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Im Fokus: Luft | Veröffentlicht am 12.06.2020

Bürgergenossenschaft baut Windkraft aus

Im Westmünsterland sieht man morgens schon, wer abends zu Besuch kommt. So flach ist die Gegend im Dreieck Ahaus, Heek und Legden. Der Wind weht eigentlich auch fast immer. Beste Voraussetzungen für eine gute Ausbeute in den sieben Windparks der Energiegenossenschaft Ahaus-Heek-Legden eG, kurz AHLEG. Der Ertrag der weißen Mühlen kann sich sehen lassen: Im Schnitt erzeugen sie 172 Millionen Kilowatt Strom pro Jahr. Damit können über 43.000 Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang versorgt werden und 129.322 Tonnen klimaschädliches CO2 werden eingespart.
Drei von 19 Windrädern gehören der Genossenschaft selbst. An den anderen ist sie als Kommanditistin, also als beschränkt haftende Gesellschafterin in einer KG, mit jeweils ungefähr einem Drittel mit von der Partie. „Vor allem sollten die hier lebenden Menschen beteiligt werden“, erklärt Gregor Ahler, Mitglied des Vorstandes, warum die Genossenschaft im Juni vor vier Jahren entstanden ist.

Gründungsmitglieder aus drei Kommunen
24 Gründungsmitglieder aus den drei Kommunen haben die AHLEG damals aus der Taufe gehoben. „Deshalb vereinbarten die Bürgermeister mit den lokalen Akteuren, gemeinsam die Projekte voranzutreiben und die Bürger an den Vorhaben zu beteiligen. Und im Münsterland hält man sein Wort. Die Kommunen haben ihren Beitrag im Planungsprozess geleistet und die lokalen Akteure haben den Einstieg der Bürgergenossenschaft ermöglicht“, erzählt Ahler weiter, der hauptberuflich als Prokurist für die Volksbank Gronau-Ahaus arbeitet und als Geschäftsführer die Geschäfte der Volksbank Gronau-Ahaus Immobilien GmbH leitet.

Nur Bürger als Mitglieder
Die Bezeichnung Bürgergenossenschaft hält, was sie verspricht: Mitglied kann nur werden, wer in der Region lebt oder dort arbeitet. Die, die auf die Windräder gucken, sollen von der Windenergie, die sie erzeugen, auch profitieren. Von vermeintlich Betroffenen werden sie so zu Beteiligten. Dieser Ansatz hat sich ausgezahlt: Keine einzige Anlage traf auf Widerstand. Und damit die Wirtschaft vor Ort stark bleibt, sind vor allem Banken und Betriebe aus der Gegend in Finanzierung, Bau und Instandhaltung involviert.
Im Oktober 2018 ist eine Frau aus Ahaus das 1.000. Mitglied der AHLEG geworden, aktuell sind alle 15.300 Anteile zu je 500 Euro gezeichnet. Will man jetzt der Genossenschaft beitreten, muss man Geduld haben und sich in die Warteliste eintragen. Weitere Projekte, für die neues Geschäftsguthaben nötig ist, sind in Planung. So sollen auch andere Energiequellen neben dem Wind für die Stromerzeugung erschlossen werden.


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