07.08.2018

Chronologie der Finanzmarktkrise

© Robert Scoble / CC-BY-2.0

Juni 2007

Zwei Hedgefonds der US-Investmentbank Bear Stearns melden hohe Verluste im Zusammenhang mit Subprime.

Juli 2007

Die deutsche Bank IKB gerät aufgrund ihrer Subprime-Investments in Not und muss von der KfW gestützt werden.

August 2007

Die Landesbank Sachsen wird von der Landesbank Baden-Württemberg gerettet.

September 2007

Anleger ziehen in Massen Geld von der britischen Bank Northern Rock ab. Der „Run“ wird erst durch eine Garantie des britischen Staates gestoppt.

Dezember 2007

EZB, Federal Reserve und weitere Zentralbanken starten eine konzertierte Aktion, um den kriselnden Finanzsektor mit Liquidität zu versorgen.

Februar 2008

Für die Landesbank WestLB wird eine milliardenschwere Risikoabschirmung unter Einsatz öffentlicher Mittel beschlossen.

September 2008

Am 15. September meldet Lehman Brothers Insolvenz an. Der ebenfalls in Not geratene systemrelevante US-Versicherer AIG wird mit zunächst 85 Mrd. Dollar von der Federal Reserve gestützt. Zentralbanken und US-Regierung starten weitere Stützungsmaßnahmen unter anderem für amerikanische Geldmarktfonds.

Oktober 2008

Die US-Regierung verabschiedet ein Hilfsprogramm für den Finanzsektor im Umfang von 700 Mrd. Dollar. Die systemrelevanten Banken Citibank, JP Morgan Chase, Bank of America, Wells Fargo, Goldman Sachs und Morgan Stanley erhalten staatliche Mittel. In Deutschland wird zunächst die Bank Hypo Real Estate (HRE) mit milliardenschweren Steuergeldern gestützt. Später beschließt der Bundestag die Einführung des mit 480 Mrd. Euro ausgestatteten Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin). SoFFin-Unterstützung nehmen im weiteren Zeitverlauf unter anderem HRE, BayernLB, Commerzbank, HSH Nordbank, IKB und WestLB in Anspruch.

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