25.01.2018

„Großer Stern des Sports“ in Gold geht an „Die GäMSen“ aus Wuppertal

Mit dem Angebot „Trotz Rollstuhl an die Kletterwand“ zeigt die Sektion Wuppertal des Deutschen Alpenvereins, was mit körperlicher Beeinträchtigung möglich ist. Kern des Engagements ist die inklusive Handicap-Klettergruppe „Die GäMSen“. Am Mittwoch erhielten die Vereinsvertreterinnen und Vertreter für ihre Initiative in Berlin aus den Händen des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier den „Großen Stern des Sports“ in Gold 2017.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde 2004 vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken ins Leben gerufen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergab den Preis zusammen mit dem DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann und Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Die inklusive Handicap-Klettergruppe „Die GäMSen“ gründete sich 2013 in der Sektion Wuppertal des Deutschen Alpenvereins. Durch sie erfahren viele Menschen mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen ein Gemeinschaftsgefühl, das ihnen im alltäglichen Leben oft verwehrt bleibt.

Zuerst waren es an MS erkrankte Menschen, die ihren Alltag im Rollstuhl verbringen müssen, die an der Kletterwand ein neues Bewegungsgefühl erfahren konnten. Gesichert werden sie durch ehrenamtliche Helfer und Helferinnen, oftmals aus dem Familien- und Freundeskreis. In der Entwicklungsphase der Gruppe wurde nur in der Halle geklettert, mittlerweile stehen jährliche Fahrten in die echten Berge auf dem Vereinsprogramm. Das Engagement wurde bei der Volksbank im Bergischen Land eG eingereicht.

„Stern des Sports“ in Gold 2017 für Wiesbadener Judoka und Leipziger Frauenlauf

Den zweiten Platz holte sich der Judo-Club Kim-Chi Wiesbaden. Die Hessen waren mit dem Engagement „Bewegung macht schlau – Opfer, nein danke!“ im Finale vertreten. Sie haben ein Bewegungs- und Selbstverteidigungskonzept für Kita- und Grundschulkinder entwickelt. Eingereicht wurde diese Initiative bei der Mainzer Volksbank eG.

Der Verein „Laufen hilft“ wurde mit seinem Engagement „Sportlich aktiv und sozial engagiert“ Dritter. Dabei handelt es sich um einen Frauenlauf mit sozialem Hintergrund in Leipzig, der 2010 ins Leben gerufen wurde. Mit dem jährlich stattfindenden Lauf-Event wird auf das Thema häusliche Gewalt gegen Mädchen und Frauen aufmerksam gemacht. Das Engagement wurde bei der Leipziger Volksbank eG eingereicht.

Bei der Preisverleihung waren insgesamt 17 Vereine aus ganz Deutschland dabei. Sie hatten sich mit ihren Initiativen zuvor in zwei Jury-Runden auf lokaler und regionaler Ebene durchgesetzt und damit für das große Finale in Berlin qualifiziert.

Publikumspreis für Würzburger Rudergemeinschaft

Zum dritten Mal wurde der „Sterne des Sports“-Publikumspreis, eine Kooperation des DOSB und der Volksbanken Raiffeisenbanken mit der ARD, verliehen. Drei Kandidaten aus dem Kreis der Vereine, die auf Landesebene nicht den „Großen Stern des Sports“ in Silber gewonnen hatten und somit nicht im Bundesfinale vertreten waren, aber dennoch herausragende Initiativen auf die Beine stellten, standen zur Wahl. Die meisten Stimmen bei der Online-Abstimmung vereinigte die Rudergemeinschaft Olympos Würzburg mit der Initiative „ROW – Rudern für Alle!“ auf sich (47 Prozent).