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Im Fokus: Infrastrukturgenossenschaften | Veröffentlicht am 11.09.2018

Beginenhof Köln – mehr als Wohnen

Bezahlbarer Wohnraum ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um finanziell gut über die Runden zu kommen. Menschen möchten heute darüber hinaus mehr als nur wohnen, sie wollen ihr Leben nachhaltig gestalten. Eine Lösung bieten Genossenschaften wie der Beginenhof Köln.

© Nicole Ritter

In Köln stiegen die Mieten allein 2016 – so der Deutsche Mieterbund – um 6,3 Prozent und es gibt keine Anzeichen für eine nachlassende Preisentwicklung. Der Beginenhof bietet eine Alternative, indem er bezahlbaren Wohnraum bereitstellt, in dem individuell und in Gemeinschaft nachhaltig gelebt werden kann. Für die Beginen heißt nachhaltig: in Gemeinschaft, ökologisch und solide wirtschaften. Hierfür bietet die Kombination aus Genossenschaft und Beginenhof fast ideale Voraussetzungen.
Vor fünf Jahren bezogen 27 Frauen ihre Wohnungen im Beginenhof im Kölner Westen: zu einem Drittel mit Wohnberechtigungsschein, ein weiteres Drittel als Eigentümerinnen und die letzten 30 Prozent als Mieterinnen (10,50 Euro pro Quadratmeter). Alle Wohnungen sind gleich ausgestattet. Hinzu kommen Gemeinschaftsräume.

Mehr als Wohnen
Der Beginenhof Köln ist ein Projekt des Beginen Köln e.V. Dieser ist unter anderem Mieter des Beginentreffs, der mit 130 Quadratmetern Raum für eine Vielzahl von Veranstaltungen – nicht nur für Beginen, sondern auch für Feste und Ereignisse mit der Nachbarschaft – bietet. Er ist Treffpunkt für das monatliche, gut besuchte große Sonntagsfrühstück, für Lesungen, Kunstausstellungen und Handwerkermärkte, um nur einige zu nennen.
Ökologisch geht es zu, wenn Carsharing praktiziert, Strom selbst produziert und die Gastherme mit Wind gespeist wird; außerdem, wenn im großen Nutzgarten hinter dem Haus die Zutaten für das Essen wachsen. Die Beginen, konfessionell nicht gebunden, eint der Respekt vor der Schöpfung und vor der Kreatur. Die Zeiten der ordensähnlichen Gemeinschaft sind vorbei, heute verbinden sie das gemeinsame Dach über dem Kopf, viele soziale Aktivitäten, ähnliche Interessen und die Erkenntnis, dass es nicht gut ist, wenn der Mensch allein ist.
Aufgrund der genossenschaftlichen Selbstverwaltung und Kontrolle kann solide gearbeitet werden. Alle Gremien sind ehrenamtlich besetzt. Die Struktur der Genossenschaft ist für den Beginenhof ideal, ist aber auch eine große Herausforderung für eine kleine Einheit mit 50 Genossinnen. Hier sind die Beginen im Austausch unter anderem mit dem Genossenschaftsverband, um Verbesserungen und weitere Möglichkeiten auszuloten, diese Aufgabe zu bewältigen.

www.beginenhof-koeln.de

Von den Beginen zum Wohnen in einer Frauen-Gemeinschaft
Alleinstehende Frauen schlossen sich im Mittelalter in Beginenhöfen zu spirituellen, ordensähnlichen Gemeinschaften zusammen. Das Leben darin war freier und weltlicher orientiert als im Kloster und stellte eine Alternative zu Heirat oder einsamem Wittwendasein dar. Diese Beginen waren finanziell unabhängig und erwirtschafteten ihren Lebensunterhalt unter anderem durch Krankenpflege, Textilhandwerk, oder als Lehrerinnen. Mitte der 1980er Jahre begannen sich Theologinnen und Historikerinnen wieder mit den Beginen zu beschäftigen. Beeindruckt von den selbstbestimmt handelnden und unabhängigen Frauen, die als Unternehmerinnen ihren Weg gingen, gründeten sie Beginen-Vereine und in deren Folge Beginenhöfe. Heute gibt es in Deutschland 17 Beginenhöfe.

© Rudolf Wichert/TERRITORY

Gemeinschaftlich wohnen

Knapp 100 Wohnungsgenossenschaften sind im Genossenschaftsverband – Verband der Regionen Mitglied. Dazu gehören verschiedenste Wohnformen, vom Mehrgenerationenhaus bis hin zu den Beginen in Köln.


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