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Im Fokus: Genossenschaften für bezahlbare + saubere Energie | Veröffentlicht am 10.12.2021

Geballte Wissens-Power

Hier steckt von Haus aus reichlich Energie drin und jede Menge Know-how dahinter: Die KWS Energy Knowledge eG hat sich der Aus- und Weiterbildung des Betriebspersonals von Energieanlagen verschrieben. Ihr breitgefächertes Kursprogramm spannt sich von konventioneller Kraftwerkstechnik bis zu erneuerbaren Energien.

In Essen-Kupferdreh dreht sich alles um die berufliche Qualifikation und den Ausbau von Kompetenzen. Bei der KWS Energy Knowledge eG (kurz: KWS) wird die Ressource Wissen intensiv genutzt und nachhaltig gefördert. Das von ihr offerierte Schulungsprogramm ist genau auf spezielle Aufgaben- und Verantwortungsbereiche der Energiewirtschaft zugeschnitten. Dazu gehören Grundlagen-Kurse zur Wärmelehre und Windenergietechnik ebenso wie Simulator-Trainings für den Betrieb von Kraftwerksanlagen, Lehrgänge für angehende Kraftwerksmeister oder auch Seminare zu „Gesund arbeiten im Schichtbetrieb“.

Die bundesweit einzigartige Genossenschaft ist auf und für alles eingerichtet: Im eigenen, 1.500 Quadratmeter großen Schulungsgebäude finden sich 22 Kursräume, eine Aula nebst modernem Multifunktionsraum, sechs Übungslaboratorien und auch neun Simulatorwarten mit drei zusätzlichen Entwicklungswarten. Auf dem Außengelände ist eigens ein Trainingsturm für Windenergieanlagen aufgebaut. „Diese obersten 13 Meter einer Realanlage inklusive kompletter Maschinentechnik werden beispielsweise für Sicherheitstrainings genutzt“, erläutert Ernst Michael Züfle. Der Diplom-Ingenieur zeichnet gemeinsam mit Monika Bartels im Vorstand der KWS verantwortlich.

Reichlich Antrieb für Neues
Von der Genossenschaft wird nicht nur das Betriebspersonal von Energieerzeugern qualifiziert, auch sie selbst entwickelt ihr Kursangebot ständig weiter. „Flexibel abgestimmt auf die Anforderungen von Mitglieds- und Branchenunternehmen bieten wir – unabhängig von Herstellern und Technologie – für alle Energieformen ein maßgeschneidertes, zukunftsorientiertes Aus-, Weiter- und Fortbildungsprogramm“, beschreibt Vorstand Ernst Michael Züfle das weite Tätigkeitsfeld der KWS. Ob Tageskurse, ob bis zu einem Jahr dauernde Lehrgänge oder kompakte E-Learnings – für ihre insgesamt 165 Mitgliedsunternehmen ist die Essener eG Dienstleister und Bildungsträger zugleich. Ihr Name ist Programm: KWS steht für „kompetent Weiterentwicklung sichern“. Davon profitieren unterschiedlichste Konzerne sowie Unternehmen des Energiesektors in ganz Deutschland und teils im Ausland.

Die überwiegende Zahl der Mitglieder sind Unternehmen, die Energieerzeugungsanlagen besitzen, wie etwa EnBW sowie etliche Stadtwerke. Hinzu gesellen sich Industrieunternehmen, die eine eigene Energieversorgung betreiben. Ebenso bilden nach Angaben des Vorstands thermische Abfallbehandlungsanlagen eine weitere Kerngruppe. Zudem qualifiziert die KWS das Betriebspersonal von Windenergieanlagen und Wasserkraftwerken. Und auch „Unternehmen, die Energieanlagen herstellen, haben ein Interesse daran, mit uns genossenschaftlich zusammenzuarbeiten“, sagt Ernst Michael Züfle: „Wir unterstützen diese etwa beim Kraftwerkebau im Ausland, um das Personal zu schulen.“ Sei es vor Ort, bei Inhouse-Angeboten oder per Remote-Unterricht – die Kompetenz der KWS strahlt über Deutschland hinaus.

Neben rund 60 Mitarbeiter*innen – die Mehrheit von ihnen ist mit der Aus- und Weiterbildung betraut – gibt es einen Pool von circa 200 externen Honorardozent*innen. Diese stammen aus der Energiebranche und geben aus der Praxis für die Praxis ihr Know-how weiter. Während des Corona-Lockdowns liefen die Kurse ausschließlich online. Das Gros des KWS-Programmes findet (jetzt wieder) in Präsenz statt. „Wir setzen bei der Wissensvermittlung auf den Dreiklang aus Technik, Mensch sowie Methodenkompetenzen“, berichtet der Vorstand.

Miteinander die Energiewende gestalten
In ihrer Rechtsform als Genossenschaft ist die KWS noch recht jung, widmete sich aber schon davor seit Jahrzehnten der Aus- und Weiterbildung. Aus der vorherigen Kraftwerksschule e.V. wurde im Mai 2021 die KWS Energy Knowledge eG. Mit dieser Umwandlung ist ein freieres unternehmerisches Agieren und ein (noch) höheres Maß an Kooperation verknüpft. „Die demokratische Rechtsform ermöglicht es uns deutlich besser, unsere erfolgreiche Arbeit zusammen für die Zukunft auszurichten, unsere Mitglieder stärker zu beteiligen – und auch in Hinblick auf die Energiewende die große Bandbreite an Akteuren abzubilden“, sagt Ernst Michael Züfle. Dazu passe die Genossenschaftsform perfekt. „Bei der Energiewende gibt es keine singuläre Lösung, es geht um Miteinander.“

Für die KWS gelte es daher, Kräfte zu bündeln und gemeinsam Transformationsprozesse anzustoßen. Die Energiewende bringe „sehr viele Veränderungen“ mit sich. „Die Anforderungen an die Technik, an das Personal und damit auch an unsere Kurse ändern sich entscheidend“, betont er. „Wir verstehen uns durchaus als wichtiger Player für das Gelingen der Energiewende.“ Denn innovative Weiterentwicklungen und neue, zusätzliche Möglichkeiten der Energiegewinnung erfordern neues Wissen. Dabei stehen diese drei großen „D“ im Fokus: Dekarbonisierung – also die Abkehr von Kohlenstoff, der durch die Verbrennung von Kohle, Erdgas und Öl freigesetzt wird – Digitalisierung sowie Dezentralisierung.

Kurse zum Thema Wasserstoff
Die KWS hat die Energiezukunft im Blick, konzipiert aktuell im Bereich erneuerbare Energien sowie im engen Austausch mit Mitgliedsunternehmen neue Kurse zum Thema „Grüner Wasserstoff“. Dieser emissionsfreie Energieträger kann als Ersatz für fossile Brennstoffe eine bedeutende Rolle bei der Energiewende spielen. „Wir verfolgen permanent Branchentrends und zukünftige Technologien, um passgenaue Lerninhalte anbieten zu können“, hebt Ernst Michael Züfle hervor. Die Kursgebühren werden übrigens von den Unternehmen der entsandten Teilnehmer*innen bezahlt. Derer waren es im vergangenen Jahr insgesamt 2.271, die 232 Lehrgänge und Bildungsmaßnahmen absolvierten.Anja Pieper

www.kws-eg.com


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