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Schwerpunkt Nordsachsen | Veröffentlicht am 18.03.2022

Alles andere als angestaubt

Der Genossenschaftsgründer hat im Museum sowie in der Stadt Delitzsch deutliche Spuren hinterlassen.

Foto: Deutsche Hermann-Schultze-Delitzsch-Gesellschaft

Am 1. Dezember 1849 regte Hermann Schulze-Delitzsch die Gründung einer Schuhmacherassoziation an. Um sich im harten Wettbewerb mit der frühindustriellen Produktion besser aufzustellen, schlossen sich die Handwerker bei ihren Einkäufen zusammen. Das war die Geburtsstunde der ersten gewerblichen Genossenschaft. Nicht nur an diese Anfänge wird an selber Stelle erinnert. Auf knapp 300 Quadratmetern lebt im Deutschen Genossenschaftsmuseum das Erbe des Pioniers weiter fort.

Wer das von einem Neubaukomplex eingerahmte Fachwerkhaus besucht, um auf den Spuren von Hermann Schulze-Delitzsch zu wandeln, stößt direkt im Entree zunächst auf aktuelle Erfolgsgeschichte(n). Auf drehbaren Präsentationswürfeln stellen sich rund 50 innovative Genossenschaften vor – von Ärzte- über Kultur-, Bahnhofs- bis hin zu Bank- und Einkaufsgenossenschaften. „Die Leute staunen immer wieder, welch unfassbar breites Spektrum Genossenschaften heute bieten“, so Dr. Thomas Keiderling. Seit 2018 bringt er als Leitender Kurator des Museums immer wieder neue Ideen ein.

Für Besucher*innen des Schulze-Delitzsch-Hauses geht’s vom Heute eine Treppe hinauf zurück ins 19. Jahrhundert: Der Museumsrundgang führt von oben nach unten. Ausgangspunkt ist die einzigartige Personalausstellung im ersten Geschoss. Zwischen Biedermeier-Mobiliar und detailliertem Zeitstrahl lässt sich vieles vom Leben und Schaffen Schulze-Delitzschs entdecken. Darunter „Original-Schriften, Briefe und spektakuläre Dokumente“, listet der promovierte und habilitierte Wirtschafts- und Sozialhistoriker Dr. Thomas Keiderling auf. Zu zahlreichen Exponaten gesellt sich dieses Highlight: „Ein Reisepass aus dem Jahr 1854, der Hermann Schulze-Delitzsch als ‚unverdächtig legitimiert‘ auswies“, sagt der Museumsleiter.Hörstationen, Textwürfel und Wandklappen bewirken, dass Historisches frisch und lebendig aufbereitet ist. Verschiedenste Stationen beleuchten die Biographie Schultze-Delitzschs, so auch als „Urvater der Volksbank“.

Unten im Erdgeschoss des Museums schließt sich der Kreis: Eine Weltkarte der Genossenschaften verdeutlicht, wie die Genossenschaftsidee um die Welt ging. Von ihrem heutigen Kulturerbe-Status zeugt die UNESCO-Museumsstation. Hier wird von der erfolgreichen Beantragung berichtet und auch der dafür erstellte Bewerbungsfilm gezeigt.

Im Genossenschaftsmuseum, das die Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft als gemeinnütziger Verein betreibt, findet sich unterm Dach auch eine Bibliothek mit unter anderem rund 800, teils sehr kostbaren Büchern. Angestaubt ist in diesem Haus so gar nichts. Gemeinsam mit zwei Mitarbeiterinnen sorgt der Kurator dafür, dass es keinen Ideen-Stillstand gibt: Etliche neue Pläne sind in der Pipeline. So auch für den 30. Geburtstag des Museums im Oktober.

Anja Pieper


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