langen Tradition, sondern genießen aktuell zudem eine hohe Akzeptanz in der bundesdeutschen Bevölkerung und gelten als Unternehmen mit Zukunftspotenzial. Das ist Ergebnis einer repräsentativen Befragung zur Einstellung der Deutschen zu Genossenschaften, die die AWADO-Kommunikationsberatung im Auftrag des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen Anfang Januar 2022 in Zusammenarbeit mit YouGov durchgeführt hat.

Das Wissen um die Organisationsform „Genossenschaft“ ist der Umfrage zufolge hoch: 65 Prozent der Deutschen kennen das genossenschaftliche Prinzip, darunter sind 16 Prozent Mitglied einer Genossenschaft. Das genossenschaftliche Prinzip spricht die Menschen in Deutschland an und kann Lösungen bei relevanten Verbesserungsbedarfen in den Kommunen bieten. So stellt die medizinische Versorgung beispielsweise eines der häufigsten Handlungsfelder dar (30 Prozent sehen an ihrem Wohnort Verbesserungsbedarf). Zugleich würden sich 42 Prozent „auf jeden Fall“ oder „wahrscheinlich“ im Bereich Medizinische Versorgungszentren genossenschaftlich engagieren.

Vor allem Befragte, die der Gruppe der gesellschaftlich Engagierten zuzuordnen sind, fühlen sich vom genossenschaftlichen Prinzip angesprochen. Als „Engagiert“ gelten Menschen, die in der Umfrage „voll und ganz“ oder „eher“ der Aussage zustimmten: „Ich engagiere mich gern für die Gesellschaft.“ Zu den „Engagierten“ zählen 42 Prozent der Bevölkerung. Ein weiteres erfreuliches Ergebnis der Studie mit Blick auf gesellschaftliches Engagement: Grundsätzlich besteht Bereitschaft in der Bevölkerung zu partizipieren, mitzugestalten, sich für die eigene Region stark zu machen.

„Wir haben immer vermutet, dass die Genossenschaft eine gute Reputation in Deutschland genießt. Dass aber bei einer gestützten Abfrage 60 Prozent der Gesamtbevölkerung sich vorstellen können, Mitglied einer Genossenschaft zu werden, und sogar jeder Fünfte eine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, eine Genossenschaft selbst zu gründen, hat uns schon überrascht. Und unter den Engagierten liegen diese Werte sogar bei 75 bzw. 35 Prozent“, fasst Ingmar Rega, Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen, die Befragungsergebnisse zusammen.

Die Statements wurden gestützt abgefragt, das heißt, nachdem eine allgemeine Definition von Genossenschaften allen Befragten vorgestellt wurde. Aktuell sind 16 Prozent der deutschen Bevölkerung Mitglied einer Genossenschaft. In der offenen Abfrage wird am häufigsten die Bank genannt: „Diese Werte zeigen uns, welches Potenzial wir – Politik, Verbände, Kommunen und auch die Wirtschaft – liegenlassen. Und sie zeigen uns, welche Chance die Genossenschaft als Instrument der Zivilgesellschaft hat, um die Lebenswirklichkeit zu gestalten.“

In dieser Einschätzung sieht sich Rega durch weitere Befragungsergebnisse bestätigt: 72 Prozent stimmen der Aussage „Die gesellschaftliche Entwicklung liegt in der Hand jedes einzelnen“ „voll und ganz“ oder „eher“ zu (82 Prozent unter Engagierten). 84 Prozent (Engagierte: 92 Prozent) glauben, dass „die Region attraktiver wird, wenn Bürger*innen sie aktiv mitgestalten“. Rega zu diesem Ergebnis: „Diese Zahlen zeigen: Wir haben eine große Chance, bei entsprechenden Rahmenbedingungen das Potenzial von Genossenschaften für die Partizipation der Menschen, für die Gestaltung der Lebenswirklichkeit und genossenschaftliche, damit unternehmerische und wirtschaftlich nachhaltige Lösungen, in weit größerem Maße zu nutzen als bisher.“

Betreut wurde die Umfrage von der AWADO Kommunikationsberatung, einer hundertprozentigen Tochter des Genossenschaftsverbandes. „Neben regelmäßigen Umfragen unter Mitgliedern ist insbesondere auch die Wahrnehmung von Genossenschaften in der Bevölkerung essenziell, um das tatsächliche Zukunftspotenzial der Rechtsform zu erfassen. Aus dem Grund haben wir uns entschieden, eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage in einem Online Panel durchzuführen. Das versetzt uns in die Lage, ein belastbares Stimmungsbild von rund 2.000 Deutschen in kürzester Zeit einzufangen“, erläutert Katharina Brachthäuser, Marktforschungsexpertin bei der AWADO Kommunikationsberatung, die Vorgehensweise.

Für den Verbandsvorstand unterstreichen die Ergebnisse, dass für eine nachhaltige Entwicklung gerade auch ländlicher Räume der konsequente Ausbau genossenschaftlicher Lösungen hervorragend geeignet ist. „Schaut man sich die Affinität der Deutschen – Stadt- wie Landbevölkerung gleichermaßen – gegenüber Genossenschaften an, ist es bemerkenswert, dass 69 Prozent in Genossenschaften Unternehmen mit Zukunftspotenzial sehen (80 Prozent der Engagierten), 76 Prozent überzeugt sind, dass Genossenschaften einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten (84 Prozent der Engagierten), und 74 Prozent denken, dass Genossenschaften das Wir-Gefühl in der Region stärken (84 Prozent der Engagierten).“

Um das genossenschaftliche Potenzial zu heben, sieht Rega Kommunen, Unternehmen vor Ort und die Zivilgesellschaft gemeinsam in der Pflicht. Denn dass Handlungsbedarf besteht – vor allem bei der jüngeren Bevölkerung –, belegen ebenfalls die Umfrageergebnisse. 74 Prozent der Bevölkerung monieren, dass über Genossenschaften im Allgemeinen zu wenig bekannt ist. „Auch wenn es nur 25 Prozent sind, die angeben, den Begriff zu kennen, aber nicht genau zu wissen, was Genossenschaften sind, und 10 Prozent den Begriff noch nie gehört haben, ist es immer noch mehr als ein Drittel der Gesellschaft, die wir versuchen müssen, zu erreichen. Gerade auch, weil es vor allem die Jüngeren sind, bei denen wir einen erhöhten Informationsbedarf sehen“, so Rega. In der Gruppe der 18- bis 34-Jährigen haben 19 Prozent den Begriff noch nie gehört und 27 Prozent kennen zwar den Begriff, sind sich aber unsicher, wofür Genossenschaften stehen.

Antworten, Informationen und Eindrücke für junge Menschen, wofür Genossenschaften stehen, bieten Schülergenossenschaften. Schülergenossenschaften sind von Schülerinnen und Schülern eigenverantwortlich geführte Schülerunternehmen in der Form einer Genossenschaft. Bundesweit gibt es mehr als 180 Schülergenossenschaften. Im Rahmen der Rechtsform einer Genossenschaft erarbeiten sie eigene Geschäftsideen, Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe, schreiben den Businessplan und entwickeln die Satzung ihrer Genossenschaft. Darüber hinaus entwickeln sie Produkte und/oder Dienstleistungen, die sowohl schulintern als auch außerhalb der Schule vertrieben werden können. Der Genossenschaftsverband prüft jedes Jahr die Bücher der Schülergenossenschaften, die Volksbanken Raiffeisenbanken stehen als Partnergenossenschaften mit Rat und Tat zur Seite.

Studiendesign: Die Umfrage basiert auf Online-Interviews mit Teilnehmer*innen des YouGov Panel Deutschland. Die Befragung wurde vom 01.01.2022 – 05.01.2022 durchgeführt. Befragt wurde eine Stichprobe von n=2.043 Deutschen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Der Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V. vertritt die Interessen von rund 2.600 Mitgliedsunternehmen in 14 Bundesländern, die zusammen rund acht Millionen Mitglieder haben. Zudem ist er für seine Mitgliedsgenossenschaften Prüfungs- und Beratungsverband sowie Bildungsträger. Als moderner Dienstleister betreut der Verband Unternehmen aus den Bereichen Kreditwirtschaft, Landwirtschaft, Handel, Gewerbe und Dienstleistungen sowie Energie, Versorgung und Immobilien. Der Genossenschaftsverband hat Verwaltungssitze in Neu-Isenburg, Düsseldorf und Hannover. Dazu kommen die Standorte in Baunatal, Berlin, Forsbach, Leipzig, Münster, Rendsburg und Schwerin.

Ansprechpartner
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Bereich Kommunikation & Change
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