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Im Fokus: Mutige Genossenschaften

„Ich wollte unbedingt Kaffeejunge werden“

"Das ist mein Weg“, entschied Jens Klein vor fünf Jahren. Schon als Jugendlicher war der heute 32-Jährige von der Idee des fairen Handels überzeugt. Deshalb kündigte er 2013 mutig seinen Job als Lokalredakteur in Freiburg und ging auf eine viermonatige Orientierungsreise nach Nicaragua. Nach dem Besuch mehrerer Kaffee-Fincas und vielen Gesprächen mit Kaffeebauern stand für ihn fest: Ich werde Kaffee-Junge (nicaraguanisch: chavalo) und importiere zukünftig fair gehandelten Bio-Kaffee. Sein Unternehmen Café Chavalo wandelte er im letzten Jahr in eine Genossenschaft um. Das ist für ihn nur konsequent: „Fairness in der Wirtschaft und die Rechtsform der Genossenschaft passen wie die Faust aufs Auge zusammen.“

Der ausgebildete Kaufmann, Geograf und Medienwissenschaftler ist zufrieden: Die Genossenschaft hat sich gut entwickelt. Kunden sind bundesweit vor allem Welt- und Bio-Läden, aber auch der Lebensmitteleinzelhandel. Die Genossenschaft hat inzwischen 20 Mitglieder, darunter Privatpersonen und Kaffeeröstereien. Besonders stolz ist Klein, dass auch die mittelamerikanische Kooperative, aus der er Kaffee und Gewürze wie Ingwer und Kurkuma bezieht, Mitglied bei ihm ist. Mit der Kaffeekooperative und ihren 600 Bauern hat er feste Verträge, in diesem Jahr unter anderem über 16 Tonnen besten Arabica-Rohkaffee. „Es gibt keine Zwischenhändler, deshalb können wir den Kaffeebauern vernünftige Preise über Weltmarktniveau zahlen“, so Klein. Seine Kaffeepreise setzen sich aus einem Mindestpreis sowie einer ökologischen und einer sozialen Prämie zusammen. „Damit honorieren wir den biologischen Anbau und machen es der Kooperative möglich, die Gesundheitsversorgung oder Schulbildung der Bauernfamilien zu fördern“, sagt der Geschäftsführer. Denn leider sei Kaffee ein inzwischen an der Börse gehandeltes Spekulationsobjekt mit Preisen, die längst nicht mehr die Produktionskosten der Kaffeebauern decken könnten. Darüber und über fairen Handel hält er auch bundesweit Vorträge.

Jens Klein setzt sich mit seiner Genossenschaft für fairen Handel ein und verkauft Kaffee, Kakao und Gewürze aus Nicaragua.

Künftig will Klein seine Produktpalette noch ausweiten: Neue Gewürze, aber auch Erdnüsse sollen dazukommen. Auch über nachhaltige Transportwege macht sich Klein Gedanken. „Containerschiffe mit ihrer Umweltverschmutzung und elenden Arbeitsbedingungen sind auf Dauer nicht tragbar“, ist er überzeugt. Frachtsegler zeigen, dass es auch anders gehen könnte. So hat er in diesem Jahr schon einen Teil seines Kaffees nachhaltig mit einem Frachtsegler namens Avontuur von Mittelamerika nach Hamburg transportieren lassen. Klein: „Diesen emissionsarmen Transportweg wollen wir weiter ausbauen.“
www.cafe-chavalo.de


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