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Dürrehilfe: „Wir brauchen jetzt konkrete Zusagen“

Berlin/Hannover. Bund und Länder beraten heute über Soforthilfen für von der Dürre geschädigte Landwirte. Für den Genossenschaftsverband – Verband der Regionen ist es dabei wichtig, dass betroffene Betriebe jetzt schnell Klarheit und Unterstützung bekommen. „Um gegen Ernteausfälle dieser Art besser gewappnet zu sein, braucht es aber auch langfristige Maßnahmen“, sagt Vorstandsvorsitzender Ralf W. Barkey. Dazu zählen Risikomanagement und steuerfreie Rücklagen, mehr spezifische Forschung, besserer Klimaschutz und Futtermittelbörsen. Der Genossenschaftsverband habe bereits vor Wochen eine Online-Futtermittelbörse gestartet, damit Mitglieder untereinander schnell zusammenfinden und sich helfen gegenseitig helfen können.

Für die Landwirte und ihre Betriebe im Verbandsgebiet des Genossenschaftsverbandes ist die Situation sehr angespannt. Insbesondere in Norddeutschland ist sie katastrophal. Bei den Marktfrüchten, vor allem Getreide und Raps, bewegen sich die Ernteausfälle nach Informationen der Agrarexperten des Verbandes zwischen 20 Prozent und Totalverlust.

Ein weiteres Problem ist der Mangel an Grobfuttermitteln wie Mais und Gras. Teilweise müssen viehhaltende Betriebe ihre Bestände reduzieren, um ihre Existenz zu sichern. Kraftfutter kann man zukaufen, fehlendes Grobfutter aufgrund der Erntesituation wesentlich schlechter. Dieses Problem wird auch mit Soforthilfen nicht gelöst.

„In der Politik haben alle die ausgesprochen schwierige Lage erkannt und wollen helfen. Wir brauchen jetzt konkrete Zusagen“, macht Barkey für die mehr als 1.000 in der Landwirtschaft tätigen Mitgliedsgenossenschaften des Genossenschaftsverbandes deutlich. Hinter ihnen stehen rund 133.000 Mitglieder und über 33.500 Beschäftigte. Die Wahrscheinlichkeit für extreme Wetterperioden nimmt mit dem Klimawandel zu. Die Ankündigung der Bundeslandwirtschaftsministerin, die Entscheidung über ein Hilfspaket erst nach der Bewertung der Dürreschäden vorzunehmen, ist nachvollziehbar. Aus den Ländern liegen die erforderlichen Daten vor, sodass keinen Grund gibt zu warten.

In der öffentlichen Diskussion entsteht teilweise der Eindruck, dass jeder Landwirt automatisch an den Dürrehilfen partizipiert. In der Vergangenheit mussten die Betriebe in genau definierten Antragsverfahren einen durch Dürre bedingten Verlust im Vergleich zu den Vorjahren von über 30 Prozent nachweisen, um Mittel zu bekommen. Von den nachgewiesenen Einbußen wurden dann 80 Prozent erstattet. Mit einer ähnlichen Vorgehensweise sei auch diesmal zu rechnen. „Von einer Pauschalhilfe für Landwirte oder einem Gießkannenprinzip kann nicht die Rede sein“, so Barkey.


Was hilft Landwirten nach der langanhaltenden Trockenheit?

  • Kurzfristige Soforthilfeprogramme, wie sie jetzt in Brandenburg angelaufen, kompensieren Einnahmeausfälle und federn Preissteigerungen ab.
  • Stundung von Steuern und Reduzierung von Steuervorauszahlungen sichert die kurzfristige Liquidität.
  • Futtermittelbörsen etablierter Organisationen


Was hilft, um sich langfristig auf Wetterextreme vorzubereiten?

  • Die Vorbereitung auf Extremsituationen muss insgesamt deutlich mehr Beachtung finden.
  • Steuerfreie Risikorücklage
  • Risikomanagement über Versicherungslösungen
  • Vermehrte Forschungsaktivitäten zu alternativen Fruchtarten und Fruchtfolgen


Hintergrundinformationen

Im Genossenschaftsverband sind 473 Landwirtschaftliche Waren- und Dienstleistungs-Genossenschaften und 554 Agrargenossenschaften organisiert. Erste sind vornehmlich in den alten Bundesländern aktiv, letztere überwiegend in den neuen. Agrargenossenschaften sind Zusammenschlüsse von Landwirten und bäuerlichen Familien. Mit ihrer besonderen Struktur als Mehrfamilienbetriebe stehen sie wie keine andere landwirtschaftliche Betriebsform für Wertschöpfung in der Region, um die Landwirtschaft gemeinsam zu betreiben und die Marktposition zu stärken.

Ansprechpartner
Contact
Asmus Schütt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Politische Interessenvertretung
Bereichsleiter
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