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NRW-Bankentag: Kreditwirtschaft in Nordrhein-Westfalen unterstützt Nachhaltigkeitsziele

Gemeinsam luden der Bankenverband Nordrhein-Westfalen, der Genossenschaftsverband – Verband der Regionen, der Rheinische Sparkassen- und Giroverband sowie der Sparkassenverband Westfalen-Lippe zum zweiten Bankentag in Nordrhein-Westfalen. Knapp 500 Gäste verfolgten live die coronabedingt rein digitale Veranstaltung. Hochkarätige Gäste aus Politik und Wirtschaft – unter anderem Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen und Dr. Sabine Mauderer, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank – diskutierten über die Frage, wie unser Wirtschaftssystem nachhaltig umgestaltet werden kann. Deutlich wurde, dass die Kreditwirtschaft bereit ist, diesen Prozess intensiv und aus Überzeugung zu begleiten. Gleichzeitig betonten die anwesenden Fachleute, dass Politik und Gesellschaft die Verantwortung für die Transformation nicht allein bei der Wirtschaft ablegen dürften, sondern im Sinne einer fairen Lastenteilung ihren Teil zu der Gemeinschaftsaufgabe tragen müssten.

„Wir sind bereit“

Die Präsidentin des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe, Prof. Dr. Liane Buchholz, verdeutlichte, dass die Kreditwirtschaft für den Transformationsprozess gewappnet ist: „Wir sind bereit!“, sagte sie. „Die Transformation zur Nachhaltigkeit ist kein vager Trend, sondern eine gesamtgesellschaftliche Veränderung, und das weltweit“, so Buchholz, darum könnten nur Kreditinstitute, die nachhaltig aufgestellt seien, am Markt bestehen.

Nachhaltigkeit müsse sich darum wie ein roter Faden durch Bankgeschäft und -betrieb ziehen. Buchholz hob in diesem Zusammenhang die zahlreichen lokalen und regionalen Nachhaltigkeitsinitiativen besonders der Sparkassen hervor, aber auch die Umstellungsprozesse in den Instituten hin zu einer ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit und sie ergänzte: „Kernaufgabe ist für uns natürlich auch, Unternehmen auf dem Transformationsprozess zu begleiten. Der Finanzierungsbedarf ist riesig: Der Green Deal der Europäischen Union bedeute allein für Nordrhein-Westfalen ein Investitionsvolumen von 12 Mrd. Euro. Das geht nur mit der Kreditwirtschaft. Und unsere Kunden können auf uns zählen!“, so die Präsidentin.

„Sparkassen und ihr regionales Wissen sind unerlässlich für den nachhaltigen Wandel“

Michael Breuer, Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands (RSGV), betonte die Bedeutung der regional verankerten Institute für eine erfolgreiche Umsetzung nachhaltiger Vorgaben: „Regionale Kreditinstitute kennen ihre Kundinnen und Kunden wie niemand sonst. Sie können daher entscheiden, welche Investitionen gerade für die nachhaltige Transformation machbar sind. Als Hausbanken sind sie zudem direkte Ansprechpartner für die Vergabe der Fördermittel, die das Land NRW über die NRW.BANK zusagt, um Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen." Zur DNA der Sparkassen gehöre, dass sie sich der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Region und den darin lebenden Menschen verpflichtet fühlen. „Auf dieser Basis praktizieren sie zunehmend auch ein Nachhaltigkeitsmanagement, das den Faktor Umwelt mit dem der Gesellschaft und der Wirtschaft verbindet." In dem Zusammenhang aber - so Michael Breuer in Richtung der Politik - sei „Verlässlichkeit bei den Rahmenbedingungen unabdingbar." Die Politik solle sicherstellen, dass der Kreditwirtschaft keine bürokratischen Hürden im Weg stehen, um den nachhaltigen Umbau der Wirtschaft effizient unterstützen zu können.

„Unterstützen Sie die Unternehmen!“

Die Bedeutung des regulatorischen Rahmens für die Nachhaltigkeit betonte Siegfried Mehring, Vorstand des Genossenschaftsverbandes. Um die Vorgaben der politisch definierten Nachhaltigkeitsstrategie bei der Kreditvergabe berücksichtigen zu können, benötigten die Kreditinstitute klare Festlegungen, mit welchen Daten und Informationen Nachhaltigkeitskriterien verbindlich erfüllt werden. Mit Blick auf den Transformationserfolg betonte Mehring: „Wollen wir eine breite Verankerung und hohe Akzeptanz von Nachhaltigkeitszielen in unserer Wirtschaft, ist es wichtig, dass die Vorgaben klar aber schlank umsetzbar sind und Innovationsanreize setzen.“ Die Kreditwirtschaft werde dabei dem Mittelstand zur Seite stehen. Adressiert an die Politik appellierte Mehring: „Es ist alles bereitet. Es gibt eine große Bereitschaft zur Zusammenarbeit beim Thema Nachhaltigkeit. Daher: Unterstützen Sie die Unternehmen, und lassen ihnen dabei Raum zur Umsetzung ihres Transformationsprozesses!“

“Nachhaltigkeit ist Treiber von Profitabilität“

Die privaten Banken bekennen sich in ihrem aktuellen Positionspapier zu einer nachhaltigen Finanzwirtschaft. „Viele unserer Häuser weltweit haben die UN Principles for Responsible Banking unterzeichnet“, so Dr. Andre Carls, Vorsitzender des Bankenverbandes NRW. Nachhaltigkeit ist inzwischen zum festen Bestandteil des Kundengesprächs geworden, die Nachfrage nach „grünen“ Finanzprodukten steigt rasant. Durch die Taxonomie der EU bekommt Sustainable Finance ein verbindliches Regelwerk, mit dem sich alle Unternehmen frühzeitig beschäftigen sollten. Die Segmentierung von Kredit- und Anlage-Portfolien hat bereits begonnen, um Kunden mit den größten CO2-Emissionen zu identifizieren und bei der Transformation zu begleiten. Dr. Andre Carls: „Nachhaltigkeit ist zunehmend ein positiver Treiber von Rendite und wirtschaftlichem Erfolg“. Es brauche aber jetzt abgestimmte und konzertierte Strategien und Vorgaben der europäischen und nationalen Institutionen, damit nicht politische Wünsche mit den Anforderungen an die Finanzmarktstabilität kollidieren.

Gemeinsame Forderungen der Kreditwirtschaft

Einig waren sich die vier Banken- beziehungsweise Sparkassenverbände in ihren Forderungen an die Politik. Es müsse vermieden werden, ökonomische Risiken aus der nachhaltigen Transformation, die ja den Interessen der Gesellschaft als Ganzes dienen soll, auf die Kreditinstitute und die Unternehmen abzuwälzen. Anstelle von Verboten und Sanktionen sollten Anreize für Sustainable Finance auf Banken- und Unternehmensseite im Mittelpunkt stehen, beispielsweise in Form von Eigenkapitalerleichterungen oder öffentlichen Förderangeboten

Bei der Entwicklung eines regulatorischen Rahmens für Sustainable Finance seien nationale Vorfestlegungen zu vermeiden. Erforderlich sei vielmehr eine Einbindung in eine europäische Nachhaltigkeitsstrategie mit fairen Bedingungen für alle Marktteilnehmerinnen und -teilnehmer.

Die Finanzmarktstabilität müsse bei der Entwicklung eines Regulierungsrahmens für Sustainable Finance hohe Priorität haben. Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass sehr knapp bemessene Fristen für die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen die kurz- bis mittelfristigen ökonomischen Risiken für Unternehmen und ihre finanzierenden Banken erhöhen können.

Der Regulierungsrahmen für Sustainable Finance dürfe weder die Kreditinstitute noch ihre Unternehmenskundschaft bürokratisch überlasten. Dies gelte insbesondere für mittelständische Betriebe sowie regionale Banken und Sparkassen, die für die Nachhaltigkeitsberichterstattung im Allgemeinen und ein Nachhaltigkeitsmanagement im Besonderen nur begrenzte personelle Ressourcen aufwenden könnten.

Ansprechpartner
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Asmus Schütt
Bereich Kommunikation & Change
Bereichsleiter
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