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Bundesland-Spezial Sachsen | Veröffentlicht am 13.12.2017

Mit Genossenschaften die Heimatregion voranbringen

Foto: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Martin Dulig (SPD) ist Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie stellvertretender Ministerpräsident im Freistaat Sachsen. GENiAL befragte ihn zur Bedeutung von Genossenschaften für die Wirtschaft und Gesellschaft des Bundeslandes.

Der Freistaat Sachsen hat viele Stärken, welches sind seine drei größten?
Zu nennen wären eine breit aufgestellte Forschungslandschaft, die mit der Wirtschaft eng verwoben ist, und eine stabile und gut laufende Wirtschaft. Hinzu kommt trotz der aktuell schwierigen Situation bei der Gewinnung von Lehrern insgesamt ein gutes Bildungsangebot mit guten Bildungschancen. Vor allem aber sind es die Bürgerinnen und Bürger, die mit klugen Ideen und ihrer Arbeit dieses Land stark machen und die vielen, vielen Menschen, die durch ihr bürgerschaftliches Engagement für Zusammenhalt in der Gesellschaft sorgen.

Welchen Beitrag können Genossenschaften zur Verbesserung der Standortbedingungen in Sachsen leisten?
Schon heute tragen beispielsweise Wohnungsgenossenschaften und Genossenschaftsbanken zu attraktiven Standortbedingungen im Freistaat Sachsen bei. Ein mieterfreundlicher Wohnungsmarkt und breit aufgestellte Kreditgeber sind wesentliche Bestandteile einer sich ständig weiterentwickelnden Volkswirtschaft. Auch die Agrargenossenschaften sind ein Beispiel für effektive Strukturen, die hier zumeist in Ostdeutschland und im Freistaat Sachsen existieren. Wohnungsgenossenschaften kümmern sich zunehmend um Wohnformen und Wohnmodelle für Senioren, um ihnen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben im Alter – in den eigenen vier Wänden – zu ermöglichen.

Wie können Genossenschaften nicht nur zur wirtschaftlichen, sondern auch zur gesellschaftlichen Entwicklung Sachsens beitragen?
Eine wichtige Form, das Leben der Menschen miteinander attraktiv zu gestalten, sind Sozialgenossenschaften. Hier gibt es unterschiedlichste Formen innovativer, organisierter bürgerschaftlicher Selbsthilfe. Mit Lösungen, die auf die Vorort-Bedingungen ausgerichtet sind, kann auf soziale Bedürfnisse reagiert werden. Beispielhaft dafür sind Quartierskonzepte oder Dorfläden.
Solche Initiativen können das Dorf- und Gemeindeleben bereichern und der Landflucht entgegenwirken. Gerade in den ländlichen Regionen sind Genossenschaften in vielfältiger Art ein wichtiger Mittelpunkt des sozialen Lebens. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten für Bürger, Unternehmen und Kommunen, durch genossenschaftliche Kooperation die eigene Heimatregion voranzubringen.
Eine andere Möglichkeit des Engagements sind Beteiligungsmodelle von Genossenschaften im Bereich erneuerbarer Energien. Solche Energiegenossenschaften sollten noch stärker vermarktet und intensiver im Bewusstsein der Bevölkerung verankert werden. Das Gelingen der Energiewende ist auf die Akzeptanz vor Ort angewiesen. Wenn Genossenschaftsmitglieder an den Einnahmen dezentraler Energieerzeugung partizipieren können, ist dafür ein wichtiger Schritt getan.

Dresden und Leipzig sind zwei von deutschlandweit zwölf digitalen Drehscheiben, sogenannte Digital Hubs. Wie schaffen Sie es, damit die digitale Zukunft auch in der Fläche ankommt? Sind Breitbandgenossenschaften eine Option?
Die Wirtschaftsstruktur in Sachsen ist seit jeher geprägt von einem Mix aus Unternehmen in urbanen Ballungszentren und vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen im ländlichen Raum. Unsere sächsischen Hubs sind so konzipiert, dass sie als Leuchttürme auch in die Fläche hineinwirken. Sie sollen die Innovationen aus Hochschulen und Start-ups mit den Kompetenzen des regionalen Mittelstands verknüpfen, damit auch Firmen im ländlichen Raum bei der Digitalisierung von Geschäftsmodellen und Produktionsprozessen unterstützt werden. Dazu braucht es Know-how-Transfer genauso wie eine gute Infrastruktur. Um auch Sachsen auf dem Weg in die Gigabit-Gesellschaft weiter voranzubringen, sind Breitbandgenossenschaften einer von vielen guten Bausteinen. Der Breitbandausbau vor allem im ländlichen Raum wird von Sachsen massiv unterstützt, da aus vielen Bereichen des Lebens digitale Lösungen, Angebote und Versorgungsformen nicht mehr wegzudenken sind.

Wenn Sie eine Genossenschaft gründen würden, was für eine wäre es und mit wem würden Sie das gerne gemeinsam machen?
Genossenschaftliches Wirken ist keine Frage des Alters. Lohnenswert wäre es beispielsweise, die frischen Ideen junger Leute zu nutzen und sie gleichzeitig an gemeinsames Wirtschaften heranzuführen. Sei es eine kleine Konzertagentur, ein Schülercafé oder um Firmen zu einer moderneren Kundenansprache zu beraten: die Genossenschaft ist für solche lokalen, selbstorganisierten Projekte eine gute Plattform.


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