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Verbrauchergemeinschaft Dresden eG: ökologisch, pragmatisch und mit Rückgrat

Zwei Dresdner haben nach der Wende mit genossenschaftlichen Bioläden ihren Lebenstraum verwirklicht.

In der ehemaligen DDR gab es viele Menschen mit ökologischem Bewusstsein. Viele sammelten sich meist unter dem Dach der Kirchen“, sagt Barbara Rische, eine von drei Initiatoren und hauptamtlicher Vorstand der 2005 gegründeten Verbrauchergemeinschaft Dresden eG. Auch die Dresdenerin stammt aus der ökologischen Bewegung. Nach der Wende ergriff sie mit zwei Gleichgesinnten ihre Chance. Zusammen mit Kesslin Stoperka und Matthias Schwärzwälder baute sie den ersten Bioladen in Dresden auf. Dafür fanden sie Räume in einem alten Gehöft mitten im Zentrum und renovierten es von Grund auf. Ihre Idee eines Bioladens, der die Dresdner mit gesunden, ökologischen und regional produzierten Lebensmitteln versorgt, wurde für Rische und Schwarzwälder zum Lebensprojekt. Rische gab dafür ihren Beruf als Chemikerin auf. Schwarzwälder, der heute als Marktleiter in einem der sieben Bioläden arbeitet, war vor der Wende Krankenpfleger. „Erst hatten wir keine Rechtsform und bauten unser Biomarkt-Konzept unter dem Dach des Vereins Grüne Liga auf. Dabei holten wir uns unser Know-how bei Naturkostläden in Hannover und Bremen“. Schnell wurde ihr und ihren Mitstreitern klar, dass sie ihre Vorstellungen von einer alternativen Wirtschaftsform am besten in einer Genossenschaft umsetzen konnten.

Das war eine gute Idee, die Genossenschaft wuchs stetig und hat inzwischen 10.600 Mitglieder. Zu diesen gehören vorwiegend Privatpersonen, aber auch Kindergärten, Schulen und Studenten-WGs. „Das ökologische Bewusstsein ist in Dresden gut ausgeprägt“, sagt die Vorständin. In 27 Jahren hat die Genossenschaft deshalb sechs Biomärkte und einen Laden mit zertifiziertem Spielzeug und Ökoprodukten für den Alltag aufgebaut. Hier arbeiten inzwischen 150 festangestellte Mitarbeiter, 12 Azubis und 30 Studenten.

Die Genossenschaft hat ein sogenanntes Zwei-Preis-Modell: Für Mitglieder gibt es in allen Läden Waren zum günstigen Genossenschaftspreis, Kunden können nur zu handelsüblichen Preisen kaufen.

Im letzten Jahr hat die Genossenschaft ihre erste eigene Immobilie gekauft und dort einen großen Bio-Markt eröffnet. Weitere Wachstumspläne hat die Genossenschaft erstmal nicht. „Wir vergrößern uns nur, wenn unsere Mitglieder es für nötig halten. Wir sind nicht auf Expansion aus“, sagt Rische. Dafür fördert sie gerne das genossenschaftliche Miteinander. „Bei uns wird in den Mitglieder-Versammlungen viel diskutiert“, sagt sie lachend. „Da geht es schon mal darum, warum Äpfel aus Guatemala bei uns im Regal liegen und nicht die aus der Region. Aber wir sehen das eher pragmatisch.“ Natürlich achte die Genossenschaft auf Ökologie und Nachhaltigkeit. Deshalb beziehe sie vorwiegend Obst, Gemüse und Fleisch möglichst von den rund 80 Produzenten im Umkreis von 150 Kilometern. Rische: „Aber wenn wir die Nachfrage nach bestimmten Produkten nicht aus der Region decken können, muss auch mal die Biozwiebel aus Ägypten ran.“ Ökofundis müssten bei diesem Thema Kompromisse machen.

Klar abgrenzen will sich die Genossenschaft gegen rechtes Gedankengut bei Kunden und Lieferanten. Rische: „Die politische Lage in Sachsen ist angespannt. Da wollten unsere Mitglieder Flagge zeigen. Deshalb haben wir unsere Satzung um einige Sätze erweitert.“ Darin heißt es nun: „Die VG Verbrauchergemeinschaft eG steht für ein gewaltfreies, demokratisches Miteinander und die Achtung der Menschenwürde unabhängig von Nationalität, sozialer Herkunft, religiöser Überzeugung und sexueller Orientierung.“
www.vg-dresden.de


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