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Genossenschaftsverband zur staatlichen Dürrehilfe: Überzeichnung macht zusätzliche Dotierung erforderlich

Pressemitteilungen | Veröffentlicht am 12.12.2018

(c) Uwe Aufderheide

Berlin. Auf große Resonanz ist bei den landwirtschaftlichen Betrieben in den ostdeutschen Bundesländern die Dürrehilfe von Bund und Ländern gestoßen. Durch staatliche Hilfszahlungen sollen die existenzbedrohenden Folgen der extremen Dürre 2018 gemindert werden. Insgesamt 2.549 Anträge sind in den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt bis zum Ablauf der Antragsfristen eingegangen. Wie der Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. mitteilt, haben darunter über 300 Agrargenossenschaften Dürrehilfe beantragt.

Die große Nachfrage und der erhebliche bürokratische Aufwand führte sogar zu einer Verlängerung der Antragsfrist in den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen. Die letzte Antragsfrist endete am 10. Dezember 2018 in Sachsen. Trotz des nicht nachvollziehbaren bürokratischen Aufwands bei der Antragsstellung ist es teilweise zu einer deutlichen Überzeichnung der Hilfsprogramme gekommen.

„Angesichts der Überzeichnung sehen wir die Gefahr, dass nun die staatlichen Dürrehilfen ihre Intention verfehlen. Was wir nicht erleben dürfen, ist eine restriktive Prüfung der Anträge bis die Ansprüche den zur Verfügung stehenden Hilfen entsprechen“, fordert Vorstandsvorsitzender Ralf W. Barkey für den Genossenschaftsverband – Verband der Regionen und seine knapp 600 Agrargenossenschaften. Hinter ihnen stehen rund 24.000 Mitglieder und über 15.000 Beschäftigte. Die Schadenshöhe bei den Agrargenossenschaften ist ist beachtlich. Die Spannweite erstreckt sich zwischen mehreren tausend Euro und 1,5 Millionen Euro.

Mit Blick auf das bevorstehende Ende des Haushaltsjahres fordert Barkey, dass den landwirtschaftlichen Betrieben in den betroffenen Regionen schnell und unbürokratisch zunächst wenigstens ein Abschlag von mindestens 50 Prozent ausgezahlt wird. Um die restlichen Ansprüche zu erfüllen, sollte dann im kommenden Jahr die Hilfe im erforderlichen Umfang aufgestockt werden. Auch Mittelumschichtungen aus anderen Bundesländern, in denen Hilfsleistungen nicht komplett abgerufen wurden, könnten einen Weg darstellen.

Ansprechpartner
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Asmus Schütt
Bereich Kommunikation & Change
Bereichsleiter
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