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Im Fokus Fortschritt | Veröffentlicht am 11.07.2017

Kollege Computer

Die Arbeit der Zukunft wird anders sein als heute. Aber auch besser? Nehmen uns künftig Roboter die Arbeitsplätze weg? Werden wir gesünder arbeiten? Arbeiten wir
noch in einem Büro oder vom Sofa oder aus dem Park? Welche Berufe wird es künftig noch geben? Das Berufsleben wird sich massiv verändern. Verantwortlich hierfür sind vier große Treiber, darunter vor allem Digitalisierung, gefolgt von Globalisierung, demografischem sowie kulturellem und gesellschaftlichem Wandel, informiert das „Weißbuch Arbeiten 4.0“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom November 2016.

Maschinen lernen das Denken

„Derzeit überschreiten wir eine Schwelle, an der die Digitalisierung weite Teile des täglichen Lebens, der Wertschöpfungsprozesse und des Arbeitens durchdringt“, heißt es dort. So erwarten Experten in den nächsten zehn Jahren serienmäßig selbstfahrende Autos, komplexe Produkte von Kleinstbetrieben aus 3-D-Druckern sowie Roboter, die hochwertige Dienstleistungen wie die einer Apothekerin oder eines Apothekers übernehmen. Intelligente Maschinen können über eingebaute Computer mit Sensoren und Aktoren direkt miteinander kommunizieren und so Produktion, Lager und Logistik weitgehend selbst steuern. Sie werden immer mehr zu Problemlösern, die auch unstrukturierte Kundenanfragen beantworten können.

Roboter als Kollegen

Welche Folgen hat das? Eine Studie zu den Megatrends digitaler Arbeit der Zukunft von der Telekom und der Universität St. Gallen (2015) geht davon aus, dass Kunden zukünftig direkt mit Computern kooperieren werden und viele Unternehmen dadurch überflüssig werden. Forscher des Massachusetts Instituts of Technology und der Boston University in den USA haben berechnet, dass in den USA jeder neue Industrieroboter sechs menschliche Arbeiter ersetzt hat. Nach einer Studie der Universität Oxford soll fast die Hälfte aller Arbeitsplätze in den USA in Gefahr sein. Das gilt vor allem für Berufe, in denen Tätigkeiten stetig ähnlich ausgeführt werden: für Arbeiter in der Produktion und Verpackung, außerdem Buchhalter, Callcenter-Mitarbeiter, Lkw-Fahrer und Piloten. Und die Entwicklung schreitet unaufhaltsam voran: Im globalen Automationswettbewerb belegte Europa 2016 einen Spitzenplatz mit 54.200 eingekauften Robotern, gab die International Federation of Robotics bekannt. Roboter erledigen schon heute schwere, gesundheitlich gefährdende und monotone Aufgaben. Menschen werden jedoch in Zukunft weiter Arbeiten übernehmen, die nicht planbar sind und bei denen außerdem Kreativität und Einfühlungsvermögen gefordert sind: zum Beispiel in der Altenpflege und bei der Programmierung und Überwachung von Maschinen selbst.

Big Data prägt Globalisierung

Diese Entwicklung spielt sich vor dem Hintergrund der Globalisierung ab. Geprägt wird sie vor allem durch den Zuwachs von Datenströmen. Während sich der Handel mit klassischen Waren- und Dienstleistungen zwischen 2004 und 2014 fast verdoppelt hat, haben sich die Internetverbindungen verachtzehnfacht. Laut der Deutschen Telekom-Studie wurden 2014 weltweit pro Minute 204 Millionen Mails verschickt und vier Millionen Google-Anfragen gestartet. Das hat Folgen für die Märkte. Schon längst geht es nicht mehr um grenzüberschreitenden Handel von Waren, die an unterschiedlichen Orten der Welt produziert werden, stellt das Weißbuch fest. Es geht um globale Arbeitsteilung bereits in ihrer Herstellung. Flexibilität und Geschwindigkeit erhalten immer mehr Gewicht, der Fokus auf Arbeitskosten nimmt eher ab. Global vernetzte Wertschöpfung hat vielfältige Auswirkungen auf Investitionspläne, Entwicklungen und die Zusammenarbeit von Standorten sowie auf Arbeits- und Vertragsbedingungen für Beschäftigte, ihre Qualifikationen und Verdienstchancen sowie ihre Mitbestimmung. Auf der Kundenseite verändern sich die Werte- und Konsumhaltungen und überwinden regionale und nationale Orientierungen.

Arbeit ohne Grenzen

Das Leben der Deutschen wird künftig gekennzeichnet durch Individualisierung, das veränderte Idealbild des familiären und gesellschaftlichen Lebens, die Vielfalt
der Lebenswürfe, neue Konsumhaltungen, wie zum Beispiel Sharing Economy oder nachhaltige Ökologie, und das partnerschaftliche Rollenverständnis der Geschlechter. Der Wunsch nach flexiblen Arbeitszeiten und dezentralen Arbeitsorten bis hin zu individuellen Arbeitszeitmodellen, Sabbaticals und Homeoffices wird
immer größer. Doch durch die flexiblen Arbeitszeiten verschwimmt die Grenze zwischen Berufs- und Privatleben immer mehr, die Arbeitsverdichtung nimmt zu und stellt
Arbeits- und Gesundheitsschutz vor große Herausforderungen. Das alles findet vor dem Hintergrund des demografischen Wandels statt, dessen Fachkräftemangel
schon jetzt in einzelnen Branchen und Regionen spürbar ist und durch die aktuelle Einwanderung nicht ausgeglichen werden kann.


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