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Volksbanken und Raiffeisenbanken in Rheinland-Pfalz bleiben Eckpfeiler der Spar- und Vorsorgekultur

Mainz, 17.03.2017 – Die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Rheinland-Pfalz bleiben ein begehrter Geschäftspartner für Anleger und Kreditnehmer: Mit einem Anstieg der Einlagen um 5,9 % auf 24,4 Mrd. Euro und den Krediten um 4,8 % auf 22,4 Mrd. Euro sind die Kreditgenossenschaften ein Garant für die wirtschaftliche Dynamik im Bundesland. Das betreute Kundenvolumen unter Einbeziehung des Vermittlungsgeschäfts an Unternehmen der genossenschaftlichen FinanzGruppe wie der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der Fondsgesellschaft Union Investment oder der R+V Versicherung stieg im vergangenen Jahr um 5,8 % auf nunmehr 64,1 Mrd. Euro. Dank der Zuwächse konnten die Banken auch ihre Erträge trotz Margendruck noch steigern: Das Betriebsergebnis legte um 5 Mio. Euro auf 325 Mio. Euro zu.

„Die Dynamik im Kundengeschäft ist ein deutliches Signal, dass das solide Geschäftsmodell der Volksbanken und Raiffeisenbanken unverändert sehr attraktiv ist. Die Kreditgenossenschaften punkten durch ihre umfassende Beratung, ihre regionale Ausrichtung sowie einem hohen Qualitäts- und Serviceversprechen“, sagt Horst Kessel, Vorstandsmitglied des Genossenschaftsverbands. Neben den steigenden Volumina bei Einlagen und Krediten macht sich das auch an weiteren Daten bemerkbar: Das Eigenkapital legt mit 7,3 % auf 2,9 Mrd. Euro deutlich zu. Die Bilanzsumme der 30 Mitgliedsbanken des Genossenschaftsverbands in Rheinland-Pfalz wächst zudem um 1,4 Mrd. Euro auf nunmehr 31,9 Mrd. Euro, die durchschnittliche Bilanzsumme beträgt nun knapp 1,1 Mrd. Euro.

Auf der Einlagenseite dominieren die Sichteinlagen

Ein starkes Wachstum verzeichneten die Banken bei den Einlagen: 1,4 Mrd. Euro kamen im vergangenen Jahr hinzu. Dabei nehmen die täglich verfügbaren Sichteinlagen einen immer höheren Anteil ein. Mit einem Plus von 9,9 % auf 16,4 Mrd. Euro sind inzwischen zwei Drittel in einer solchen durch die historisch niedrigen Zinsen kaum bis gar nicht verzinsten Anlageform gebunden. Dabei ist die Situation paradox: „Durch das niedrige Zinsniveau sind längerfristige Anlagen für die Bankkunden wenig attraktiv. Sichteinlagen wiederum stellen gerade durch die wieder anziehende Inflation sogar einen Vermögensverlust dar“, sagt Kessel. So drohe die aktuelle Zinspolitik der EZB die eigentlich für die Altersvorsorge dringend wichtige Sparkultur zu untergraben. „Die Beratung durch die Kreditgenossenschaften wird daher immer wichtiger. Als Verbund sind wir hervorragend aufgestellt, um Alternativen entsprechend der jeweiligen Bedarfssituation aufzuzeigen“, sagt Kessel. Dabei zeigt sich schon ein Wachstumstrend: Mit einem Anstieg um 4,9 % nahm das an die Verbundgruppen vermittelte Anlagengeschäft zu. Allein die Kurswerte an die Fondsgesellschaft Union Investment vermittelter Anlagen stiegen um 6,2 %.

Kredite kurbeln Wirtschaftsleistung an

Bei den vermittelten Krediten legten vor allem die Bauspardarlehen an die Bausparkasse Schwäbisch Hall zu. Sie stiegen um rund ein Zehntel auf 1,7 Mrd. Euro. Zusammen mit den Immobilienkrediten der Banken an Privatkunden, die um 4,1 % auf 10,4 Mrd. Euro wuchsen, zeigt sich, wie sehr die Volksbanken und Raiffeisenbanken ihren Kunden dem Wunsch nach einem Eigenheim nachkommen. Dabei ist eine sorgfältige Kreditwürdigkeitsprüfung aber selbstverständlich, um eine Überforderung der Kreditnehmer zu vermeiden. Immerhin 37 % der Banken sehen laut einer Umfrage des Genossenschaftsverbands in seinem gesamten Verbandsgebiet, das 13 Bundesländer umfasst, bei anhaltend niedrigen Zinsen für ihren regionalen Markt die Gefahr einer Blasenbildung.

Dass die Wohnungswirtschaft ein wesentlicher Treiber von Krediten ist, belegt auch das gewerbliche Kreditgeschäft. Die Kredite an Wohnungsunternehmen legten um 15 % auf 1,4 Mrd. Euro zu. Daneben profitierte vor allem der Maschinen- und Fahrzeugbau von ausgegebenen Krediten. Das Volumen stieg hier um 15,7 % auf 149,4 Mio. Euro. Gewerbliche Kredite legten mit 4,7 % noch stärker zu als Privatkredite (+3,2 %). Insgesamt nahmen vor allem Kredite mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren zu. Sie machen mit 19,1 Mrd. Euro den überwiegenden Anteil der Kreditvergabe aus (85,4 %).

Ertragskraft bleibt trotz Margendruck stabil

Die EZB-Politik der Negativzinsen bedeutet für die Volksbanken und Raiffeisenbanken eine immer größere Herausforderung. In der Umfrage des Genossenschaftsverbands haben die Banken das Niedrigzinsumfeld als wichtigsten Einflussfaktor auf die Unternehmenspolitik genannt, gefolgt von Bankenregulierung und Digitalisierung. Das Betriebsergebnis der 30 Banken legt dank des erfolgreichen Kundengeschäfts trotzdem noch leicht um 5 Mio. Euro auf 325 Mio. Euro zu, das sind 1,02 % der durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS) der Banken. „Auch in der für Banken schwierigen Phase zeigt sich, wie stabil die Volksbanken und Raiffeisenbanken sind“, sagt Kessel. Die Eigenkapitalquote steigt von 8,8 % auf 9,1 %.

Volksbanken und Raiffeisenbanken bieten flächendeckende Versorgung mit Finanzdienstleistungen

Aktuell sind die 30 Kreditgenossenschaften in Rheinland-Pfalz mit 448 Filialen, 195 SB-Stellen und 775 Geldautomaten überall in der Nähe ihrer Kunden vertreten. Dazu kommen zahlreiche digitale Angebote wie Internetbanking. Ihre 1,5 Mio. Kunden unterhalten dabei mehr als 2,7 Mio. Konten.

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