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Im Fokus: Erde | Veröffentlicht am 26.02.2020

Ackerland in Bürgerhand

Die Bioboden eG mit Sitz in Bochum strebt mehr Flächen für den Bio-Anbau von Lebensmitteln an und sichert deshalb für Landwirte bundesweit Höfe und landwirtschaftliche Flächen.

Der Markt für Bio-Lebensmittel wächst und wächst, und das viel stärker als die Bio-Anbauflächen. Deshalb muss inzwischen jede zweite Gurke oder jeder zweite Apfel importiert werden, meldet der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft. Diesen Zustand wollten einige Menschen und Unternehmen, unter anderem die GLS Bank, ändern und gründeten 2009 die Bioboden eG, die ökologische Landwirtschaft fördert.
4.600 Mitglieder hat die Genossenschaft inzwischen – vom Bio-Bauern über den Naturkostproduzent bis hin zum ökologisch interessierten Verbraucher. Gemeinsam haben sie bereits 3.500 Hektar landwirtschaftliche Fläche für 65 landwirtschaftliche Betriebe bundesweit gesichert. Dafür hat jedes Mitglied mindestens einen Anteil von 1.000 Euro gekauft.

„Wir empfehlen jedem Mitglied drei Anteile im Gesamtwert von 3.000 Euro“, sagt Jasper Holler, Pressesprecher der Genossenschaft, und rechnet vor: „Teilt man die weltweit zur Verfügung stehende Anbaufläche von 1,4 Milliarden Hektar durch die 7 Milliarden Menschen auf der Erde, stehen jedem Menschen rein rechnerisch 2.000 Quadratmeter Boden für seine Bedürfnisse zur Verfügung. Darauf muss alles Platz haben, was er zum Leben benötigt: Feldfrüchte, Gemüse, der Futteranbau fürs Vieh, aber auch zum Beispiel Öl- und Energiepflanzen.“ Mit einer Mitgliedschaft bei der BioBoden Genossenschaft könne so jeder einzelne Verantwortung für die „eigenen“ 2.000 Quadratmeter übernehmen. Holler: „Je mehr Mitglieder wir haben, umso mehr Flächen können wir für die Zukunft einer gesunden Gemeinschaft sichern.“

Deshalb setzen die Mitglieder der Genossenschaft auf umweltfreundliche Landwirtschaft sowie Natur- und Tierschutz. Sie arbeiten außerdem mit Start-ups zusammen, um regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen.
„In unserer Genossenschaft bringen wir zwei Seiten zusammen: Menschen, die ihre Flächen oder den ganzen landwirtschaftlichen Betrieb verkaufen und Landwirte, die ökologisch wirtschaften wollen“, betont Vorstandsmitglied Uwe Greff, der gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Stefan Decke die Genossenschaft leitet.
Für viele Landwirte rechne sich der eigene Betrieb nicht mehr, andere fänden keine Hofnachfolger. Auf der anderen Seite gäbe es immer mehr junge Landwirte, die gern ökologisch wirtschaften wollen, aber meist nicht die finanziellen Mittel hätten, um zu pachten oder zu kaufen. Viele Akteure mit viel Geld seien am Markt, die maximale Erträge aus dem Boden zögen und diese überstrapazierten. „So betreiben wir Raubbau an unserer eigenen Daseinsvorsorge“, sagt Vorstandsmitglied Stefan Decke. Auch deshalb sichere die Genossenschaft landwirtschaftliche Flächen mithilfe ihrer Mitglieder auch für nachfolgende Generationen.

Sabine Bömmer

www.bioboden.de


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