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Im Fokus: Schülergenossenschaften | Veröffentlicht am 30.10.2020

Schülergenossenschaften sind ein „großartiger Rahmen“

Foto:MSB/ Susanne Klömpges

Sie hat seit Langem Bildung im Fokus: Yvonne Gebauer (FDP) ist seit 2017 Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und seit 2012 Abgeordnete im Düsseldorfer Landtag. Bevor die heute 54-Jährige auf Landesebene politisch aktiv wurde, war sie acht Jahre lang Ratsmitglied und schulpolitische Sprecherin in ihrer Heimatstadt Köln. GENiAL sprach mit der Ministerin, die zugleich Schirmherrin der Schülergenossenschaften in NRW ist, nicht nur über die Bedeutung von Schülerfirmen.

Frau Ministerin, warum sind Schülergenossenschaften wichtig?
YVONNE GEBAUER: Schülergenossenschaften bieten den Schülerinnen und Schülern einen großartigen Rahmen, um sich praktisch und alltagsnah mit politischen und wirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen und um eigenständig Entscheidungen zu treffen. Begleitet durch ihre Lehrkräfte und unterstützt durch eine Partnergenossenschaft aus der Region entwickeln sie eigene Geschäftsideen und einen Businessplan, den sie anschließend in der Praxis umsetzen. Dabei beschäftigen sie sich mit sämtlichen Fragen rund um Unternehmensgründung und -führung. Mit dem Engagement in einem Schülerunternehmen können die Schülerinnen und Schüler gleichzeitig ‚Soft Skills‘ wie selbstständiges Arbeiten und Sozialkompetenz weiterentwickeln. Die Einblicke in Strukturen von Unternehmen und das Erfahren von ökonomischen Prozessen und Strategien sind ein großer Gewinn für den Prozess der beruflichen Orientierung sowie die persönliche Entwicklung.

In welchem Geschäftsfeld hätten Sie selbst als Schülerin damals am Heinrich-Heine-Gymnasium in Köln, an dem Sie Ihr Abitur abgelegt haben, eine Schülergenossenschaft gegründet?
Ich war schon während der Schulzeit stark an politischen und wirtschaftlichen Themen interessiert. Eine gute Idee, ganz gleich aus welchem Geschäftsbereich, hätte sicher meine Unterstützung bekommen.

Was haben Sie aus dem letzten, dem „Corona“-Schuljahr gelernt?
Das letzte Schuljahr hielt für alle politischen Entscheidungsträger große Herausforderungen bereit. Wir standen gemeinsam vor einer neuen Situation, für die es keine Blaupause gab. Besonders wichtig war es in dieser Zeit, in regelmäßigen Abständen Gespräche mit allen Beteiligten zu führen und auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren.

Durch die besondere Situation wurde uns noch einmal vor Augen geführt, wie dringlich die Aufgabe der Digitalisierung der Schulen ist und welches Potenzial die digitalen Möglichkeiten für guten Unterricht haben. Eine zeitgemäße Ausstattung stand schon vor Corona auf unserer Agenda. Nun schalten wir bei der Digitalisierung mit dem größten Investitionspaket für die Digitalisierung an den Schulen in NRW in Höhe von rund 350 Millionen Euro einen Gang hoch. Mit dem Sofortausstattungsprogramm der Schülerinnen und Schüler, mit unserer datenschutzkonformen Schulplattform Logineo NRW und unserem Lernmanagementsystem sowie vielen weiteren Maßnahmen haben wir als Land auf die Herausforderungen schnell reagiert.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben uns aber auch noch einmal vor Augen geführt, welchen zentralen Stellenwert unsere Schulen für die Schülerinnen und Schüler, die Eltern und Familien haben – nicht nur in bildungspolitischer, sondern auch in sozialer und emotionaler Hinsicht.

Die Herbstferien an Rhein und Ruhr sind gerade vorbei. Was haben Sie sich für den Rest dieses Schuljahres und die verbleibende Legislaturperiode vorgenommen?
Mein Ziel als Schul- und Bildungsministerin ist es, sicherzustellen, dass den Schülerinnen und Schülern durch die Coronavirus-Pandemie kein Nachteil für ihren weiteren Bildungs- und Lebensweg entsteht. Dieses Schuljahr wird also ein Schuljahr bleiben, dass durch Achtsamkeit geprägt ist.

Neben diesen Herausforderungen durch die Coronavirus-Pandemie ist es mir ein besonderes Anliegen, die berufliche Bildung nachhaltig zu stärken und zukunftsweisend aufzustellen. Die berufliche Bildung ist eine wichtige Säule unserer Bildungslandschaft und leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung eines zukunftsweisenden und wettbewerbssichernden Fachkräftenachwuchses.

Welchen Rat möchten Sie Schülerinnen und Schülern mitgeben, die sich schon zu Schulzeiten als Unternehmerinnen und Unternehmer ausprobieren?
Zunächst möchte ich ihnen sagen, dass mich ihr Engagement sehr freut und auch beeindruckt. Die Erfahrungen können ihnen dabei helfen, Erkenntnisse für ihre Berufs- oder Studienwahl zu gewinnen. Ich wünsche jeder Schülerin und jedem Schüler, einen passenden Beruf zu finden, der sie oder ihn erfüllt und ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Die eigenen Interessen und Leidenschaften zu verfolgen und sich auch außerhalb der Schule zu engagieren hilft sicherlich auf diesem Weg.

Inken Schrammen


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