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Im Fokus: Genossenschaften – ein Baustein für Gesundheit | Veröffentlicht am 26.04.2021

Netzwerken ist das beste Rezept


Um Gesundheit aus einer Hand zu bieten, greifen in und rund um Bünde gleich viele helfende Hände ineinander. Das Ärztenetz „MuM – Medizin und Mehr eG“ hat sich der optimalen medizinischen Versorgung in der Region verschrieben. Es bringt mit geballter Kompetenz innovative Konzepte und Projekte ans Laufen – darunter auch Videosprechstunden.

Hier dreht sich alles um das Wohl der Patient*innen, um ihre ganzheitliche Betreuung vor Ort: Die Bünder Vereinigung „Medizin und Mehr“ ist eines der ältesten Ärztenetze Deutschlands und wurde vor über 25 Jahren gegründet. Aus dem Netzwerk entwickelte sich im Laufe der Zeit immer mehr. Nicht nur die Zahl der angeschlossenen Mediziner*innen wuchs kontinuierlich, heute sind es 61 Haus- und Fachärzt*innen mit eigenen Praxen in der Region Bünde, Kirchlengern und Rödinghausen. Auch die Zusammenarbeit sowie der interdisziplinäre Austausch wurden zunehmend intensiviert: Sei es bei fachübergreifenden Behandlungsabläufen, sei es beim Wissenstransfer sowie bei der Umsetzung moderner Versorgungslösungen. Oder sei es bei der Schaffung therapiebegleitender Einrichtungen und Angebote wie Physiotherapie und etwa Ernährungsberatung.Dazu gesellen sich strukturelle Innovationen und Projekte, wie zum Bespiel beim Thema Wundversorgung. „Wir haben eine netzeigene Wundexpertin, die von uns finanziert wird und Praxen bei Bedarf unterstützt“, berichtet Annette Hempen, Geschäftsführerin der MuM eG.

Der Verbund brachte und bringt vieles unter einen Hut – und selbst immer wieder Neues auf den Weg. Nicht zuletzt deshalb ist das Ärztenetz seit 2013 auch als Genossenschaft organisiert. Denn diese Rechts- und Unternehmensform passe „am besten zum kooperativen Selbstverständnis und zum Spirit, gemeinschaftlich etwas zu bewegen“, so Annette Hempen. Alle Akteure eint der Wille, eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung sicherzustellen und gemeinsam weiter zu gestalten. Das „kollegiale Miteinander“ sowie die Vernetzung von Berufsgruppen gaben zur Gründung von MuM den Ausschlag – und sind auch für die eG ein äußerst probates Mittel im Dienst der Gesundheit. So individuell die Bedürfnisse und Wünsche der Patient*innen sind, es gilt, sie auf bestmögliche Art zu erfüllen. „Unsere regionale Gesundheitsversorgung basiert auf vier Eckpfeilern: Kooperation, Koordination, Kommunikation und Innovation“, sagt die Geschäftsführerin.

Support aus der Netzzentrale
Dafür laufen in der Netzzentrale in Bünde alle Fäden zusammen. In der MuM-Geschäftsstelle sind 30 Mitarbeiter*innen beschäftigt. Sie ermöglichen im rund 1.000 Quadratmeter großen „Forum der Gesundheit“ verschiedene therapeutische Angebote sowie zudem Gesundheits- und Präventionskurse, die aktuell Corona-bedingt online stattfinden. Darüber hinaus steht ein weiterer Teil der MuM-Belegschaft allen Mitgliedern der Genossenschaft, also den Ärzt*innen, mit umfassenden Hilfestellungen zur Seite und unterstützt sie bei der Berufsausübung. Dazu zählen beispielsweise spezielle Abschlüsse von Versorgungsverträgen mit Krankenkassen – und dazu gehören genauso Fortbildungen für Mediziner*innen und deren Mitarbeiter*innen.
Gemeinsam mit Annette Hempen führt ein ärztliches Vorstands-team, dem Dr. Gesa Fiedler und Dr. Hans-Jürgen Beckmann angehören, die Medizin und Mehr eG. Diese Kombination von medizinischem Fachwissen und betriebswirtschaftlichen Geschäftsgrundsätzen ist für den Erfolg des Netzwerkes entscheidend. Nicht nur die Geschäftsführerin, die Master of Health Business Administration (MHBA) ist, baut dabei auf große Flexibilität und eine „gesunde Portion Leidenschaft“. Gleiches gilt für das Vorstandsduo, das sich mit ihr für die Ziele des Ärztenetzes einsetzt und dessen Interessen vertritt, bei Krankenkassen sowie der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL).

Ausgezeichnet und äußerst innovativ
Für Letztere spielt die MuM eG übrigens in der obersten Liga der „förderungswürdigen Praxisnetze“ und erhielt im Herbst 2020 eine besondere Urkunde. Dem Bünder Netzwerk wurde von der KVWL die höchste Akkreditierungsstufe zuerkannt: In NRW ist es das erste Ärztenetz mit einer solchen Top-Zertifizierung, bundesweit gibt es nunmehr drei. Diese Auszeichnung kommt nicht von ungefähr. Sie wird getragen von der fachübergreifenden Netzwerkarbeit sowie etlichen MuM-Projekten, die sich sowohl mit der Zukunftsfähigkeit der ambulanten Versorgung beschäftigen als auch die regionale Betreuung der Patient*innen verbessern. Meilensteine gibt es dafür etliche, verschiedene innovative Methoden und Verfahren sind längst Praxis. Neben Fallkonferenzen, bei denen unterschiedliche Fachbereiche derzeit via Bildschirm über spezielle Krankheitsverläufe und Symptome von (anonymisierten) Patient*innen sprechen, haben sich auch Telemedizin-Module etabliert. Darunter die elektronische Arztvisite (elVi), die „in Bünde geboren wurde“, berichtet Annette Hempen: „Als Pionier und Vorreiter haben wir mit Kooperationspartnern die Videosprechstunde auf den Weg gebracht, die mittlerweile bundesweit implementiert wurde.“ Von Ärzt*innen des Netzwerkes wird „elVI“ rege genutzt. „Wir setzen das System auch bei Konsultationen mit Fachkräften von 22 Pflegeeinrichtungen ein“, erläutert die Geschäftsführerin. Das spart lange Wege und Zeit, da Patient*innen nicht eigens in die Praxis gefahren werden müssen.
Für MuM sind auch sogenannte Telekonsile – der Videochat von Arzt und spezialisiertem Facharzt – kein Novum mehr: Das Ärztenetz hat maßgeblich zum Erfolg des Großprojektes TELnet@NRW beigetragen. Neben E-Health stehen weitere zukunftsweisende Themen auf der Agenda des Bünder Verbunds, darunter Projekte zur Demenzversorgung oder zur ökologischen Praxisführung und vieles mehr.
Anja Pieper


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