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Im Fokus: Genossenschaften für nachhaltige Städte und Gemeinden | Veröffentlicht am 29.07.2021

„Genossenschaftliche Lösungen stärken unsere Marke“

Genossenschaften tragen nachhaltig zur Entwicklung ländlicher Räume bei. GENiAL interviewte Stefan Lohmeier, Sprecher der Genossenschaftsbanken in Schleswig-Holstein.

Stefan Lohmeier ist im Vorstand der Volksbank Raiffeisenbank eG, Bad Oldesloe mit Geschäftsgebiet in Hamburg und dem Kreis Stormarn. Er ist dem Genossenschaftswesen und dem Land Schleswig-Holstein eng verbunden. Seinen Abschluss als Diplom-Kaufmann erwarb Stefan Lohmeier an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Seit 2017 ist er Sprecher der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Schleswig-Holstein. In seinem Heimatort Leezen ist er ehrenamtlicher Aufsichtsratsvorsitzender der Wasserversorgungsgenossenschaft.

Herr Lohmeier, Sie engagieren sich intensiv für eine genossenschaftliche Gründungsinitiative in Schleswig-Holstein. Was motiviert Sie dazu?
Stefan Lohmeier: Als Genossenschaftler bin ich überzeugt, dass in der gesellschaftlichen und ökonomischen Subsidiarität eine besondere Kraft steckt. Dabei kommt Genossenschaften eine wichtige Funktion zu. Sie vergrößern die Handlungsmöglichkeiten des Einzelnen und gestatten dem Gemeinwesen sich auf Handlungsfelder zu konzentrieren, die in einem noch größeren Rahmen bearbeitet werden müssen.

Insgesamt wird Ihr Antritt vom Innenministerium und dem Gemeindetag Schleswig-Holstein unterstützt. Warum denken Sie, ist die Zeit reif für genossenschaftliche Selbsthilfe?
Betrachten wir nur einmal aktuelle Mega-trends. Das Zukunftsinstitut nennt insgesamt zwölf auf seiner Website, darunter die Individualisierung, die Wir-Kultur, die Wissenskultur, die Konnektivität, die Neo-Ökologie und die Silver Society. Alles Trends, die genossenschaftliche Lösungen pushen und zeigen, wie zeitgemäß genossenschaftliche Lösungen auf dem Gebiet der kommunalen Lebenswirklichkeit sind.

Übrigens: Oberflächlich erscheint die Wir-Kultur als Widerspruch zur Individualisierung. Schaut man aber genau hin, entspricht die Sharing-Economy der Anwendung des Subsidiaritätsprinzips in einer zunehmend individualisierten Gesellschaft. Und nichts anderes als Sharing-Economy ist genossenschaftliches Wirtschaften. Nur weniger modern formuliert. Dafür bewährt und vor allem institutionell abgesichert.

Was ist erforderlich, damit Ihre Initiative erfolgreich wird?
Vor allem brauchen wir Treiber auf kommunaler Ebene, die wissen, welche Herausforderungen auch genossenschaftlich gelöst werden können, diese in die Diskussion einbringen und sich selbst als Nukleus von Umsetzungsnetzwerken verstehen.

Und diese Rolle können Volksbanken und Raiffeisenbanken übernehmen?
Wir wissen, wie Genossenschaft geht. Wir haben den Kontakt zu unserem Genossenschaftsverband, der Gründungen begleitet und das Wissen über genossenschaftliche Lösungen aus 14 Bundesländern in sich vereint. Wir kennen uns mit Finanzierungen und Unternehmensgründungen aus.

Mit unseren zahlreichen Mitgliedern verfügen wir über ein stabiles, bewährtes und großes Netzwerk. Wir haben gute und verlässliche Kontakte zu kommunalen Entscheidungsträgern, mit denen wir über genossenschaftliche Optionen sprechen wollen.

Dabei ist uns klar: Genossenschaften ersetzen weder den Staat noch das Private. Sie sind Instrument von Personenvereinigungen, die ein Stück ihrer Lebenswirklichkeit selbstverantwortlich gestalten wollen und gleichzeitig wissen, dass es das Private ebenso braucht wie das Staatliche.

Welchen Mehrwert sehen Sie für die Genossenschaftsbanken in einer solchen Initiative?
Warum wird die zentrale Marketingkampagne unserer Gruppe in diesem Jahr die Mitgliedschaft besonders hervorheben? Weil dieses Thema unsere Marke aufwertet. Genau darin sehe ich auch die Chance für unser Engagement für Genossenschaften: Unsere Marke profiliert sich, und wir werden als gesellschaftlicher Akteur wahrgenommen, der bürgerzentrierte Lösungen bietet. Das ist etwas Wesentliches, was Menschen von Unternehmen aktuell erwarten. Markenpositionierung, Markenimage, Arbeitgeberattraktivität – die Liste der Vorteile ist lang und umfassend. Daher ist das Engagement für genossenschaftliche Lösungen nicht nur etwas, was man aus Überzeugung macht, sondern auch ein lohnendes Investment.


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