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Im Fokus: Luft | Veröffentlicht am 12.06.2020

Zusammen fest im Sattel

Berge bringen so manchen Radfahrer aus der Puste. Für die Zweiradexperten der ZEG geht es seit mehr als 50 Jahren stetig bergauf – und zwar mit gemeinsamer Power. Heute ist das Unternehmen aus Köln nicht nur Europas größte Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft, sondern weitaus mehr. So bringt die zur eG gehörende Eurorad Deutschland GmbH das Leasen und Mieten von E-Bikes mächtig und nachhaltig in Fahrt, ob in Unternehmen oder Urlaubsregionen.


Wer das Rad der Geschichte zurückdreht, gelangt bei der ZEG bis ins Jahr 1966. Damals taten sich sieben selbstständige Radhändler aus dem Kölner Raum zusammen, um das genossenschaftliche Motto „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele gemeinsam“ in die Tat umzusetzen. Schließlich war die Konkurrenz schon seinerzeit groß, denn auch die Tchibos, Eduschos und so manche Baumärkte boten bereits Fahrräder zum Verkauf. Um sich dagegen zu positionieren, gründeten Bernhard Lakämper, Hans Krämer und ihre Mitstreiter die Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft eG. „Durch höhere Einkaufsvolumina erzielten sie günstigere Preise, mit denen dann der jeweilige Händler vor Ort dem Wettbewerb entgegentreten konnte“, erzählt Franz Tepe, Leiter Marketing und Werbung der ZEG.
Jedoch stellten die Händler irgendwann fest, dass sie durch die festgelegten Konditionen auch einem gewissen Preisdiktat der Hersteller unterliegen. Dies war 1985 die Geburtsstunde von Pegasus, der ersten auf den Markt gebrachten Eigenmarke der ZEG. Und einer äußerst erfolgreichen dazu: Konzipiert als Familienmarke, bietet sie Kunden sämtlicher Altersschichten, ob Sonntags- oder Vielfahrern, ob mit großem oder kleinem Budget das jeweils passende Modell – von Avanti über Piazza und Premio bis zum Estremo. Heute ist Pegasus die bekannteste und zudem meist verkaufte Marke in Deutschland. „Damit haben wir frühzeitig eine eigene Marke aufgebaut, mit der wir schon früh aus der Abhängigkeit von externen Lieferanten herausgekommen sind“, sagt Franz Tepe.

Neue Segmente
Mit geballtem Know-how sowohl der Mitgliedsbetriebe als auch von erfahrenen Experten entwickelt die ZEG ihre Bikes stetig weiter. 1995 hat sie mit BULLS eine eigene Marke für das Sportsegment entworfen und am Markt platziert – für Renn- und Crossräder ebenso wie für Mountainbikes. Mit der Gründung des Team BULLS im Jahr 2007 kann die interne Produktentwicklung unmittelbar auf das Wissen aus dem Profisport zurückgreifen. So wirken Fahrer wie der zweifache deutsche Meister und fünffache Cape-Epic-Sieger Karl Platt direkt bei der Entwicklung neuer Bikes und Innovationen mit. 2009 wird dann ein weiterer Meilenstein aufgestellt: Mit ZEMO baut die ZEG eine Premiummarke im E-Bike-Segment auf. Hinzu kommt der Zukauf bekannter Marken: 2014 erwirbt die ZEG Herkules, 2016 das Bike-Segment samt Produktion von Kettler in Saarbrücken. 2017 erfolgt die Übernahme des E-Bike-Pioniers Flyer in der Schweiz samt eigener Produktion und Entwicklung.
Durch ihr modernes Fahrrad-Hochregallager in Köln, in dem auf einer Fläche von 50.000 Quadratmetern ebenso viele hochwertige E-Bikes, Mountainbikes und Rennräder der Top-Marken lagern, kann die ZEG ihre Mitgliedsunternehmen jederzeit mit benötigten Waren versorgen. „Zudem bevorraten wir hier sämtliche Fahrradersatz- und zubehörteile, die die Händler von einem auf den anderen Tag ordern und so eine Mobilitätsgarantie halten können“, so der ZEG-Marketingchef.
Der Händlerverbund hat seit seiner Gründung stetig ordentlich Rückenwind. Denn nach den anfangs sieben Einzelhändlern gehören der Genossenschaft mittlerweile rund 1.000 Händler an, davon 670 in Deutschland. 1994 traten die ersten Mitglieder im benachbarten europäischen Ausland bei. Nach den Niederlanden folgten Belgien, Österreich, die Schweiz, Frankreich, Polen, Litauen, Lettland und Estland.

Moderne Mobilitätslösungen
Treibende Kraft des ZEG-Geschäfts ist seit vielen Jahren das E-Bike, das Jahr für Jahr enorme Zuwachsraten verzeichnet. Wurden 2018 noch rund 950.000 Räder mit E-Antrieb in Deutschland verkauft, waren es 2019 bereits 1,3 Millionen. Um dem E-Bike-Thema noch weiter Vortrieb zu leisten, hat die ZEG 2003 mit der Eurorad Deutschland GmbH eine 100-prozentige Tochtergesellschaft gegründet, in der sie modernste Mobilitätslösungen mit der Infrastruktur von Europas größtem Fahrrad-Fachhändler-Netzwerk sowie ausgewählten Fachhandelspartnern verbindet. Eurorad entwickelt sämtliche IT-Lösungen für die Zentrale sowie auch die angeschlossenen Händler, beispielsweise das Warenwirtschaftssystem.
Die Genossenschaft-Tochter hat zudem spannende Services rund ums E-Bike entwickelt, in dessen Fokus als ein Modul das Dienstrad-Leasing steht. Unternehmen aus Deutschland offerieren ihren Mitarbeitern statt des Dienstwagens ein Dienst-E-Bike zu extrem günstigen Konditionen und für jeweils drei Jahre. „Arbeitnehmer erhalten dabei immer die top-aktuellen Modelle sowie einen kompletten Rundum-Schutz von uns“, berichtet Franz Tepe, der auch einer der drei Geschäftsführer der Eurorad Deutschland GmbH ist. Im Servicemodul Travelbike bietet Eurorad touristischen Unternehmen wie Hotels oder Radvermietungen E-Bikes zur Miete an – und dies stets mit einem starken Servicepartner im Hintergrund: „Bei allen Konzeptionen entwickeln wir neue Services immer mit dem ZEG-Händler vor Ort“, so Franz Tepe. Großes wie aktuelles Thema ist zudem die urbane Touristik. Beispiel Berlin: Hier wachsen die Touristenzahlen stetig, was die Mobilität auf vier Rädern jedoch immer mehr zum Erliegen bringt. Genau hier kommen die E-Bikes zunehmend zum Einsatz.

Ganzheitliche Servicesysteme
Drittes wichtiges Servicemodul von Eurorad ist „Sharea“, ein App-basiertes Vermietungssystem für Firmen, Institutionen oder auch Städte. Universitäten können es auf ihrem Campus anbieten oder Energieanbieter in ihren nachhaltig gebauten Standortquartieren. „Bei der Entwicklung von Sharea haben wir uns beispielsweise auch an den Bauverordnungen der einzelnen Länder orientiert“, so der Geschäftsführer. Denn pro Wohnungseinheit sehen diese eine gewisse Anzahl an Stellplätzen vor, was bei großen Bauvorhaben schnell in die Millionen gehen kann. Wer jedoch ein alternatives, nachhaltiges Gesamtmobilitäts-Lösungssystem integriert, kann die Stellplatzanzahl enorm reduzieren – und damit auch die Gesamtinvestitionen. Ob Leasing oder Mietsystem: „In allen Modulen setzen wir immer ein ganzheitliches Servicesystem dahinter“, betont Franz Tepe. So trägt die ZEG dafür Sorge, dass alle Servicepartner technisch immer auf dem aktuellsten Stand sind. Dafür hat sie ein eigenes Weiterbildungssystem entwickelt. Über die Qualitätswerkstatt, in die der TÜV Nord als externe Prüfstelle eingebunden ist, wird sichergestellt, dass alle Servicepartner nur technisch einwandfreie Räder anbieten. In der 2010 erbauten ZEG-Akademie in Köln werden für alle Händler zudem ständig Schulungen und Weiterbildungen angeboten.
Nach dem Shutdown der Corona-Pandemie brummt das ZEG-Geschäft auf zwei Rädern aktuell mehr denn je. Nicht zuletzt, weil von diversen Fachärzten allerorten immer wieder eines betont wird: Radfahren ist gesund!

www.zeg.de


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