Gremienräume

Unsere Gremienräume sind ein geschlossener Bereich, in dem wir für unsere Gremienmitglieder Unterlagen der Gremien – Verbandstag, Verbandsrat, Regionaltage, Fachräte und Arbeitsausschüsse – zur Verfügung stellen.

Zu den Gremienräumen

Mitgliederportal

Für die Fachvereinigungen:

  • Agrar
  • Gewerbe
  • Landwirtschaft
  • Energie, Immobilien und Versorgung

Unser Mitgliederportal ist ein geschlossener Bereich, in dem der Genossenschaftsverband den Mitgliedern der Fachvereinigungen Agrar, Gewerbe, Landwirtschaft sowie Energie, Immobilien und Versorgung Informationen und Anwendungen zur Verfügung stellt.

Zum Mitgliederportal

Mitgliederbereich

Für die Fachvereinigung:

  • Kredit

Der Mitgliederbereich für die Fachvereinigung Banken ist ein exklusiver Service für unsere Genossenschaftsbanken.

Gespräch mit Bundesjustizministerin Dr. Barley – Genossenschaften zu Gast in Berlin

Politische Positionen | Veröffentlicht am 18.03.2019

Die genossenschaftliche Idee ist aktueller denn je und trifft den heutigen Zeitgeist aus Nachhaltigkeit und Eigenverantwortung. Das war der einhellige Tenor der Diskussionsrunde mit Dr. Katarina Barley, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz und Mitgliedern des Genossenschaftsverbandes. Die Ministerin, selbst überzeugtes Genossenschaftsmitglied zeigte ihre große Wertschätzung für die genossenschaftlichen Unternehmer, die der Einladung nach Berlin gefolgt waren.

Neugründungen in Bereichen wie Gesundheit, Wohnen oder ländlicher Versorgung zeigen, dass Genossenschaften kreative Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen geben können. Die Vorstände der Genossenschaften mahnten jedoch, dass sie hierbei immer wieder an bürokratische Grenzen stoßen. Oftmals sei die Genossenschaft als Rechtsform einfach nicht berücksichtigt – sei es in der Förderlandschaft, bei Genehmigungsverfahren oder der zunehmenden Regulatorik. Die Genossenschaftsvertreter forderten mehr proportionale Maßstäbe anzulegen.

„Wir wünschen uns ein besseres Augenmaß von der Politik. Risikoarme Geschäftsmodelle, Unternehmen mit echter Bürgerbeteiligung müssen bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen entsprechend berücksichtigt werden“, so Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes. Ein Beispiel sei das Baukindergeld, das derzeit so angepasst wird, dass auch genossenschaftliche Projekte davon profitieren könnten. Denn gerade diese sind es, die in Städten und Ballungszentren neuen Wohnraum schaffen. Wohnungsgenossenschaften bieten ihren Mitgliedern gleichzeitig ein sicheres Umfeld im Immobilienmarkt. Denn insbesondere das Vertrauen in die Unternehmensform zeichnet Genossenschaften aus.

Dies unterstrich auch Ministerin Barley: "Genossenschaften sind werteorientierte Unternehmen, die nicht in erster Linie profitgesteuert agieren. Sie können nachhaltig die Probleme vor Ort lösen. Durch die entsprechende Rechtssetzung - z.B. mit dem Genossenschaftsgesetz - schaffen wir verlässliche Regelungen für die Genossenschaften".

Auch beim Thema Verbraucherschutz sprachen sie die Genossenschaftsvertreter für mehr Proportionalität aus. Ob bei Finanzprodukten, in der Landwirtschaft oder der gewerblichen Ware, durch faire Kriterien für alle Wirtschaftsteilnehmer müsse den risikoarmen Geschäftsmodellen der eG Rechnung getragen werden. So würden Agargenossenschaften bei der aktuellen Dürrehilfe zwar einerseits als Einzelunternehmen behandelt und hätten hierdurch einen besonders hohen Bürokratieaufwand bei der Antragstellung – andererseits würden sie auf europäischer Ebene als Großunternehmen betrachtet und seien so beispielsweise bei der Neugestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik benachteiligt. Hier müsse von Seiten der Politik entsprechend verhältnismäßig gehandelt werden.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass es sich lohne die Genossenschaft als nachhaltige und krisensichere Unternehmensform weiter bekannt zu machen und sich für ein stabiles politisches Umfeld einzusetzen. Die Ministerin zeigte sich begeistert von der genossenschaftlichen Vielfalt und lud die Mitgliedsgenossenschaften ein, in einem engen Dialog zu bleiben.

Ansprechpartner
Contact
Hannah Silberberg
Bereich Kommunikation & Change
Das könnte Sie auch interessieren: Alle anzeigen

GAP-Reform: Verbände fordern Nachbesserungen

Der Genossenschaftsverband – Verband der Regionen und der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) fordern erneut, die Agrargenossenschaften als Mehrfamilienbetriebe bei der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nicht zu benachteiligen. Ein Positionspapier mit den Forderungen zur Ausgestaltung der Direktzahlungen wurde nun an alle deutschen Eurobaabgeordneten im Agrarausschuss übersandt. weiterlesen

„Nachhaltigkeit ist im Geschäftsmodell der Genossenschaftsbanken verankert“

Die Rolle der Genossenschaftsbanken für krisenfeste, nachhaltige Wirtschaftsstrukturen – das war das Thema eines Impulsvortrages von Anne Mahler, Bereichsleiterin beim Genossenschaftsverband, bei einem Online-Forum des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Wir haben uns mit ihr über ihre Positionen unterhalten. weiterlesen

Politik-Update: Agrarstrukturelles Leitbild in Brandenburg: Besonderheiten der Agrargenossenschaften berücksichtigen und deren Potenziale stärken

Der Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V. unterstützt die Landesregierung in Brandenburg in ihrem Anliegen, nachteilige Entwicklungen für die Landwirtschaft abzuwehren und durch Unterstützung der Landwirtschaft regionale Wertschöpfung zu stärken. weiterlesen