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Im Fokus: Handwerk

„Genossenschaften sind wieder hip“

© Jan Kopetzky/BMWi

Christian Hirte ist parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und Bundesbeauftragter für Ostdeutschland sowie für das Handwerk und den Mittelstand. Über die Zukunft von Handwerk, Mittelstand und Genossenschaft sprach er mit GENiAL.

Welche konkreten Ideen gibt es seitens des BMWi für die Herausforderungen des Mittelstandes und Handwerks?
Christian Hirte: Als Beauftragter der Bundesregierung für den Mittelstand ist es mir ein besonderes Anliegen, die Rahmenbedingungen für die mittelständischen Unternehmen spürbar zu verbessern. Hierzu haben wir beispielsweise mit der Vorlage eines Gesetzes zur steuerlichen Forschungsförderung einen entscheidenden Schritt getan. Und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat mehrfach deutlich gemacht, dass wir die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags mit einer klaren zeitlichen Perspektive sowie weitere Entlastungen für Personenunternehmen für reinvestierte Gewinne für notwendig halten. Die deutschen Strompreise sind für viele Unternehmen vergleichsweise hoch. Die Kosteneffizienz der Energiewende und der Schutz unserer im internationalen Wettbewerb stehenden Unternehmen bleiben daher ganz oben auf der Tagesordnung.

Stichwort Unternehmensnachfolge: Wo sehen Sie die größten „Baustellen“, die abgeräumt werden müssen?
Die Unternehmensnachfolge wird im Mittelstand immer mehr zu einem der wichtigsten Themen. Bis Ende 2020 planen rund 227.000 mittelständische Unternehmen eine Nachfolge. Eine ganze Generation erfolgreicher Unternehmerinnen und Unternehmer wird ihr Werk in andere Hände legen. Für einen erfolgreichen Generationswechsel in den Betrieben bedarf es einer frühzeitigen Planung. Deshalb ist die Unternehmensnachfolge ein zentrales Handlungsfeld der Gründungsoffensive „GO!“. Mit der Unternehmensnachfolgebörse www.nexxt-change.org und anderen Projekten, die wir derzeit weiterentwickeln und ausbauen, unterstützen und erleichtern wir die Nachfolgeprozesse im Mittelstand.

Wie stehen Sie zum Genossenschaftsmodell bei der Unternehmensnachfolge?
Die frühzeitige Planung der Unternehmensnachfolge gilt besonders für ein „Genossenschaftsmodell“. Denn die Belegschaft oder zumindest ein Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter muss von den Vorteilen und Herausforderungen der Unternehmensnachfolge sowie den Perspektiven überzeugt werden, damit sie zusätzliche Verantwortung übernehmen und privates Kapital investieren. Wenn die Belegschaft davon überzeugt ist, bietet die Genossenschaft eine gute Organisationsstruktur.

Welche Rolle sollen/können künftig Mittelstand und kleinere Genossenschaften im deutschen Wirtschaftsgefüge übernehmen?
Immer mehr mittelständische Betriebe entdecken im Spannungsfeld von internationalem Wettbewerbs-, Kostendruck und zugleich steigenden Konsumentenerwartungen und immer kürzeren Produktlebenszyklen die Vorteile der genossenschaftlichen Kooperation. Genossenschaften sind wieder hip. Unternehmen, Selbstständige, Freiberufler sowie Handwerkerinnen und Handwerker kooperieren in Genossenschaften, um günstigere Konditionen zu erreichen, Kosten zu teilen, einen Know-how-Transfer zu ermöglichen, einen gemeinsamen Markteintritt zu organisieren oder eine gemeinsame Marke zu etablieren. Genossenschaften können so Größenvorteile nutzen, ohne die eigene Selbstständigkeit und Flexibilität aufgeben zu müssen. Auch immer mehr Bürgerinnen und Bürger und Kommunen sehen diese Vorteile der Genossenschaftsidee.

Wo sehen Sie die Zukunft der Rechtsform Genossenschaft?
Die Genossenschaft basiert seit ihrer Institutionalisierung als Rechtsform vor 130 Jahren auf den Prinzipien der Selbsthilfe, der Selbstverwaltung und der Selbstverantwortung. Sie war eine Antwort auf die Transformationsprozesse im 19. Jahrhundert, die auch die eine oder andere Parallele zur Gegenwart haben, zum Beispiel die rasante technologische Entwicklung oder der Wandel der Gesellschaft. Ihre Prinzipien sind heute moderner denn je. Nicht ohne Grund haben wir daher im Koalitionsvertrag die Förderung der Genossenschaften vereinbart.
Yvonne Reißig


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