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Nordrhein-Westfalen verlängert Kooperationsvereinbarung für das Projekt Schülergenossenschaften

Politische Positionen | Veröffentlicht am 06.05.2021

Die Unterzeichner der Kooperationsvereinbarung des Projektes Schülergenossenschaften (v. rechts) Matthias Heidmeier, Hauptgeschäftsführer Westdeutscher Handwerkskammertag, Peter Götz, Vorstand des Genossenschaftsverbandes - Verband der Regionen e.V., NRW-Ministerin Yvonne Gebauer und Hans Hund (links außen), Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertages. Mit dabei: Heidi Krist und Linus Zeppenfeld von der Schülergenossenschaft Keppels Früchtchen.

Düsseldorf. Das Land Nordrhein-Westfalen will auch zukünftig Schülergenossenschaften unterstützen und für ihre Gründung werben. Eine entsprechende Vereinbarung haben heute Yvonne Gebauer MdL, nordrhein-westfälische Ministerin für Schule und Bildung, Peter Götz, Vorstandsmitglied des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen e.V., sowie Präsident Hans Hund und Hauptgeschäftsführer Matthias Heidmeier vom Westdeutschen Handwerkskammertag unterschrieben. Damit wird die erfolgreiche Kooperation für das Projekt „Schülergenossenschaften: nachhaltig wirtschaften – solidarisch handeln“ bis Februar 2023 verlängert. Stellvertretend für die Schülergenossenschaften in ganz Nordrhein-Westfalen waren zwei Jugendliche von Keppels Früchtchen eSG aus Hilchenbach bei der Unterzeichnung dabei.

Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer erklärte: „In Schülergenossenschaften lernen junge Menschen, gemeinschaftlich, eigenverantwortlich, eigeninitiativ und innovativ zu wirtschaften. Dies sind grundlegende Kompetenzen für das Berufsleben und insbesondere auch für das selbstbestimmte und verantwortliche demokratische Handeln in unserer Gesellschaft. Es ist faszinierend, welch tolle, kreative Projekte Schülergenossenschaften auf die Beine stellen. Das reicht von der Internetplattform bis zu recycelten modischen Accessoires. Ein Grund mehr, die Unterstützung und Förderung der Schülergenossenschaften weiter fortzusetzen.“

Bis Ende 2020 konnten rund 100 Schülergenossenschaften mit Unterstützung des NRW-Ministeriums für Schule und Bildung gegründet werden. Die Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen bauen ihre Genossenschaft selbst auf und führen sie in Eigenverantwortung. Sie entwickeln im Rahmen dieser Schulprojekte eigene Geschäftsideen und Organisationsstrukturen. Ihre Produkte und Dienstleistungen bieten sie innerhalb wie außerhalb der Schulen an.

„Die Innovationsfreude der Schülergenossenschaften ist erstaunlich groß“, betonte Vorstandsmitglied Peter Götz vom Genossenschaftsverband – Verband der Regionen. „Die Geschäftsmodelle reichen vom Schulkiosk über die eigene Imkerei bis zum Verkauf von fair gehandelten Waren. Darüber hinaus sind Schülergenossenschaften nachhaltige Projekte, die auf viele Jahre und mehrere Schülergenerationen ausgerichtet sind.“ Als weitere Vorteile sieht der Verbandsvorstand: „Die jungen Menschen haben so die Möglichkeit, das solidarische und demokratische Unternehmensmodell Genossenschaft praktisch kennenzulernen und zu erproben. Außerdem lernen sie schon in jungen Jahren, wirtschaftlich und unternehmerisch zu denken und zu handeln.“

Der Westdeutsche Handwerkskammertag ist ebenfalls Partner des Projektes Schülergenossenschaften. Präsident Hans Hund stellte fest: „Gerade in der heutigen Zeit ist unser gemeinsames Projekt eine wunderbare Möglichkeit, junge Menschen an unternehmerisches und vor allem verantwortliches Handeln heranzuführen. Für mich ist das entscheidende Stichwort hierbei: Nachhaltigkeit. Damit sind Schülergenossenschaften genau das, was auch im Handwerk vielerorts gelebte Praxis ist. Nicht der kurzfristige Erfolg, sondern die Verantwortlichkeit des eigenen Handelns für Mensch, Umwelt und nachfolgende Generationen ist entscheidend. Als nordrhein-westfälisches Handwerk sind wir deshalb aus Überzeugung dabei.“

Der Genossenschaftsverband – Verband der Regionen ist Träger des Projektes, führt unter anderem die Gründungsprüfung durch und organisiert die jährliche Prüfung der Schülergenossenschaften. Vor Ort unterstützt jeweils eine Partnergenossenschaft wie eine Volksbank oder Raiffeisenbank oder auch eine Handwerksgenossenschaft vor allem bei wirtschaftlichen und genossenschaftlichen Fragen. Der Westdeutsche Handwerkskammertag ist als Projektpartner für die pädagogische Betreuung der Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer verantwortlich. Die dafür zuständige Lehrkraft wird vom Ministerium für Schule und Bildung abgeordnet. Sie berät unter anderem die Schulen, organisiert Gründungsworkshops und unterstützt bei schulischen Fragen im laufenden Geschäftsbetrieb.

Weitere Informationen: www.schuelergeno.de

Der Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V. vertritt die Interessen von rund 2.600 Mitgliedsunternehmen in 14 Bundesländern, die zusammen rund acht Millionen Mitglieder haben. Zudem ist er für seine Mitgliedsgenossenschaften Prüfungs- und Beratungsverband sowie Bildungsträger. Als moderner Dienstleister betreut der Verband Unternehmen aus den Bereichen Kreditwirtschaft, Landwirtschaft, Handel, Gewerbe und Dienstleistungen sowie Energie, Versorgung und Immobilien. Der Genossenschaftsverband hat Verwaltungssitze in Neu-Isenburg, Düsseldorf und Hannover. Dazu kommen die Standorte in Baunatal, Berlin, Forsbach, Leipzig, Münster, Rendsburg und Schwerin.

Der Westdeutsche Handwerkskammertag mit Sitz in Düsseldorf ist die gemeinsame Dachorganisation der nordrhein-westfälischen Handwerkskammern und versteht sich als deren Interessenvertreter zum Wohl des Handwerks. Der WHKT sieht sich als kritischer Partner der Landesregierung und bringt für die politische Meinungsbildung die Position des in der Regel inhabergeführten Mittelstands ein. Er versteht sich als Impulsgeber für Entwicklungsprozesse, um Handwerkskammern und Handwerksbetriebe zukunftssicher aufzustellen.

Ansprechpartner
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Stephanie Düker
Beratung und Betreuung Genossenschaften Münster/Düsseldorf
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Daniel Illerhaus
Bereich Kommunikation & Change
Abteilungsleiter Interessenvertretung und Events
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