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Im Fokus: Genossenschaften – ein Baustein für Gesundheit | Veröffentlicht am 26.04.2021

Mit individuellem Service punkten

Seit mehr als 70 Jahren gestaltet sie die betriebliche Altersversorgung von Genossenschaften und ihnen nahestehenden Unternehmen: die PENSIONSKASSE Deutscher Genossenschaften (PenkaDG). Seit dem 1. Oktober 2020 bilden Nicole Möbs und Andreas Siegert das neue geschäftsführende Vorstandsduo. Der Redaktion von GENiAL standen sie Rede und Antwort.

Nicole Möbs

Die Einarbeitungszeit ist seit gut sechs Monaten vorbei. Wohin wollen Sie mit der PenkaDG?

ANDREAS SIEGERT: Das bewährte Konzept, mit einem schlanken Verwaltungsapparat, ohne Außendienst und Provisionen, mit fachlicher Kompetenz und Nähe zu den Kund*innen zu arbeiten, werden auch wir fortsetzen. Das macht die Pensionskasse in Münster aus. Natürlich fängt man einen Job auch mit dem Vorsatz an, die Unternehmensstrategie weiterzuentwickeln. Dafür stehen Frau Möbs und ich.

NICOLE MÖBS: Drei Fragen stehen für uns im Mittelpunkt: Wo stehen wir heute? Wo wollen wir in drei bis fünf Jahren stehen? Wie kommen wir dahin? Um diese drei Fragen werden wir uns im Kern und mit den Mitarbeiter*innen beschäftigen. Wir möchten mit dem Team gemeinsam die Zukunft der PenkaDG gestalten. Ganz besonders am Herzen liegt uns, die Werte zu pflegen, die unsere Pensionskasse in der Vergangenheit stark und erfolgreich gemacht haben und die mein Kollege gerade schon angesprochen hat: Dazu gehört insbesondere der direkte und persönliche Kontakt zu unseren Mitgliedern, verbunden mit einem hohen Servicegedanken und individueller Ansprache. Wir stehen für betriebliche Altersversorgung (bAV), die wir mit unseren Vorsorgebausteinen Alters-, Hinterbliebenen- und Erwerbsminderungsrente individuell und an die persönliche Lebenssituation ausgerichtet gewähren. Wir gestalten mit unseren Kund*innen unternehmensindividuelle bAV-Modelle und Versorgungsregelungen.

Andreas Siegert

Wie stehen Sie zur Digitalisierung?

ANDREAS SIEGERT: Die persönliche Beratung und Betreuung durch unser Team sind gesetzt. Daran wollen wir auch zukünftig festhalten. Wir wollen aber die Digitalisierung nutzen und prüfen, wo wir noch besser werden können.

NICOLE MÖBS: Früher hat der Arbeitnehmer und die Arbeitnehmerin eine betriebliche Altersversorgung abgeschlossen und sich in der Regel nur bei einem Arbeitgeberwechsel mit dem Vertrag beschäftigt. Dabei passiert in einem (Arbeits-­)Leben viel: Heirat, Jobwechsel, Gehaltsentwicklungen oder Hausbau beispielsweise. Wir möchten zukünftig stärker auf die individuellen Lebensereignisse der Arbeitnehmer*innen eingehen und uns natürlich auch mit den Arbeitgeber*innen über den Ausbau der betrieblichen Altersversorgung austauschen. Dabei helfen nicht nur digitale Lösungen, denn auch hier zeigt sich wieder, dass die Nähe und der persönliche Kontakt und die Beratung durch uns für unsere Mitglieder eine ganz wesentliche Rolle spielen.

Durch die Niedrigzinsphase ist die Lebensversicherung beziehungsweise die betriebliche Altersversorgung unter Druck geraten. Macht Ihnen diese Entwicklung Sorgen?

ANDREAS SIEGERT: Die langanhaltende Niedrigzinsphase, die jeden bAV­-Anbieter vor besondere Herausforderungen stellt, ist für uns nichts Neues. Sie bestimmt inzwischen sehr intensiv den beruflichen Alltag. Ebenso gehören dazu die sehr vielseitigen regulatorischen Anforderungen, die uns die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(BaFin) auferlegt. Unsere Kund*innen können auch zukünftig daraufsetzen, dass wir ihre Altersversorgung in einem niedrigen Zinsumfeld verlässlich betreuen und unser Portfolio entsprechend anpassen.

NICOLE MÖBS: Wir werden uns in den nächsten Monaten intensiv mit der Frage der zukünftigen Produktgestaltung beschäftigen, da die geplante Absenkung des Garantiezinses Handlungsbedarf auslöst. 2018 hat die PenkaDG einen flexiblen und sehr einfachen Tarif, den uniFLEX­Tarif, eingeführt: ein Tarif, der sich an die persönliche und berufliche Lebensphase anpasst und dem Arbeitnehmer und der Arbeitnehmerin damit eine völlige Flexibilität in der Vorsorge und Beitragszahlung bietet. Daran wollen wir zukünftig festhalten, denn in jungen Jahren und zu Beginn eines Arbeitslebens ist oftmals der Spielraum für den Beitrag begrenzt. Die Beitragszahlung in unser Produkt ist völlig flexibel gestaltbar, ebenso sind Sonderzahlungen möglich. Ein einfaches Meldewesen und schlanke administrative Vorgänge sind insbesondere für den Personalbereich klare Pluspunkte.

Die betriebliche Altersversorgung ist in den letzten zwei Jahren durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz weiterentwickelt worden. Gibt es für Sie Punkte, auf die Arbeitgeber*innen zukünftig setzen sollten?

ANDREAS SIEGERT: Es gibt tatsächlich zahlreiche attraktive Fördermöglichkeiten, von denen Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen seit Einführung des Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BRSG) noch mehr profitieren. Wir zeigen diese Vorteile sehr gerne in einem persönlichen Gespräch auf. Hilfreich ist immer eine umfassende Analyse der bereits bestehenden Versorgungssysteme, um die betriebliche Altersversorgung unserer Kunden optimal zu gestalten.

Altersvorsorge hat auch immer etwas mit Gesundheit zu tun. Wo sehen Sie für Ihr Haus Schnittstellen?

NICOLE MÖBS: Bei der eigenen Vorsorge im Alter frühzeitig auf mehrere Bausteine zu setzen gibt vielen Arbeitnehmer*innen eine große Sicherheit für den Ruhestand. Mit unserer Betriebsrente, die alternativ auch eine Einmalkapitalzahlung vorsieht, bauen sich unsere Mitglieder eine wertvolle Absicherung für den Ruhestand auf. Die persönlichen Lebensumstände und damit auch der Gesundheitszustand können immer im Blick behalten werden. Erst vor Rentenbeginn muss das Mitglied die Entscheidung treffen, welches Vorsorgemodell – lebenslange Rente oder Kapital – am besten zu ihm und seiner Lebenssituation passt. Diese hohe Flexibilität schätzen unsere Mitglieder sehr, ebenso die Möglichkeit, die Hinterbliebenen mit einer Hinterbliebenen- und Waisenrente auch nachträglich absichern zu können.


Vermögenswirksame Leistungen in der betrieblichen Altersversorgung – geht das?

NICOLE MÖBS: Ja. Fast alle Arbeit-nehmer*innen haben einen Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen (VL). Je nach Vereinbarung und Tarifvertrag sind bis zu 40 Euro monatlich möglich. Die meisten Arbeitnehmer*innen wählen für die Anlage einen Fonds- oder Sparplan. Für VL fallen jedoch auch Steuern und Sozialabgaben an. Das bedeutet, dass der Staat mitkassiert und der VL-Beitrag aus dem Netto gezahlt werden muss.
Eine sinnvolle Alternative ist eine betriebliche Altersversorgung mit einem Pensionskassen-Vertrag der PENSIONSKASSE Deutscher Genossenschaften VVaG. Denn anders als bei klassischen Formen des VL-Sparens fließt die VL als Entgeltumwandlung direkt aus dem Bruttogehalt und ist damit steuer- und sozialabgabenfrei. Das heißt: Wer seine VL in eine betriebliche Altersversorgung einzahlt, spart nicht nur Steuern und Sozialabgaben, sondern kann bei nahezu gleichem Nettogehalt sehr viel höhere Beträge in die Altersvorsorge fließen lassen.
Wie einfach das funktioniert, haben wir für unsere Kund*innen einfach zusammengefasst. Dazu nehmen wir die Gehaltsabrechnung von Max Mustermann, 30 Jahre, beschäftigt bei einem genossenschaftlichen Unternehmen, das zusätzlich einen tariflichen Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent auf die Entgeltumwandlung von Max Mustermann leistet.

Hans-Peter Leimbach


Fotos: Pensionskasse Deutscher Genossenschaften


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