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Europa-Spezial: Südtirol | Veröffentlicht am 26.02.2020

Eine feste Größe für die Kleinen

© Sozialgenossenschaft Coccinella

Sie selbst steckt längst nicht mehr in den Kinderschuhen, aus ihr ist in 25 Jahren schon vieles er- und gewachsen: Die Sozialgenossenschaft „Coccinella“ organisiert, fördert und führt frühkindliche Betreuungsdienstleistungen durch. In ihren Kitas werden die Kleinen nicht nur mit „Buongiorno“ und „Guten Morgen“ begrüßt – die durchgängige Zweisprachigkeit in den Einrichtungen ist in Südtirol einzigartig.

Den Nachwuchs in vielerlei Hinsicht zu fördern, pädagogisch wertvolle Arbeit zu leisten, sich komplett an den Bedürfnissen von Kleinkindern zu orientieren und damit für Familien und berufstätige Eltern eine wertvolle wie sorgenfreie Unterstützung zu leisten – dafür steht die Sozialgenossenschaft Coccinella. Als Anbieter und Träger hochwertiger frühkindlicher Dienstleistungen hat sie sich seit Langem über die Stadt Bozen hinaus einen guten Namen gemacht. Auch in Meran, Brixen, Vahrn oder Gais sorgt Coccinella (= Marienkäfer) für Kinder ab dem 6. Monat bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres für ein umfassendes Betreuungsangebot. Das ist wortwörtlich auf alles eingerichtet und wächst mit den Kleinen mit – vom Baby- über Krabbelalter bis schließlich zur Kindergartenreife.

„Ein jedes Kind wird in seiner emotionalen und sozialen Entwicklung individuell gefördert und gefordert“, berichtet Stefan Hofer, Obmann der Sozialgenossenschaft. Seit sieben Jahren steht er an deren Spitze: Seine beiden Söhne waren in einer der Kitas, aus Überzeugung am speziellen Angebot sowie dem genossenschaftlichen Gedanken ist der hauptberufliche Unternehmensberater dort „hängengeblieben“. Denn Coccinella gibt den Kleinen den notwendigen Raum und Rahmen, sich unterstützt von professionellen Bezugspersonen und Pädagoginnen in einem sicheren, einladenden sowie unbeschwerten Kontext selbst zu erproben. Dem pädagogischen Konzept der bekannten Kinderpädagogin Emmi Pikler folgend, ist die Arbeit in den Kitas vor allem durch einen liebevollen, innigen Umgang in den ersten Lebensmonaten geprägt. Kleinkindern wird die Möglichkeit geboten, sich frei zu entwickeln und zu entfalten.

Zwölf Kita-Standorte
Apropos Entwicklung: Die hat die Sozialgenossenschaft Coccinella auch selbst erfolgreich genommen. Was 1995 in Bozen als Antwort auf die wachsende Nachfrage nach frühkindlichen Einrichtungen aus der Taufe gehoben wurde, ist im Laufe der Jahre sukzessive gewachsen und zeigt sich heute als feste, verlässliche Größe: mit sozial-erzieherischen Einrichtungen und Dienstleistungen in verschiedenen Städten sowie im ländlichen Raum Südtirols. Kindertagesstätten, Betriebskinderhorte, Tagesmütter sowie außerschulische Angebote in den Ferien – all das gehört zum Leistungsspektrum der Sozialgenossenschaft. Mittlerweile verfügt sie über zwölf Kita-Standorte. „Im Februar folgt noch ein weiterer“, sagt Stefan Hofer. Als geschäftsführender Präsident von Coccinella ist er Teil eines fünfköpfigen Direktionsteams, das gemeinsam für profitables Arbeiten und „für hochwertige Dienste in einem familiären Umfeld“ an einem Strang zieht.

Das Miteinander wird hier per se großgeschrieben: in den Kitas sowie beim Austausch mit den Familien – und auch in der Genossenschaft selbst. Coccinella ist von starker Gemeinschaftlichkeit, großem Teamgeist und Solidarität geprägt. „Wir sind eine Arbeitergenossenschaft, deren Mitglieder unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind“, erläutert Stefan Hofer: „Wir sehen es daher als essenzielle Aufgabe an, ihnen Mitsprachemöglichkeiten zu geben, hochwertige Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen und angenehme Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.“ Das zahlt sich auf Arbeitnehmerseite übrigens auch finanziell aus, denn die hochqualifizierten 75 Mitarbeiterinnen und vier Mitarbeiter werden über Tarif entlohnt.

Zweisprachigkeit ab Windelalter
Kleine Gruppen und ein hoher Personalschlüssel von 1:5 – das haben alle Coccinella-Kitas gemeinsam. Und noch weitere Besonderheiten: „Wir gehören zu den größten Sozialgenossenschaften Südtirols, unter diesen haben wir uns am meisten auf Kindertagesstätten spezialisiert. Wir sind aber die Einzige weit und breit, die mit sowohl deutsch- als auch italienischsprachigem Personal komplett zweisprachig arbeitet und somit schon Kleinkindern das notwendige Sprachverständnis mitgibt“, hebt der geschäftsführende Präsident hervor. Dadurch wird die natürliche, selbstverständliche Annäherung an beide Sprachen vom Windelalter an ermöglicht. „Das ist unsere allergrößte Stärke – und darauf sind wir sehr stolz.“

Nach individuellen Bedürfnissen vor Ort ausgerichtet sind auch die Kita-Strukturen. Coccinella führt und „bespielt“ dabei – dem sogenannten Akkreditierungssystem Südtirols folgend – verschiedene Bereiche: zum einen Kitas, die sie privat oder im Auftrag von Kommunen eigenständig organisiert und leitet, zum anderen hat sie spezielle „Konventionen“ mit Unternehmen, für die sie Betriebskinderhorte betreibt. „So führt unsere Sozialgenossenschaft zum Beispiel die Betriebs-Kita im Krankenhaus Bozen, die mit über 30 Plätzen die größte dieser Art in Südtirol ist“, sagt Stefan Hofer.

Allein 350 Kita-Kinder jährlich
In diesen unterschiedlich „akkreditierten Kita-Strukturen“ werden im Jahr insgesamt circa 350 Kinder von Coccinella betreut. Dazu kommen weitere 40 Kinder bei Tagesmüttern, die ebenso Mitglieder der Genossenschaft sind und nach zertifizierten Qualitätsstandards die Kleinen bei sich zu Hause umsorgen. Ein zusätzliches Betätigungsfeld eröffnet sich die Genossenschaft seit 2012 mit Projekten in den Sommerferien: diese sind mit altersgerechten Programmen und Inhalten auf Kindergarten-Kinder sowie ebenso auf Grundschüler ausgerichtet. „Dabei steht der Spaß im Vordergrund, wir bieten verschiedenste Aktionen, Gruppenspiele, Ausflüge in die Natur oder in Museen an“, erzählt Stefan Hofer. An diesen Ferien- sowie weiteren Projekten – etwa zu Fasching oder Halloween – nehmen jährlich rund 450 Kinder teil.
Anja Pieper


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