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Volksbanken und Raiffeisenbanken sind auch im Corona-Krisenjahr 2020 Garanten für regionale Wertschöpfung

Pressemitteilungen | Veröffentlicht am 19.02.2021

Im Geschäftsjahr 2020 ist das Kreditvolumen der 349 Volksbanken und Raiffeisenbanken in den 14 Bundesländern des Verbandsgebiets unverändert dynamisch um 6,4 Prozent auf 332,9 Milliarden Euro gewachsen. Vor dem Hintergrund des Sprungs der Sparquote auf 16 Prozent sind die Einlagen um 8,9 Prozent auf 384,9 Milliarden Euro gestiegen.

Frankfurt. Für Ingmar Rega, Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen, haben die Kreditgenossenschaften im Krisenjahr „einen entscheidenden Beitrag für funktionsfähige regionale Wertschöpfungskreisläufe geleistet. Auch in diesen unsicheren Zeiten begleiten die Volksbanken und Raiffeisenbanken ihre Privat- und Firmenkunden nach wie vor intensiv“.

Durch das Wachstum im Kundengeschäft springt die Bilanzsumme im Verbandsgebiet um 10,6 Prozent nach oben: Sie beträgt jetzt 535,8 Milliarden Euro. Nach elf Fusionen steigt die durchschnittliche Bilanzsumme von 1,3 Milliarden Euro auf 1,5 Milliarden Euro. Trotz des gegenüber den Vorjahren etwas verlangsamten Fusionstempos sieht Rega keine Trendwende: „Die Treiber der Strukturveränderung wirken unverändert fort: Das sind die stetig voranschreitende, zunehmend international geprägte Regulatorik, die Negativzinsen in Verbindung mit den wegen Corona fortgeführten EZB-Anleihekäufen und die umfangreichen Investitionen in die Digitalisierung.“ Bei der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells als Antwort auf die digitale Transformation werde der differenzierte Zuschnitt auf die Mitglieder und regionalen Märkte das Alleinstellungsmerkmal der Volksbanken und Raiffeisenbanken bleiben.

Einlagenzustrom: Sicherer Hafen in stürmischen Zeiten

Der Einlagenzustrom in 2020 wird gespeist von täglich fälligen Geldern: Diese steigen um über 14 Prozent auf 280 Milliarden Euro. Ihr Anteil an den gesamten Einlagen legt um mehr als drei Prozentpunkte von 69,4 Prozent auf 72,7 Prozent zu. Ingmar Rega: „In stürmischen Zeiten gehen die Menschen im sicheren Hafen ihrer Genossenschaftsbank vor Anker. Dieses ‚erst mal auf Nummer sicher gehen‘ erweist sich jedoch mit Blick auf einen effizienten Vermögensaufbau als Problem: Es werden immer höhere Geldvermögenanteile dauerhaft zwischengeparkt. Das ist keine Strategie für die Altersvorsorge. Sinnvolle Alternativen sind der Erwerb von Immobilien oder die freien Gelder in Aktien, Fonds oder Zertifikaten anzulegen.“ Corona habe die seit Jahren vorherrschende Tendenz zu abwartendem Verhalten nochmals verstärkt – diese lasse sich auch an den stattfindenden Beratungen ablesen.

Sichtbarkeit und persönliche Ansprechpartner*innen in der Region gehören zum Markenkern

In einer Umfrage des Genossenschaftsverbandes unter den Mitgliedsbanken geben mehr als ein Drittel der Bankvorstände an, Beratungen würden wegen Corona von den Kund*innen aufgeschoben[1], obwohl für Beratungen zunehmend auch andere Kanäle als Alternative zur Präsenz möglich sind: Die hybride Beratung und Betreuung, bei der Kund*innen situativ die vernetzten digitalen und digital-persönlichen Zugangswege nutzen, gewinnt nach Einschätzung von drei Vierteln der Bankvorstände an Bedeutung. Dabei wird der Video-Kanal für Beratungen, aber auch für klassische Servicefunktionen immer wichtiger. „Die Zukunft ist persönlich und digital“, betont der Vorstandsvorsitzende des Genossenschaftsverbandes. „Vor allem wenn es um große Finanzierungsfragen – wie die Umsetzung des Baus der eigenen vier Wände oder ganz aktuell die finanzielle Hilfe in der Pandemie – geht, wollen Menschen eine persönliche Beratung vor Ort haben. Vor allem über Beratungszentren bleiben die Volksbanken und Raiffeisenbanken in der Fläche präsent. Die Sichtbarkeit und persönliche Ansprechpartner*innen in der Region gehören auch im digitalen Zeitalter zu ihrem Markenkern.“

Gewerbliche- und Immobilienfinanzierungen wachsen erneut überdurchschnittlich

Die gewerblichen Finanzierungen sind mit dem gleichen Wert wie im Vorjahr erneut überdurchschnittlich um 6,7 Prozent gewachsen. „Die Volksbanken und Raiffeisenbanken erfüllen ihren Kernauftrag: die Förderung ihrer Mitglieder – gerade auch in der Corona-Pandemie“, unterstreicht Siegfried Mehring, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes. „Die Firmenkunden haben in der Vergangenheit solide gewirtschaftet und können, wenn nötig, von Rücklagen zehren, ohne gleich in eine Schieflage zu geraten.“ Beim in der Umfrage des Genossenschaftsverbandes erhobenen Ausblick auf die Entwicklung des Firmenkundengeschäfts für das laufende Jahr überwiegt eindeutig der Optimismus: 58 Prozent der Vorstände der Mitgliedsbanken gehen von einem gleichbleibend hohen Wachstum aus wie 2020, 18 Prozent erwarten sogar ein höheres Wachstum. Gar kein Wachstum befürchten lediglich drei Prozent.

Auf dem Markt für Wohnimmobilien hat die Pandemie durch die Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung bislang kaum Bremsspuren hinterlassen: Die privaten Immobilienfinanzierungen waren demnach bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken im Verbandsgebiet auch 2020 mit einem Plus von 7,7 Prozent stärkster Wachstumstreiber. Der Anteil der privaten Baufinanzierungen am gesamten Kreditvolumen liegt inzwischen bei 34 Prozent. „Die Nachfrage wird wegen der niedrigen Zinsen weiter hoch bleiben“, prognostiziert Mehring.

Betriebsergebnis trotz Margendruck mit Plus

Die Corona-Pandemie belegt in der Umfrage unter den Mitgliedsbanken nur einen Mittelplatz unter acht zur Auswahl gestellten unternehmenspolitischen Herausforderungen. Mit Abstand auf Platz 1 liegt das Niedrigzinsumfeld. 88 Prozent stufen seinen Einfluss als „sehr hoch“ ein, weitere 11 Prozent als „hoch“. „Die Negativzinsen wirken sich immer stärker auf die Bilanzen der Banken aus“, analysiert Siegfried Mehring. „Die durch die massiven Einlagenzuwächse entstehende Überschussliquidität stellt eine große betriebswirtschaftliche Herausforderung dar. Sie bei der Notenbank zu parken, kostet Strafzinsen. Sie anderweitig rentierlich und gleichzeitig sicher anzulegen, wird immer schwieriger.“

Das Betriebsergebnis vor Bewertung in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme ist weiter rückläufig von 0,85 Prozent auf 0,79 Prozent. In absoluten Zahlen dagegen resultiert dank des Wachstums im Kundengeschäft ein Plus von 115 Millionen Euro auf 4,2 Milliarden Euro. „Die Volksbanken und Raiffeisenbanken zeichnen sich im hart umkämpften deutschen Markt durch ihre Ertragsstärke aus. Sie sind so robust, dass sie die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie gut bewältigen können. Die Eigenkapitalposition haben sie schon seit geraumer Zeit deutlich gestärkt und verfügen über ein sehr leistungsfähiges Risikomanagement. Auf diesem Fundament fußt die Zuversicht, 2021 gerade auch im Kreditgeschäft weiter wachsen zu können“, zieht Siegfried Mehring ein Fazit des Geschäftsjahrs.

Nachhaltigkeit immer wichtiger

Zunehmenden Stellenwert quer durch alle Handlungsfelder der Volksbanken und Raiffeisenbanken genießt die Nachhaltigkeit. Dass diese immer wichtiger für die Anlageentscheidungen der Kund*innen wird, bestätigen in der Umfrage des Genossenschaftsverbandes fast drei Viertel der Vorstände. 45 Prozent geben an, dass dieses Thema auch zunehmend in die Bonitätsbeurteilung von Kreditnehmer*innen einfließt. Die Finanzierung und Begleitung ihrer Firmenkunden bei der Transformation der wirtschaftlichen Aktivitäten zu mehr Nachhaltigkeit wird der Umfrage zufolge in den nächsten 3 bis5 Jahren einen Schub erfahren: Knapp 70 Prozent der Vorstände sagen bis dahin eine hohe oder sehr hohe Bedeutung voraus, für die Gegenwart sehen das immerhin schon 13 Prozent so. „Gerade Genossenschaftsbanken haben ein Interesse, möglichst alle Unternehmen auf dem Weg der Nachhaltigkeitstransformation mitzunehmen“, betont Mehring. „Die Politik muss dabei unterstützen, dass kleinere Banken und ihre Firmenkunden dabei nicht bürokratisch überfordert werden.“


[1] Quelle: Umfrage 29. Januar bis 12. Februar 2021 – 318 teilnehmende Vorstände der Mitgliedsbanken

Ansprechpartner
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Pressesprecher Banken
Dr. Volker Hetterich
Bereich Kommunikation & Change
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