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Genossenschaftsverband – Verband der Regionen stärkt Mitglieder und baut Angebot aus

Hannover. Beim ersten Verbandstag nach der Fusion präsentiert sich der Genossenschaftsverband – Verband der Regionen in Hannover als moderner, leistungsfähiger und regionaler Dienstleister. So entwickelt der Verband das Spezialistentum in seinen Bereichen und Tochterunternehmen weiter. 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten bereits in Themenfeldern wie IT und Bankenaufsichtsrecht für die Mitgliedsbanken. Auch auf anderen Feldern wird Expertenwissen aufgebaut, wie bei den Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

„Diese erste Etappe war geprägt von der Identifikation der Interessen unserer Mitglieder, der Neuorganisation des Verbandes, der Etablierung erster neuer Dienstleistungen sowie der Weichenstellung für das weitere Zusammenwachsen“, sagte Vorstandsvorsitzender Ralf W. Barkey am heutigen Mittwoch im HCC. In der zweiten Etappe gehe es nun um das breite Entwickeln neuer Leistungen und das umfassende Heben der Fusionssynergien, hob Barkey hervor. Als Best-Practice-Regionalverband werde der Verband die Mitglieder durch Leistung überzeugen.

Interessenvertretung mit ersten Erfolgen

Gestärkt hat der Verband auch die Interessenvertretung seiner rund 2.800 Mitglieder. Zusammen mit weiteren intensivierten Anstrengungen der gesamten genossenschaftlichen Familie sorgt sie dafür, dass Genossenschaften in der Politik an Bedeutung gewinnen. Im Berliner Koalitionsvertrag haben CDU/CSU und SPD Genossenschaften als nachhaltige und krisenfeste Unternehmensform genannt, die gestärkt werden sollen.

Trotzdem fehlt es noch an Rahmenbedingungen, damit die Genossenschaften ihre Potenziale auch entfalten können: So mangelt es an Förderinstrumenten, insbesondere bei Neugründungen. Bei den Kreditgenossenschaften reichen zudem aktuelle Vorschläge zur Entlastung kleiner Banken noch nicht aus, um den regulatorisch bedingten Konzentrationstrend zu stoppen. Der Verband fordert deshalb ein Moratorium für neue Meldepflichten bei kleinen Banken. Insbesondere in der Einführungsphase entstehen kleinen Kreditinstituten überproportional hohe Kosten.

Auch eine Diskriminierung der Agrargenossenschaften wie bei den Direktzahlungen oder bei der Förderung von Junglandwirten prangerte Barkey an. Dazu kommen neue Pläne im Zuge der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP): „Eine betriebsgrößenabhängige Kappung oder Förderobergrenzen würde sie als Mehrfamilienbetriebe diskriminieren. Das wäre Gift für die Entwicklung der ländlichen Räume in den strukturschwachen Regionen Ostdeutschlands“, sagte Barkey.

Umsätze steigen in fast allen Branchen

Die rund 2.800 Mitglieder des 14 Bundesländer umfassenden Genossenschaftsverbands blicken trotz der Herausforderungen auf ein insgesamt erfolgreiches Jahr zurück: 2017 steigerten die 402 Kreditgenossenschaften ihr Kreditgeschäft erneut deutlich und gewannen bei mittelständischen Firmenkunden weitere Marktanteile. Die 473 landwirtschaftlichen Genossenschaften haben im Jahr 2017 einen Umsatz von 18,3 Milliarden Euro erwirtschaftet, das ist ein Plus von zwölf Prozent. Gewerbliche Genossenschaften steigerten ihre Umsätze um rund eine Milliarde Euro auf 26,2 Milliarden Euro. Auch die Energie-, Immobilien- und Versorgungsgenossenschaften blieben erfolgreich. Rund 50 Prozent der erneuerbaren Energie in Deutschland wird von Unternehmen in Bürgerhand erzeugt, darunter sind zahlreiche Genossenschaften. Umsatzeinbußen hatten hingegen die 554 Agrargenossenschaften um gut 200 Millionen Euro auf 1,4 Milliarden Euro zu verkraften.

Video: #wasunsverbindet - Stimmen der Fachratsvorsitzenden zum Verbandstag 2018

Video: „Wir sind stärker, wenn wir gemeinsam stehen“ – Gäste aus Wirtschaft, Presse und Politik über die Bedeutung von Genossenschaften für Deutschland und Europa

Ansprechpartner
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Asmus Schütt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Politische Interessenvertretung
Bereichsleiter
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