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Im Fokus: Geschlechtergleichheit | Veröffentlicht am 28.10.2021

Klare Kante

ung oder Alt, schwarz oder weiß, hetero- oder homosexuell, jüdisch oder buddhistisch, Frau oder Mann, von hier oder anderswo: Unsere (Arbeits-)Welt ist bunt. Abgebildet wird dies auch in der „Charta der Vielfalt“, die bereits von Tausenden deutschen Unternehmen und Organisationen unterzeichnet wurde – auch der Volksbank Mittelhessen eG. Sie setzt schon seit Langem auf vielen Ebenen starke Zeichen für Toleranz, Respekt und Vielfalt.

Sie setzen mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ ein starkes Zeichen: die Vorstände der Volksbank Mittelhessen (v.l. sitzend) Hans-Heinrich Bernhardt, Dr. Peter Hanker und Dr. Lars Witteck sowie die Generalbevollmächtigten Natalija Korbmacher und Jens Fürbeth.

Einfach das Logo in bunte Regenbogenfarben tauchen und damit ein Signal setzen? Das allein ist der Volksbank Mittelhessen eG nicht genug. „Diversität hat etwas mit Haltung und Werten zu tun und muss jeden Tag gelebt werden“, betont Dennis Vollmer, PR-Manager und Referent des Vorstandsstabes der Genossenschaftsbank mit Sitz in Gießen. Vielfalt und Toleranz werden hier schon seit Langem mit Leben gefüllt. Mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ (siehe Kasten) bekennt sich die Volksbank Mittelhessen nun auch ganz offiziell und für alle weithin sichtbar dazu. Durch die Unterschrift auf der Urkunde verpflichtet sie sich, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen und Diskriminierung ist. Zudem sollen alle Kolleg*innen gleichermaßen respektiert und wertgeschätzt werden – unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft. „Wir sehen im Thema Vielfalt einen großen Mehrwert, denn wir können nur dann erfolgreich sein, wenn wir alle einander anerkennen, egal woher wir kommen, wer oder wie wir sind. Diese Verschiedenheit fördern wir bewusst im Rahmen unserer Personalstrategie und Organisationsentwicklung“, sagt Dennis Vollmer.

Hier ist viel Farbe drin

Einer, der dies nur bestätigen kann, ist Sven Werner. Er ist seit 18 Jahren für die Volksbank Mittelhessen tätig und leitet heute neun Filialen mit zirka 50 Mitarbeiter*innen. Seine Homosexualität hat er anfangs nicht thematisiert. „Ich war damals sehr zurückhaltend und bedächtig, denn es passte nicht in das Bild der Gesellschaft“, so der 47-Jährige. Die Zeiten und vor allem der Umgang mit dem Thema haben sich mittlerweile geändert. Dass er bei der Volksbank Mittelhessen diesbezüglich eine große Unterstützung und ein wertschätzendes Entgegenkommen erfährt – sei es vom Vorstand oder den Kolleg*innen – weiß Sven Werner sehr zu schätzen. Sein Coming-out kam peu à peu. Ende Juni dieses Jahres ging der Vertriebsleiter dann ganz offensiv damit an die Öffentlichkeit: „#sowieduwillst – Homosexualität in Führungspositionen“ lautet die Podcast-Folge der Volksbank-Mittelhessen, in der er offen darüber spricht. „Ich habe dies bewusst gemacht, um zu signalisieren: Auch in der eher konservativen Bankenwelt ist viel Farbe drin und hier ist jede*r gleich.“ Von der „Volksbank-Familie“, wie er sie liebevoll nennt und die seine Arbeit honoriert und ihn als Mensch achtet, hat er dafür viel positives Feedback erhalten – ebenso in den sozialen Medien. Und daher ermutigt er andere, die in einer ähnlichen Situation sind: „Trau dich, warte nicht zu lange, geh einen Schritt nach vorne. Das stärkt, denn der innere Konflikt und das Unausgesprochene belasten einen sehr.“ Letzten Endes müsse es jedoch jede*r selber wissen.
Die Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ ist für Sven Werner vor allem „eine Bestätigung unserer Kultur, denn hier ist es egal, wie und wer du bist. Du gehörst dazu“. Dass er sich für den Podcast bereit erklärt hat, findet Dennis Vollmer „spitzenmäßig“. „Wir brauchen viele Vorbilder à la Sven Werner, denn solange es eine Schlagzeile wert ist, dass ein Homosexueller bei den Olympischen Spielen eine Goldmedaille gewonnen hat, solange haben wir noch keine wirkliche Gleichheit und schon gar keine vorurteilsfreie Gesellschaft“, sagt der PR-Manager.

Offizielles Bekenntnis

Daher habe die Volksbank Mittelhessen auch bewusst den weltweit bekannten „Pride-Monat“ Juni ausgewählt, um der „Charta der Vielfalt“ beizutreten und ihre von Respekt geprägte Einstellung offiziell zu machen. Letztere hat in den Filialen der Genossenschaftsbank seit Langem verschiedene Gesichter. Dazu zählt nicht nur ein Kolleg*innenkreis, der alle Altersstufen und diverse Nationalitäten abdeckt. Dazu zählt zudem, dass man auch den Kund*innen gegenüber ganz deutlich Stellung bezieht. So kam es bereits vor, dass ein Volksbank-Mitarbeiter mit Migrationshintergrund von einem Kunden auf das Übelste beleidigt und beschimpft wurde. Die Volksbank Mittelhessen bezog sofort Position und kündigte diesem die Geschäftsbeziehung auf.
Auch wenn Toleranz und Vielfalt bereits in verschiedenen Dimensionen gelebt werden, wolle man sich auf dem aktuellen Status quo keineswegs ausruhen, hebt Vorstand Dr. Lars Witteck hervor: „Wir werden uns täglich aufs Neue dafür engagieren, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen und geprägt von Respekt ist. Denn jede*r Einzelne ist mit seinen individuellen Fähigkeiten eine Bereicherung für uns alle.“

Anja Scheve


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