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Agrargenossenschaften stark von Ukraine-Krieg betroffen

Newsroom | Veröffentlicht am 25.03.2022

Aktuelle Umfrage vom Genossenschaftsverband – Verband der Regionen: 82 Prozent der Befragten gegen Flächenstilllegungen und für staatliche Hilfen

Der Ukraine-Krieg wirkt sich wirtschaftlich in erheblichem Maße auf die Agrargenossenschaften aus. Das bestätigt eine aktuelle Umfrage vom Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V. bei seinen Mitgliedsunternehmen. 60,7 Prozent der Agrargenossenschaften sind demnach „sehr stark“ bzw. „stark betroffen“. Weitere 31,8 Prozent ordnen sich als „betroffen“ ein. Gründe sind vor allem die drastisch steigenden Preise für Dünge- und Futtermittel sowie für Energie und Kraftstoffe.

„Die große Resonanz aus dem Kreis unserer Agrargenossenschaften auf die kurzfristig von uns durchgeführte Umfrage zeigt die Sorge über die noch nicht absehbaren Folgen des Ukraine-Kriegs und die deutliche Forderung, die Ernährungssicherung und die sicherheitspolitische Relevanz der Landwirtschaft nunmehr deutlich in den Fokus der Politik zu rücken“, erklärte Marco Schulz, Vorstandsmitglied beim Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V. „Politische Korrekturen in der Agrarpolitik sind notwendig. Die Landwirtschaft ist Grundlage unserer Versorgungssicherheit und Teil einer aktiven Friedenspolitik über Grenzen hinweg“, so Marco Schulz weiter.

Mit Blick auf das politische Ziel, die Ernährungssicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, fordern die Agrargenossenschaften deutlich eine Veränderung der Agrarpolitik. So sprachen sich 82 Prozent der Befragten dafür aus, die geplante Stilllegung von landwirtschaftlichen Flächen von vier Prozent im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2023 auszusetzen. Diese Flächen müssten nach dem Ausfall von Exporten aus der Ukraine und Russland und den massiv gestörten Lieferketten in vielen Bereichen für die Produktion von Lebensmitteln genutzt werden.

Eine klare Forderung haben die Agrargenossenschaften zur Frage, wie die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs finanziell für die Agrargenossenschaften abgefedert werden können. 82 Prozent der Befragten sehen hier die Politik in der Pflicht. Hier könnten und sollten die EU und die nationalen Regierungen dem Agrarsektor weitere Hilfen zukommen lassen. „Wir sehen in dem Maßnahmenpaket des BMEL guten Willen, haben aber vor dem Hintergrund des Ziels der globalen Ernährungssicherung auf der einen Seite und den enorm gestiegenen Preisen für Kraftstoffe, Futtermittel und Energie die Sorge, dass die Anstrengungen unzureichend sind“, so Schulz in einer ersten Bewertung.

Bereits jetzt hat der Ukraine-Krieg erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftspolitik in den Agrargenossenschaften. So haben rund zwei Drittel (66,3 Prozent) bereits Konsequenzen gezogen. Das betrifft vor allem die Zurückstellung von Investitionen (74,6 Prozent) und die Versuche, neue Bezugsquellen zu erschließen. In den wenigen Bereichen, in denen die Agrargenossenschaften auf die Preise Einfluss nehmen können (z. B. Direktvermarktung), haben 67,8 Prozent diese bereits angepasst (45,8 Prozent).

Überwältigend groß (86,5 Prozent) ist bei den Agrargenossenschaften die Bereitschaft, den geflüchteten Menschen zu helfen. Neben Spenden ist das vor allem das Angebot von Arbeitsplätzen für Geflüchtete aus der Ukraine.

Die Ergebnisse der Umfrage stehen Ihnen in nachfolgenden Dateien zum download bereit.

Im Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V. sind über 60 Prozent der ostdeutschen Agrargenossenschaften organisiert. 35.000 landwirtschaftliche Mitglieder sind als Mitunternehmer in den Genossenschaften aktiv. Die Agrargenossenschaften bewirtschaften mit insgesamt 1,4 Millionen Hektar ca. 25 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Ostdeutschland und beschäftigen rund 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darüber hinaus fühlen sich die Unternehmen auch für den Nachwuchs verantwortlich. Agrargenossenschaften bilden etwa 3.000 Auszubildende jährlich aus. Das entspricht rund 27 Prozent der Ausbildungsplätze für Land- und Tierwirte in der gesamten Bundesrepublik.

Ansprechpartner
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Dr. Andreas Eisen
Beratung und Betreuung Genossenschaften
Bereichsleiter
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Pressesprecher Landwirtschaft & Agrar
Hans-Peter Leimbach
Bereich Kommunikation & Change
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