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Die Wohlstandsformel – sieben Faktoren, die für Zufriedenheit sorgen Studie von Union Investment gibt Antworten

Was macht Wohlstand aus? Union Investment ist dieser Frage in einer Studie nachgegangen und hat untersucht, welche Komponenten zum materiellen Wohlstand und welche Faktoren zum emotionalen Wohlstand und damit zum Wohlbefinden der Menschen beitragen. Die Ergebnisse bestätigen, dass emotionaler und materieller Wohlstand zusammengehören und sich kaum getrennt voneinander betrachten lassen. Es zeigt sich zwar, dass materieller Wohlstand durchaus eine Rolle spielt, das Thema insgesamt aber umfassender ist. Daher lautet auf Basis der Studienergebnisse die Wohlstandsformel: Besitz, Einkommen und Vermögen plus Wohlbefinden, Lebensziele und Antriebe = Wohlstand.

Die wichtigsten sieben Faktoren der Wohlstandsformel sind:

  • Am zufriedensten sind die Menschen, die in den vergangenen zehn Jahren einen größeren Geldbetrag verschenkt haben. Bei ihnen liegt der Zufriedenheitsindex auf einer Skala von 0 bis 10 bei 8,2.
  • Erwartungsgemäß steigt die Lebenszufriedenheit auch mit dem Einkommen. Wer nur bis zu 1.000 Euro Haushaltsnettoeinkommen zur Verfügung hat, kommt auf einen Zufriedenheitsindex von 5,8. Bei denen, die über 4.000 Euro zur Verfügung haben, liegt er bei 8,2.
  • Wer frei verfügbare Gelder von über 100.000 Euro hat, kommt auf einen Index von 8,4, den höchsten Wert insgesamt.
  • Wer zufrieden ist, glaubt häufiger, seine finanzielle Zukunft etwa über das Sparen selbst in der Hand zu haben. Drei Viertel (75 Prozent) der zufriedenen Menschen geben an, dass sie durch ihr eigenes Sparverhalten beeinflussen können, wie sie in zehn Jahren finanziell aufgestellt sind.
  • Für knapp drei Viertel der Befragten (72 Prozent) ist die Familie der größte Antrieb für Lebensentscheidungen.
  • Für zufriedene Menschen ist das Sparziel Notgroschen zwar wichtig, unter denen, die mit ihrem Leben nicht zufrieden sind, spielt es jedoch eine größere Rolle (67 vs. 53 Prozent).
  • Wer mit seinem Leben zufrieden ist, spart mehr, nämlich durchschnittlich 481 Euro pro Monat. Unzufriedene Menschen sparen häufig gar nicht.

Was macht unzufrieden?
Einen negativen Einfluss auf die Lebenszufriedenheit haben einschneidende Lebensereignisse, die mit dem Alter zu tun haben. Menschen, die selbst auf Pflege angewiesen sind, haben mit 5,6 den schlechtesten Wert im Zufriedenheitsindex. Aber auch diejenigen, die eigene Angehörige pflegen, sind mit ihrem Leben wenig zufrieden (6,9). Ist Familie auf der einen Seite ein Faktor für Zufriedenheit, so sind Menschen, die ihr Leben allein bestreiten oder bestreiten müssen, weniger zufrieden. Diejenigen, die im Laufe der vergangenen zehn Jahre eine Scheidung durchgemacht haben, kommen in ihrer Lebenszufriedenheit nur auf einen Index von 6,3. Wer seinen Lebenspartner durch Tod verloren hat, erreicht lediglich einen Wert von 6,8 auf der Zufriedenheitsskala.

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