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Im Fokus: Konnektivität | Veröffentlicht am 18.03.2022

17 Millionen .de-Domains – DENIC wird 25 Jahre alt

Vor 25 Jahren wurde das Deutsche Network Information Center (DENIC) gegründet. GENiAL sprach mit Vorstandsmitglied Thomas Keller.

Vorstandsmitglied Thomas Keller: "Mitglieder von DENIC sind 300 nationale und internationale Unternehmen der IKT-Branche."

Genossenschaften mit IT-Fokus wie DENIC sind ja nach wie vor selten. Wie kam es zur Gründung?
Thomas Keller: Gründer der DENIC eG waren 1996 die damals 37 deutschen Internet-Service-Provider. Ihr Zusammenschluss ging aus einem universitären Projekt in den Pioniertagen der Online-Welt hervor. Zehn Jahre lang – seit 1986, als Domains mit der Endung .de erstmals registriert werden konnten – hatten IT-Fakultäten deutscher Hochschulen sie quasi nebenbei betreut. Als 50.000 Domains angemeldet waren, ging das nicht mehr. Ein neutraler, nicht gewinnorientierter Dienstleister auf Basis einer Genossenschaft, beruhend auf der Mitbestimmung und Konsensfindung gleichberechtigter Partner, lag da auf der Hand. Nicht zuletzt, weil diese Organisationsform durch ihr breites Fundament von Marktteilnehmern den demokratischen Grundgedanken des Mediums Internet hervorragend abbildet.

Heute besteht die DENIC eG aus rund 300 deutschen und internationalen Unternehmen aller Größen und Segmente der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) – ein Geschäftsmodell, das in unserer Branche weltweit seinesgleichen sucht. Als Kollektiv sind die Mitglieder zugleich Eigentümer und Kunde der Genossenschaft. Sie zu befähigen, .de-Domains für Endkunden zu registrieren und über das Internet erreichbar zu machen, ist die Aufgabe von DENIC. Gewährleistet wird dies durch den sicheren und zuverlässigen Betrieb einer Infrastruktur, die allen Mitgliedern zur Verfügung steht.

Auch der Genssenschaftsverband hat eine .de-Domain. Was genau ist die Aufgabe von DENiC hier?
DENIC ist die zentrale Registrierungsstelle für alle Domains mit der Länderendung .de. Dazu gehört auch der technische Betrieb des deutschen Namensraums und damit einer grundlegenden Infrastruktur – wenn Sie so wollen: das Navigationssystem – des Internets in Deutschland: Nur wenn unsere Server rund um die Uhr sicher und zuverlässig arbeiten, können User*innen Webseiten und webbasierte Services mit .de-Endung aufrufen und nutzen. Dafür sorgen unsere mehr als 100 Mitarbeitenden am DENIC-Geschäftssitz in Frankfurt am Main. Sie sorgen dafür, dass dies 24/7 schnell und reibungslos – in Sekundenbruchteilen und im Schnitt rund sieben Milliarden Mal am Tag – funktioniert.

Mit inzwischen über 17 Millionen Domains im Bestand zählt .de mit .com und Chinas Länder-Domain .cn seit Langem zu den internationalen Top 3 der derzeit über 1.900 existierenden Domain-Endungen. Auch der Digitalisierungsschub infolge von Corona zeigt deutliche Folgen: Allein 2020 verzeichneten wir mit einem Anstieg um 370.000 Domains eine Verdreifachung der Neuregis-trierungen im Vergleich zum Vorjahr – und das höchste prozentuale Wachstum seit 2012. 2021 fiel der Trend mit einem Netto-Plus von 460.000 Domains sogar noch stärker aus.

Sieben Milliarden Aufrufe am Tag, mehr als 17 Millionen Domains – das klingt „systemrelevant“.
Auf jeden Fall. Die technischen Systeme hinter .de gehören zu den kritischen Infrastrukturen in Deutschland und DENIC als ihr Betreiber zu den Organisationen mit besonderer Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen.

Die Corona-Krise hat es deutlich gezeigt: Das Internet als Zukunftsressource ist nicht nur Voraussetzung für das Gelingen der digitalen Transformation am Wirtschaftsstandort Deutschland. Mehr und mehr kommt ihm auch eine Rolle bei der gesellschaftlichen Teilhabe zu: Denken Sie nur an die vielen digitalen Angebote von Einzelhandel und Gastronomie oder die kreativen, virtuellen Erlebnisräume, die durch Künstler*innen oder Kultur- und Bildungseinrichtungen entstanden sind und teils zu deren Existenzsicherung beigetragen haben. Solche Hybridformate werden auch nach der Pandemie bestehen bleiben. Durch Entwicklungen wie diese hat die Arbeit von DENIC nochmals an Relevanz hinzugewonnen.

Sabine Bömmer


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