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Bundesland-Spezial Sachsen | Veröffentlicht am 13.12.2017

Ä Tännschen please

Foto: pixamo/Fotolia

Während andere landwirtschaftliche Genossenschaften nach der Ernte ihre Geschäftstätigkeit saisonbedingt zurückfahren, herrscht bei der Agrarproduktivgenossenschaft e.G. Lückersdorf/Gelenau (Landkreis Bautzen) Hochbetrieb. Grund dafür ist das florierende Geschäft mit Weihnachtsbäumen. Auch um ihre 17 Mitarbeiter in der kalten Jahreszeit ausreichend beschäftigen zu können, ist die Genossenschaft mit Sitz in der landschaftlich reizvollen Westlausitz seit 2002 mit einer Fläche von zwei Hektar in die Produktion von Nadelbäumen eingestiegen. Jahr für Jahr hat sich die Anbaufläche seitdem vergrößert. Heute wachsen auf 16 Hektar etwa 125.000 Bäume heran. Wie die Agrargenossenschaft zur „Forstgenossenschaft“ wurde? Der Vorstandsvorsitzende Matthias Frenzel erinnert sich: „Wir hatten es Anfang der 2.000er Jahre mit stark schwankenden Weizenpreisen zu tun. Deswegen waren wir auf der Suche nach einer Erlös-Konstante. Zum Anbau von Nadelbäumen für das Weihnachtsgeschäft wurden wir schließlich durch einen Anbauer aus dem Baden-Württembergischen inspiriert. Er betrieb bereits auf einer Nachbarschaftsfläche mit einem privaten ortsansässigen Anbauer eine Tannenbaum-Produktion.“

Sieben Jahre muss die Tanne wachsen

Im Lausitzer Bergland mit seinen sandig-lehmigen Böden fanden die Gelenauer für ihren neuen Erwerbszweig auch topografisch optimale Bedingungen. Matthias Frenzel: „Wir haben auf unseren Flächen keine Bodensenken. Die Wahrscheinlichkeit von Spätfrösten im Mai ist deswegen relativ gering. Spätfröste sind eine große Gefahr für den Maiwuchs. Die jungen Triebe erfrieren bei den Minustemperaturen, was die Bäume nachhaltig schädigt und den Verkauf dieser Bäume zu Weihnachten unmöglich macht.“

Während die von der Genossenschaft auf insgesamt 700 Hektar Fläche angebauten Ölsaaten (Raps), das Getreide (Winterweizen), der Mais und die Feldfrüchte (Kartoffeln und Erdbeeren) in Wochen oder Monaten zur Ernte heranreifen, ist dies bei den Nadelbäumen eine Frage von Jahren. Nach etwa sieben Jahren erreichen die von einer niedersächsischen Baumschule bezogenen drei Jahre alten Setzlinge ihre Sollgröße. Die Bäume – zu 90 Prozent Nordmanntannen, dazu Blaufichten und serbische Fichten – sind dann zwischen 1,5 und 1,8 Meter hoch.

8.000 Weihnachtsbäume jedes Jahr

„Geerntet“ wird in jedem Jahr die Fläche eines Hektars – rund 8.000 Bäume. „Trotz Motorsäge bedeutet das für unsere Leute vier Wochen harte Knochenarbeit“, sagt der gelernte Landwirt Frenzel. Etwa 6.000 Bäume gelangen in jedem Jahr über den Handel in die sächsischen Wohnstuben. Ein geringer Teil der Bäume wird jährlich zu Schnittgrüngebinden à zwei Kilogramm für Handel oder Endkunden verarbeitet. Rund 2.000 Bäume setzt die Genossenschaft im Direktvertrieb ab. An den vier Adventssamstagen serviert die APG dazu auch Glühwein und Schmalzbrote.

Gern nutzen Familien aus der Nachbarschaft, aber auch Vereine und Firmen dann die Gelegenheit, sich ihren Tannenbaum selbst auszusuchen, frisch zu schlagen und einnetzen zu lassen. Bezahlt wird nach Größe. In diesem Jahr liegt der laufende Meter bei rund 15 Euro. Angesichts von 8.000 abgesetzten Bäumen für die Genossenschaft eine sichere Einnahme in einer umsatzschwachen Jahreszeit. Verkaufszeiten sind jedes Jahr vom 1. Dezember bis zum 23. Dezember.


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