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Im Fokus: Konnektivität | Veröffentlicht am 18.03.2022

„Wirtschaftlich hat uns die Pandemie nicht geschadet“

Foto: Anja Weber

Was unterscheidet die taz von anderen Tageszeitungen? Und wer sind ihre Leser*innen?
Barbara Junge: Die taz steht für einen kritischen Journalismus, der Stimmen zu Wort kommen lässt, die anderswo weniger gehört werden, und der Themen aufgreift, die anderswo links liegen gelassen werden. Das ist seit ihrer Gründung 1978 so. Viele unserer Leser*innen begleiten uns seitdem. Glücklicherweise sind auch viele neue im Laufe der Jahre dazugekommen. 1992 wurde die taz eine Genossenschaft, in der inzwischen über 21.800 Genoss*innen dauerhaft die Unabhängigkeit „ihrer“ Zeitung sichern. Die Grundlage für den Erfolg der taz ist schon immer eine besondere, von Solidarität geprägte Beziehung zwischen taz und Publikum. Diese Community schätzt den taz-Journalismus, der etwas Besonderes in der deutschen Medienlandschaft ist – originell sowie kompetent und meinungsstark bei Themen, die ihr wichtig sind.

Ab 2022 will die taz ihr Printprodukt einstellen. Warum? Glauben Sie nicht mehr an die Zukunft von gedruckten Tageszeitungen?
Eines steht fest: 2022 wird die taz ihr tägliches Printprodukt noch nicht einstellen! Der Fixpunkt 2022 stammt aus dem Jahr 2018, in dem der damalige Geschäftsführer Kalle Ruch das sogenannten Szenario 2022 vorstellte und darin die Zukunft der taz ohne werktägliche Printausgabe skizzierte. Seitdem ist viel passiert, und das Datum für den Tag X, an dem wir wirklich auf eine rein digitale Werktagsausgabe und eine gedruckte Wochenausgabe umstellen werden müssen, wurde mehrmals verschoben. Aber wir werden den digitalen Wandel nicht aufhalten können und bereiten uns deshalb in unserer Produktentwicklung in den Bereichen taz im Netz, taz App, taz am Wochenende und taz Community auf den Tag X vor. Aber dann kam eben auch noch eine weltweite Pandemie um die Ecke, die einiges durcheinandergewirbelt hat. Seit Corona sinken zum Beispiel die Abozahlen der täglich gedruckten Zeitung deutlich langsamer, als wir damals kalkuliert hatten. Wir können also nur sagen: irgendwann nach 2022 werden wir die werktägliche Printausgabe einstellen müssen. Aber die taz bleibt natürlich auch dann noch eine Tageszeitung!

Wie erreicht die taz beim Boom der sozialen Medien und ihrer Informationsflut noch ihre Leser*innen, vor allem in der jungen Generation?
Die taz hat als erste Zeitung ihren Inhalt ins Netz gestellt. Wir waren also schon ganz früh da, wo die junge Generation ihre Informationen sucht. Und die taz hat schon sehr früh eine Antwort darauf gefunden, wie man in Zeiten der Klimakrise Journalismus macht, was diese globale Krise für ein Medium wie die taz bedeutet, welche die besondere Rolle der taz darin sein kann. Die taz ist damit eigentlich genau das Medium, dem sich junge Leute zuwenden, weil wir profiliert und scharfzüngig gerade in für uns zentralen Themen wie der Klimakrise, Gerechtigkeit, Rechtsextremismus, Antidiskriminierung und auch dem Auslandsjournalismus sind –und weil wir im Journalismus mehr wagen. Um speziell die „Fridays For Future“-Generation wirklich dort zu erreichen, wo sie sich aufhält – in den sozialen Medien – haben wir 2019 auch noch unseren Klima-Hub gegründet. Der Klima-Hub bringt die taz-Berichterstattung zur Klimakrise an diese große Gruppe junger, diverser, engagierter Menschen heran – insbesondere auf Instagram. Er wurde dafür 2021 für den Umweltmedienpreis der Deutschen Umwelthilfe in der Kategorie „Publikumspreis“ nominiert.

Wie ist die taz ökonomisch durch die letzten beiden Jahre der Pandemie gekommen?
Ökonomisch stehen wir nach zwei Jahren Pandemie sehr gut da. Die taz hat sich während der vergangenen zwei Jahre sehr konstant als vertrauenswürdige Nachrichtenquelle gezeigt. Das gestiegene Interesse an Nachrichten haben wir unter anderem an den gestiegenen Zugriffszahlen der taz im Netz gesehen. Gleichzeitig kamen die Leute wohl mehr zum klassischen Zeitunglesen – was das Sinken unserer Aboauflage verlangsamte. Zur Wahrheit gehört auch, dass Facebook und Google für die Verwendung unserer Inhalte, wie der anderer Verlage, endlich auch etwas zahlen, und zwar mehr als mit Reichweite. Die Lizenzgebühren, die Google den Verlagen für diese Dienstleistung zahlt, sind nicht unerheblich, aber auch nicht so hoch, dass es dadurch zu einer Abhängigkeit von Google kommen könnte. Die Genossenschaft steht dabei hinter der Entscheidung, diese Lizenzvereinbarung zu treffen. Wir hätten gerne auf die Pandemie verzichtet, denn für die Art des Arbeitens und für das gesamte Haus war und ist sie eine extreme Belastung. Aber wirtschaftlich hat sie uns nicht geschadet. Wir haben alle Produkte auf den Weg gebracht und werden im Verlauf von 2022 sehr weit damit sein. Wir haben eine neue taz am Wochenende und eine neue App und stehen vor dem Relaunch der taz im Netz. Dazu wird unser Community-Management gerade rundum erneuert. Ich glaube, auch 2022 wird ein sehr gutes Jahr für uns. Ich hoffe nur für jeden und jede von uns, dass es dabei nicht mehr so sehr von der Pandemie bestimmt sein wird wie die letzten beiden Jahre.

Sabine Bömmer

Die Tageszeitung, auch taz abgekürzt, ist eine genossenschaftliche Tageszeitung, die von ihren Mitarbeiter*innen verwaltet wird. Sie hat rund 21.800 Mitglieder. Über 30.000 Unterstützer*innen zahlen freiwillige Beiträge für den Online-Auftritt der taz. Die Zeitung wurde 1978 in Berlin als Teil einer unabhängigen, progressiven und politisch linken Bewegung gegründet. Das Logo der taz ist ein Pfotenabdruck und leitet sich von der Ähnlichkeit des Namens „taz“ mit dem Wort „Tatze“ ab.


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