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Aus den Regionen | Veröffentlicht am 13.12.2017

Impulse vom Wirtschaftstag

Foto: Stefan Krutsch

Beim Wirtschaftstag der Volks- und Raiffeisenbanken in Frankfurt am Main sprachen hochkarätige Gäste aus Wirtschaft und Gesellschaft. GENiAL sammelte Antworten von Dieter Kempf und Christopher Clark.

„Panik vermeiden und nüchtern schauen“

Die EU macht gerade nicht den einheitlichsten Eindruck in Zeiten von Brexit, Flüchtlingskrise und dem Wiederstarken von Nationalismus. Was ist Ihr Eindruck? Wo sind die Bruchlinien?
Sir Christopher Clark: Der Brexit ist natürlich für die Briten und für die Menschen wie mich, die in Großbritannien leben, ein Bruch. Manche sehen das als Aufbruch, ich sehe das nur als Bruch. Für mich ist das eine höchst negative Entwicklung. Und auch persönlich ein Schock. Was Europa betrifft, gibt es natürlich wie immer Probleme, Gefahren, Bedrohungen und so weiter. Ich glaube aber, man sollte Europa nicht an zu hohen Erwartungen messen. Europa wächst sehr langsam zusammen. Es ist eine Baustelle und wird auch eine Baustelle bleiben. Ich finde, man sollte Panik vermeiden und immer ganz nüchtern und pragmatisch auf die einzelnen Problemfelder schauen und sehen, wie man die einzeln löst.

Große Themen sind Digitalisierung, Vernetzung und Globalisierung. Gleichzeitig fällt die Welt in alte Konfrontationen und verhärtete Rollen zurück. Wie erklären Sie sich diese Ambivalenz?
Es ist eine Widersprüchlichkeit in dieser Entwicklung, das stimmt. Andererseits gibt es aber auch gewisse Abhängigkeiten. Wir erleben diese rhetorische Verrohung in der Politik zum Teil wegen der sozialen Medien. Diese Verrohung ist über die sozialen Medien in die Politik gekommen. Insofern sind das verschiedene, zum Teil widersprüchliche Teile desselben Phänomens.

Sir Christopher Clark ist Regius Professor of History an der University of Cambridge. Er ist in Deutschland einem breiten Publikum als Moderator der Dokumentationsreihen „Deutschland-Saga“ und „Europa-Saga“ im ZDF bekannt.


„Mehr nach den Sternen greifen“

Wie gut ist Deutschland in Sachen Digitalisierung und Unternehmensgründungen aufgestellt und wie gut ist das Klima für digitale Innovation?
Dieter Kempf: Bei dem Thema Start-ups und Unternehmensgründungen sind wir in Deutschland deutlich besser, als man das häufig wahrnimmt. Und zwar nicht nur im engeren Bereich der digitalen Gründungen rund um IT und Kommunikation, sondern vor allem auch in technischen Bereichen. Was in Deutschland deutlich schwerer fällt als in anderen Ländern wie den USA oder Israel ist aber die Wachstumsfinanzierung. Einer der Gründe ist, dass es in Deutschland schwieriger ist, die zweite oder dritte Finanzierungstranche zu bekommen, wo wir über sieben- und achtstellige Beträge reden, nicht mehr über sechs- oder kleine siebenstellige Beträge. Man muss aber auch sagen: Ein amerikanischer Gründer will der beste der Welt werden. Wenn ein Deutscher 15 oder 20 Millionen für sein Unternehmen angeboten bekommt, steigt er aus. Das kann ich ihm nicht verdenken. Das führt aber dazu, dass wir sogenannte Unicorns, die die Milliardengrenze in kürzester Zeit übersteigen, im Ausland weitaus häufiger sehen.

Also bisschen mehr noch nach den Sternen greifen?
Ja natürlich, bisschen mehr nach den Sternen greifen. Aber auch Rahmenbedingungen schaffen. Damit meine ich nicht nur rechtliche, sondern auch Rahmenbedingungen z.B. der Ansiedlung, die junges Unternehmertum fördern und Plattformen bilden. Wir haben eine Menge getan im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Bundesregierung und den großen Verbänden beim Aufbau sogenannter Digital-Hubs, also digitalen Gründerzentren. Daraus wird etwas erwachsen, da bin ich sehr optimistisch.


Professor Dieter Kempf ist seit November 2016 Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Zuvor war er 20 Jahre lang Vorsitzender der genossenschaftlichen DATEV eG und von 2011 bis 2015 zudem Präsident des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom).

Video vom Wirtschaftstag

Bilder und Pressemitteilung


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