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Im Fokus: Genossenschaften – innovativ für Stadt und Land | Veröffentlicht am 05.03.2021

Bestens vernetzt

Wer bauen will, muss genau wissen, welche Rohre oder Erdkabel in dem Areal liegen. Hier setzt die BIL eG an, sorgt mit geballter Information für Auskunft. Ihr bundesweites, kostenloses Serviceportal setzt alle bestens ins Bild – bringt Leitungsbetreiber, Bautätige, Planer und Architekten zusammen. Jüngst wurde die 100er-Marke geknackt, 103 Netzwerkpartner sind im BIL Portal organisiert.

In der BIL eG steckt reichlich Know-how und Power, um einen wichtigen Beitrag zur Infrastruktursicherheit in Deutschland zu leisten. Die in Bonn ansässige Genossenschaft macht sich für Kommunikation, Struktur und Vernetzung stark. Hinter der Abkürzung BIL steht ein einzigartiger Zusammenschluss, der etliche Kräfte bündelt. Das Bundesweite Informationssystem zur Leitungsrecherche (BIL) ist ein genossenschaftlich getragener Verbund aus Leitungsbetreibern aller Versorgungssparten in Deutschland.

Die BIL eG hat eine innovative Plattform auf den Weg gebracht und im Februar 2016 gelauncht: Ihr zentrales Portal zur Online-Leitungsauskunft für Bauanfragende sowie Leitungsbetreiber ist deutschlandweit ausgerichtet, deckt alle Bundesländer ab. Das ist ein absolutes Novum. „In Ermangelung eines zentralen Registers haben wir einen digitalen Lösungsansatz geschaffen und verfügen damit über das erste gelungene Angebot, das die spartenübergreifende Leitungsauskunft in Deutschland für die Bauwirtschaft erleichtert“, betont Jens Focke, Geschäftsführender Vorstand der BIL eG. Die Genossenschaft verfolgt keine kommerziellen Interessen: „Wir sind angetreten, um in partnerschaftlicher Zusammenarbeit ein attraktives, leistungsstarkes Portal zu implementieren, welches bereits durch acht Branchenverbände offiziell unterstützt wird“, sagt Jens Focke.

Ob Gas-, Wasser- und Stromleitungen, ob Chemie- oder Ölpipelines: das BIL Portal hält wichtige Informationen zu leitungs- und netzgebundenen Infrastruktursystemen bereit. Immer mehr Netzwerkpartner – ebenso aus den Bereichen Breitband sowie Neue Medien – kamen und kommen hinzu. „Damit haben die in der BIL eG organisierten Unternehmen eine sichere Basis für Tiefbauarbeiten und zur Vermeidung von Leitungsschäden geschaffen“, hebt der Vorstand hervor.

Bei Bauanfragen mehr als etabliert

Das kostenlose unternehmensübergreifende Serviceportal gilt mit insgesamt rund 31.000 Nutzern und nunmehr über 420.000 erfolgreich abgewickelten Bauanfragen in Deutschland als führend. „Allein im vergangenen Jahr wurde unser Portal für 150.000 Bauvorhaben genutzt“, berichtet Jens Focke. Das ist enorm. Und kommt auch nicht von ungefähr. Denn wer hierzulande als Privatperson oder Unternehmen die Bagger anrollen lässt, muss mit der großen Wahrscheinlichkeit rechnen, bei Bauarbeiten auf Erdkabel und Co. zu treffen. Deshalb sollte laut Jens Focke auch jeder zuvor eine Leitungsauskunft einholen. Gut, wenn das völlig unkompliziert klappt. Für Bautätige, Architekten und Planer bietet die BIL eG smarten Support und eine effiziente Leitungsrecherche. Umgekehrt ist es für Netzbetreiber wichtig, über (Bau-)Aktivitäten, die eventuell ihre Versorgungsinfrastruktur gefährden könnten, Bescheid zu wissen. Genau dafür wurde das Informationssystem aufgesetzt.

Das Portal ist für Nutzer intuitiv und einfach zu bedienen: Wer sich registriert und eingeloggt hat, kann in nur wenigen Minuten nach Eingaben zur Lokalisierung und Klassifizierung des Bauvorhabens seine Leitungsanfrage an BIL-Netzwerkpartner versenden. „Mit unserem System wird die Zuständigkeit der bei einer Planungs- und Baumaßnahme gegebenenfalls betroffenen Netzbetreiber geprüft und automatisiert weitergeleitet“, erläutert der Vorstand. Das sorgt für eine Win-win-Situation auf beiden Seiten.

Sowohl bei Bauanfragenden als auch bei Netzbetreibern, die per Gesetz zur Auskunft verpflichtet sind, wird der Kommunikationsprozess deutlich beschleunigt – und es werden zugleich Ressourcen eingespart. „Mit unserem digitalen Lösungsansatz können wir jeden relevanten Betreiber in Deutschland identifizieren, adressieren und diesem nur die für ihn relevanten Anfragen zustellen“, hebt Jens Focke hervor. Sogenannte zuständigkeitsgeprüfte Bauanfragen werden seinen Angaben zufolge bei den teilnehmenden Unternehmen um bis zu 80 Prozent reduziert. Weiterer wesentlicher Vorteil: Der komplette Prozess inklusive Workflow-Kontrolle wird von der Anfrage bis zur rechtssicheren Archivierung digital abgebildet.


Leitungsbetreiber aller Branchen

Mit einem sechsköpfigen Team organisiert Jens Focke alles, was sich rund ums Portal abspielt. „Wir kümmern uns um die Kernaufgaben und arbeiten mit einem renommierten IT-Dienstleister zusammen“, sagt der studierte Vermessungsingenieur, der von Anfang an bei BIL die Geschäfte führt. Gegründet wurde die Genossenschaft im Juni 2015 von 17 deutschen Fernleitungsbetreibern der Sparten Chemie, Gas-Hochdruck und Mineralöl. Mittlerweile gehören 103 Unternehmen dem BIL-Portalbetrieb an. Eine Mitgliedschaft in der Genossenschaft steht allen Netzbetreibern offen, ist jedoch nicht Voraussetzung für die Mitwirkung am Portal. „Auf unserer Plattform sind alle leitungsführenden Branchen und Medien vertreten – das ist das, was uns stark und einzigartig macht“, so der Vorstand. Für das gemeinschaftliche Interesse bündelt die BIL eG ihr Wissen, stellt hohe Sicherheitsanforderungen sowie Compliance-Standards an oberste Stelle. „Wir sorgen dafür, dass der Prozess des Auskunftgebens und der Dokumentation sauber funktioniert“, betont Jens Focke. Das sei speziell auch bei der Breitband-Auskunft immens wichtig. Die vielen Genossenschaften, die den gemeinschaftlichen Breitbandausbau vorantreiben, sind ihm zufolge gut beraten, sich dem BIL Portal bekannt zu machen.

Anja Pieper


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