14.02.2019

Dürrehilfe und Tierwohl: Betriebe besser unterstützen

„Genossenschaften sind zur Zusammenarbeit mit der Landespolitik zur Förderung ländlicher Raume bereit“, sagt Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen, im Gespräch mit Ursula Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, und Praktikern aus den Genossenschaften.

„Wie der heutige Termin zeigte, stehen unsere Mitglieder vor vielfältigen Herausforderungen wie der langfristigen Bewältigung der Dürreperiode und der Umsetzung neuer Anforderungen im Bereich Tierwohl. Es hat sich aber auch gezeigt, dass unsere Mitglieder zur Zusammenarbeit bereit sind. Denn eine gesunde und tragfähige Struktur ist Voraussetzung für die unternehmerischen Entfaltungsmöglichkeiten auch unserer in der Landwirtschaft und der im ländlichen Waren- und Dienstleistungsbereich tätigen Genossenschaften und ihren Mitgliedern.“ Dies betonte Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen, am Mittwoch, 13. Februar, im Gespräch mit Ursula Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, und Praktikern aus den Genossenschaften.

„Die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020 und Weichenstellungen für eine nachhaltige Nutztierhaltung sind aktuell die zwei zentralen Zukunftsthemen der Landwirtschaft. Die gemeinsame Agrarpolitik muss einfacher und effektiver werden, damit unsere Landwirtschaft für die Zukunft gut aufgestellt ist. Ziel ist es, die Landwirtschaft zukunftsfähig zu machen und dass Maßnahmen zur Stärkung des Umwelt-, Klima- und Tierschutzes honoriert werden. Hier sind wir auf die Unterstützung der Genossenschaften angewiesen“, sagte Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser.

Um nicht planbare und durch die Natur ausgelöste Extremsituationen wie die lang anhaltende Dürreperiode in 2018 oder eine mögliche Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland in den landwirtschaftlichen Betrieben besser abfedern zu können, sei von der Politik mehr konkrete Hilfestellung notwendig. „Den Betrieben müssen Maßnahmen an die Hand gegeben werden, mit denen sie sich in solchen Situationen selbst zu helfen wissen und dabei nicht auf staatliche Hilfen angewiesen sind“, forderte Barkey und nannte als eine Möglichkeit die Einführung einer Risikoausgleichsrücklage.

Nordrhein-Westfalens Landwirte haben in 2018 insgesamt 637 Anträge zum Ausgleich von Dürreschäden gestellt. Insgesamt fordern sie von der Landwirtschaftskammer rund 15,5 Millionen Euro. Neben staatlichen Hilfen ist auch der Genossenschaftsverband für seine Mitglieder aktiv geworden: Hierzu zählten eine unentgeltliche Unterstützung durch Agrarberatung, eine Ausweitung des Zahlungsziels für die Prüfungsgebühren und die Einrichtung einer Futtermittelbörse, erläuterte Barkey.

Neben der Dürre und ihren Hilfsmaßnahmen steht bei den in der Landwirtschaft tätigen Mitgliedsgenossenschaften aktuell vor allem das Tierwohl im Fokus. Die Fristverlängerung für die bisherige Praxis bei der Ferkelkastration von zwei Jahren müsse genutzt werden, um bei der Entwicklung der Lokalanästhesie voranzukommen, forderte Barkey.

Zum angekündigten Tierwohllabel des Bundeslandwirtschaftsministeriums erklärte Barkey: „Wir begrüßen den von Julia Klöckner geplanten freiwilligen Einstieg in die staatliche Tierwohlkennzeichnung.“ Tierwohl müsse allerdings nicht nur den Verbrauchern, sondern auch den Landwirten zugutekommen, hieß es vonseiten der Praktiker aus den Genossenschaften. Der Staat müsse den Bauern Sicherheit geben, speziell dann, wenn es um Investitionen im Stallbau gehe. Bei den amtlichen Futtermittelkontrollen müsse einer strukturellen Benachteiligung von Genossenschaften entgegengewirkt werden, lautete eine weitere Forderung aus dem Teilnehmerkreis.

Unsere Tweets (@GenoverbandL) zu der Veranstaltung:

Twitter (GenoverbandL) | 14.02.2019

Im Austausch mit NRW Landwirtschaftsministerin Heinen-Esser wurde gestern erneut deutlich: Unsere Mitglieder stehen vor vielfältigen Herausforderungen, sie sind aber zur Zusammenarbeit mit der Politik bereit. Mehr dazu auch in unserer aktuellen PM: https://t.co/coCpyT88aO https://t.co/CxidtdJ1t4

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Twitter (GenoverbandL) | 13.02.2019

Politik-trifft-Praxis geht nun zu Ende. Einhellige Meinung der Mitglieder: Ein konstruktiver Dialog zu aktuellen Themen der #Landwirtschaft #Genossenschaften, der fortgesetzt werden sollte. Darüber würden wir uns freuen & danken Ihnen Frau Ministerin @HeinenUlla für Ihren Besuch! https://t.co/0WvI4HYlDW

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Twitter (GenoverbandL) | 13.02.2019

Bei der Bewältigung unvorhergesehener Ereignisse wie #Dürre & #ASP wurde erneut deutlich, dass das Risikomanagement der Betriebe gestärkt werden muss. Hier unterstützen wir die Initiativen auf Bundesebene zur Einführung einer #Risikoausgleichsrücklage @GeroHocker @KirstenTackmann

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Twitter (GenoverbandL) | 13.02.2019

Bei der Entscheidung zur Verlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration herrscht Einigkeit: Die nun gewonnene Zeit muss genutzt werden! @HeinenUlla unterstreicht, für den vierten Weg braucht es eine Überprüfung der Gesetzesdefinition der vollständigen Schmerzausschaltung

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Twitter (GenoverbandL) | 13.02.2019

Unsere Teilnehmer interessieren sich auch für die aktuell diskutierte Novellierung der #Düngeverordnung. Bei Änderungen werden aus Sicht von Ministerin Heinen-Esser @HeinenUlla auch eine Anpassung der #Förderkulisse erforderlich. https://t.co/8HwWtSqmB3

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Twitter (GenoverbandL) | 13.02.2019

Das Thema #GAP greift Ralf W. Barkey dankend auf. Er unterstreicht die Bedeutung der #GAP2020 für unsere Mitglieder. #Mehrfamilienbetriebe #Agrargenossenschaften müssen auf EU-Ebene @EU_Commission endlich anerkannt und berücksichtigt werden! https://t.co/KS1DPafclR

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Twitter (GenoverbandL) | 13.02.2019

Ministerin @HeinenUlla @UmweltNRW hält ihr Eingangsstatement und äußert sich darin auch zur #GAP #GAP2020 Sie bedauert, dass die Verhandlungen in diesem Jahr voraussichtlich nicht abgeschlossen werden und spricht sich gegen Kürzungen der zweiten Säule der Agrarpolitik aus. https://t.co/AxS25rx6uG

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Twitter (GenoverbandL) | 13.02.2019

Ralf W. Barkey begrüßt nun offiziell die Ministerin @HeinenUlla und die teilnehmenden Mitglieder. Zu den heute zu diskutierenden Themen zählen u.a. Initiativen zum #Tierwohl & langfristige Maßnahmen zur Bewältigung unvorhergesehener Ereignisse wie #Dürre & #ASP https://t.co/Bqvum8b5UN

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Twitter (GenoverbandL) | 13.02.2019

Eine persönliche Begrüßung der Ministerin @HeinenUlla @UmweltNRW durch unseren Vorstandsvorsitzenden Ralf W. Barkey darf natürlich nicht fehlen! Vom Termin twittert @ElbuferH https://t.co/JWoSvHG2XA

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Twitter (GenoverbandL) | 13.02.2019

Wir freuen uns heute im Rahmen von #Politik-trifft-Praxis NRW Landwirtschaftsministerin Heinen-Esser @HeinenUlla @UmweltNRW in Düsseldorf zu Gast zu haben! Die letzten Vorbereitungen laufen, wir sind gespannt! https://t.co/IYI0TLU4Pd

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Ansprechpartner

Asmus Schütt

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Politische Interessenvertretung
Bereichsleiter

0211 16091-4650 asmus.schuett@­genossenschaftsverband.de